Hallo, ihr Lieben! 

Das Vögelchen hat seinen ersten USA- und WDW-Aufenthalt (leider) hinter sich gebracht und muss nun erstmal eine ganze Weile von den Erinnerungen und unzähligen Fotos und Video-Aufnahmen zehren. Klar, dass ein ausführlicher Bericht nicht fehlen darf, insbesondere, da ich ja ein waschechtes Greenhorn bin (bzw. war). Vielleicht ist es ja für den einen oder anderen Erfahrenen unter euch ganz nett, alles noch mal aus dieser Perspektive zu erleben. Und auch allen anderen wünsche ich natürlich viel Spaß beim Lesen! 

Der Vollständigkeit halber werde ich auch die disneyfreien Tage in meinen Bericht aufnehmen. Denn wenngleich es nicht allzu viel war, was wir neben Magic Kingdom und Co. gesehen haben, so war es doch nicht minder interessant… 


Vor der Abreise: 

Die Koffer sind gepackt, die Reiseunterlagen liegen bereit, der letzte Arbeitstag liegt hinter mir, die Wohnung befindet sich in einem halbwegs annehmbaren Zustand und auch Prinzessin und Fisch sind bereit zur Abfahrt. 

Es kann losgehen!!! 

Das grüne Disneymobil bringt uns zunächst mit schleifenden Geräuschen von der Kupplung (verrecke an jedem anderen Tag, aber BITTE NICHT JETZT!!!) zum Düsseldorfer Flughafen, wo wir den Late-Night-Check-In der LTU nutzen und nach weniger als 15 Minuten sind wir auch schon wieder unterwegs nach Köln, wo unsere Prinzessin bei ihrem Papa für die nächsten 19 Tage Quartier bezieht. Nach einem tränenreichen Abschied steige ich mit dem Gefühl, die schlechteste Mutter der Welt zu sein, wieder ins Auto, jammere vor mich hin und lasse mich von meinem äußerst gefassten Reisebegleiter trösten. Die Tränen versiegen zwar irgendwann, aber es nagt doch noch etwas. Schon jetzt steht fest: im nächsten Urlaub „nicht ohne meine Tochter“! Das Gepäck ist jedenfalls weg, das Kind in guter Obhut und wir sind wieder auf dem Weg zurück nach Düsseldorf, wo wir noch eine Nacht bei meiner Tante nächtigen, um dann am nächsten Tag den kurzen Weg zur S-Bahn zu laufen, die uns binnen 15 Minuten direkt zum Flughafen befördert. 


Tag 1 
Freitag, der 29. Februar 2008
 

Um es gleich vorweg zu nehmen: unser Traumurlaub fängt alles andere als traumhaft an. Der erste Tag ist durchweg eine mittlere Katastrophe. Der Weg zum Flughafen ist eigentlich noch das Beste daran. Bislang herrscht in mir ein merkwürdiges Gefühlschaos. Klar freue ich mich auf die Reise, aber meine bitterlich weinende Tochter taucht immer wieder vor meinem geistigen Auge auf, ich sehe Amerika und seinen Bewohnern mit einer ziemlichen Skepsis entgegen und auch von den Disneyparks erwarte ich eigentlich keine Überraschungen. Schließlich kenne ich doch wirklich alles schon aus hunderten von Aufnahmen, Bildern und aus unzähligen Erfahrungsberichten. Im Grunde hoffe ich nur, dass ich nicht vollkommen enttäuscht zurückkomme. 

Unser Flug hat 1 Stunde und 40 Minuten Verspätung. Warum, weiß niemand so genau. Entsprechend landen wir auch wesentlich später als geplant, bedingt durch extremen Gegenwind sogar noch später. Der Flug ist glücklicherweise sehr ruhig, aber dennoch ist mir die ganze Zeit über schlecht. Unser Steward (tüdelü) versorgt mich zwar mit Aspirin und krampflösenden Medikamenten, und doch habe ich 7 von 10,5 Stunden Magenkrämpfe, Kopfweh und überhaupt geht es mir nicht gut. 

Ein kurzes, durchaus langweiliges Video vom Flug (da ein Flug wie jeder andere), kann hier angeschaut werden. Natürlich nur auszugsweise, da YouTube normalerweise keine Videos mit einer Länge von 11 Stunden erlaubt Wink 

Etwas besser wird es erst, als ich gegen 19.20 Uhr so was wie Land erblicke und als sich dann tatsächlich die beleuchteten Straßenzüge Miamis unter uns ausbreiten, empfinde zum ersten Mal tatsächlich so etwas wie Aufregung und echte Vorfreude. Selbst aus dieser Perspektive sieht alles genau aus, wie im Fernsehen. Und da sind Palmen!!! Nicht, weil man sie mühsam dort angesiedelt hat und im Winter verpackt, damit sie überleben… nein, sie sind einfach da! Riesige Mengen und sie fühlen sich wohl dort. Das mag ich. Wo sich Palmen wohl fühlen, könnte ich mich auch wohl fühlen. Ich mag Palmen. Gegen 19.40 Uhr setzt unser Flieger sanft auf und die erste amerikanische (Un-)Sitte, die ich im Verlauf unserer Reise auch nur bedingt zu schätzen lerne, erwischt mich eiskalt (wenn auch nicht unvorbereitet): die Klimaanlage hat die Gangway in einen Eiskanal verwandelt. Fehlt nur noch ein Schlitten und wir haben in Miami mehr Winterfeeling als in heimischen Gefilden. 

Im Flughafen führt mich mein erster Weg auf ein echtes amerikanisches Klo (sieht aus wie im DLRP, nur in sauber) und dann auf direktem Weg zur Immigration. Nach 45 Minuten (gefühlten 20 Minuten), acht gescannten Fingern und zwei Daumen sowie dem ersten Smalltalk heißt man uns im gelobten Land herzlich willkommen. Wir holen unsere Koffer, müssen uns noch mal mustern lassen, und dann betrete ich erstmals echt amerikanischen Boden. Nach den Palmen, die hier ja scheinbar wirklich überall stehen, bin ich umgeben vom zweiten „Wunder“ dieser für mich neuen Welt: Wärme! Es ist Februar und WARM. Nicht die befürchtete Schwüle haut uns von den Socken, dafür ist das Jahr noch zu jung. Nein, es ist einfach herrlich. Sternenklar, ein sanfter Wind weht (durch die Palmen Wink ) und ich spüre: ich bin im Urlaub! Doch das nächste Unheil lässt nicht lange auf sich warten. Nachdem wir zügig die Alamo-Busstation gefunden haben und heil bei dem Mitwagenverleih angekommen sind, dauert es eine geschlagene Stunde, bis wir von einer „netten“ lateinamerikanischen Bürgerin des Staates Florida unseren Mietwagenvertrag erhalten, natürlich nicht ohne mehrere Versuche ihrerseits, uns ein größeres Auto, völlig unnötige Versicherungen und ein Navi aufzuschwatzen. Doch dank gewisser Internetforen Wink wissen wir natürlich schon, dass man nur allzu oft sowieso einen größeren Wagen zum Preis eines Kleinen bekommt. Versichert sind wir über den ADAC und so was wie ein Navi braucht man doch nicht, wenn man einen Fisch dabei hat (hahaha, wer’s glaubt… ich jedenfalls nicht mehr). 
[Anm. des Fisches: Es gibt aber auch keine Person, die den Schilderwald im Straßenverkehr so fahrlässig missachtet, wie ein gewisses Vögelchen Wink.] 

Die Suche nach dem für uns passenden Wagen gestaltet sich auch etwas schwieriger als erwartet. Der einzige Wagen der Kategorie Economy ist ein PT Cruiser. Doch ohne Schlüssel fährt es sich so schlecht. Nach längerer Suche und mehrfacher Nachfrage bei diversen Mitarbeitern haben wir immer noch keinen Schlüssel, aber dafür die (erhoffte) Genehmigung, uns einfach irgendeinen Wagen auszusuchen. Nach zwei weiteren Fehlschlägen mit völlig verklebter Mittelkonsole bzw. der eindeutigen Aufschrift NICHT VERMIETEN! auf der Scheibe, landen wir bei einem netten schwarzen Jeep 3.7. Angenehme Größe und nette Aussicht für kleine Vögel. So groß kann Klein sein… 

Doch so gut mir das Auto auch gefällt, jetzt geht’s ans Eingemachte. Ich will doch, wohlgemerkt inzwischen völlig übermüdet, meine Jungfernfahrt im amerikanischen Straßenverkehr antreten und habe, gelinde gesagt, dezentes Nervenflattern. Man könnte es auch Panik nennen. Aber ich will doch beweisen, dass ich diese Aufgabe meistern kann. Schließlich habe ich doch von allen Seiten gehört, alles sei hier so einfach und relaxt. Und was soll schon passieren mit einem selbsternannten Navi-Fisch an meiner Seite??? Ich sag’s euch. Gleich nach der zweiten Straße wissen wir nicht mehr, wo wir sind (doch… in Miami). Hier sind so verdammt viele Palmen und alle sehen gleich aus. Und während der Fisch mal wieder die Ruhe weg hat, drehe ich völlig durch und wir giften uns nur noch an. Details möchte ich euch ersparen Wink Lediglich ein paar bewegte Bilder gibt es an dieser Stelle zu betrachten. Der Ton wurde bewußt verändert ... Very Happy 

Aber nach nur 1 Stunde und 15 Minuten haben wir die unglaubliche Strecke von 30 Meilen bis zu unserem Motel „Zur fröhlichen Kakerlake“ in Florida City/Homestead südlich von Miami hinter uns gebracht und um Mitternacht freue ich mich nur noch aufs Bett. Hätte ich gewusst, was mich erwartet, hätte ich mich wohl eher gefürchtet. Beim Anblick des Zimmers bin ich auf der Stelle davon überzeugt, dass sich die Durchschnittsgäste hier normalerweise nur stundenweise einmieten. Nach eventuellen Zimmergefährten mit sechs oder noch mehr Beinen traue ich mich gar nicht erst zu suchen, denn ich bin mir sicher, dass ich welche finden würde. Ich belasse es bei ununterbrochenem Kopfschütteln ob dieser Frechheit, die die pakistanischen Betreiber der Herberge als Zimmer bezeichnen und füge mich meinem Schicksal. Seine Notdurft kann man auch als Frau verrichten, ohne die Brille zu berühren und verschmierte Farbe auf Fenster- und Türrahmen, Krümel und Haare auf dem Teppich, herunterhängende Kabel, Flecken an der Decke und den Wänden und Schimmel am Duschvorhang sieht man ja nicht mehr, wenn man erst mal schläft. Gut, der Preis ist vergleichsweise unschlagbar günstig für die Region, aber ob es derartige Qualitätseinbußen wert ist, sei dahingestellt. Zum Schlafen würde es reichen, aber zumindest für mich ist die Nacht unruhig und sehr kurz, obwohl ich doch so unglaublich müde war. 

  


... Teil 2 in Kürze an dieser Stelle Smile

Tag 2 
Samstag, der 1. März 2008
 

Um 4 Uhr wache ich am nächsten Morgen auf und hole auch gleich den Herrn Fisch aus seinem Aquarium, denn ich möchte nicht mehr Zeit als unbedingt notwendig in diesen unerfreulichen vier Wänden verbringen. Doch die milde Nachtluft lässt auf einen herrlichen zweiten Urlaubstag hoffen… 

  


Unser erster Weg führt gegen 6 Uhr zum nahe gelegenen Wal Mart Supercenter, der mich nicht nur einmal überrascht die Brauen hochziehen lässt. Klar, ich hatte mir amerikanische Supermärkte schon irgendwie groß vorgestellt, aber SO groß dann nun doch nicht. Unglaublich, dass man in einem einzigen, riesigen Laden tatsächlich alles bekommen kann, von Bagel bis Bügelbrett, von Aspirin bis Autoreifen, von Käsekuchen bis Küchentisch. Doch noch viel unfassbarer ist die Tatsache, dass ich bei dem riesigen Sortiment nicht mal ein akzeptables Frühstück für mich finde. 4$ für einen Smoothie sind schlicht zu viel für mein Empfinden und Oreos am frühen Morgen erscheinen mir zu wenig nahrhaft für einen vernünftigen Start in den Tag. Ob die Entscheidung, den ganzen Tag mit einem Trinkjoghurt zu überstehen, besser ist, bleibt dahingestellt, aber das muss erstmal reichen. Auf dem Speiseplan des flachen Meeresbewohners stehen allerdings auch nur Diet Mountain Dew und ein Frappuccino. 

Um 6.35 Uhr machen mir uns dann „endlich“ auf den Weg nach Key West, unser Ziel für heute. Den Sonnenaufgang haben wir zwar knapp verpasst, und noch ziehen auch ein paar Wolkenfelder über den morgendlichen Himmel, doch je näher wir dem südlichsten Punkt des nordamerikanischen Kontinents kommen, desto blauer wird es über uns und auch um uns herum. 

Für meinen Geschmack sieht immer noch alles aus wie im Fernsehen. Die merkwürdige Mischung aus schönen Häusern, runtergekommenen Buden und zum Teil sehr eigenen Themenshops und Motels, wobei von der Absteige bis zur Luxusherberge wirklich alles zu finden ist, finde ich unheimlich amerikanisch. Ebenso wie die windschiefen Strommasten mit ihren mitunter kreuz und quer hängenden Kabelansammlungen. 

  


Wir hüpfen auf vier Rädern von Insel zu Insel, passieren zahllose Brücken (manchmal sogar ohne es zu merken) und saugen alle sich bietenden Eindrücke entlang der Strecke begierig auf. Zwischenstopps legen wir allerdings nicht ein, auch wenn es abseits der US1 sicher Einiges zu entdecken gibt, aber zumindest in diesem Urlaub steht nur Key West auf dem Programm und der Zeitrahmen ist knapp bemessen. 

Und dann, nach 1 Stunde und 40 Minuten, erreichen wir endlich die sagenumwobene, viel gepriesene Seven Mile Bridge, und was soll ich sagen, es ist tatsächlich das, was alle behaupten: es ist (tatatata!) EINE BRÜCKE!!! Oben drüber blau, unten drunter blau und dazwischen eine hellgraue Straße auf Pfeilern. Wir sind beide vollends begeistert und wissen endlich, wir sind bald da, wo wir hinwollen. 

  


Noch voller Vorfreude lassen wir das Wunderwerk der Ingenieurskunst hinter uns, legen noch schnell eine biologische Pause an einem in der Gegend rumstehenden Burger King ein und erreichen kurz darauf die hübsche, kleine Stadt, die Ernest Hemingway zumindest eine Weile sein zu Hause nannte. 

In einer zentral gelegenen Seitenstraße (was anderes gibt es hier ja auch kaum), unter einem grünen Baum, zwischen einer weißen Kirche und einem pastellfarbenen Wohnhaus finden wir einen schnuffigen Parkplatz für unser süßes Auto, von dem aus wir uns aufmachen, die Stadt zunächst zu Fuß zu erobern. 

 


Alles hier ist so weiß und bonbonfarben, so idyllisch und schön. Hier könnte man sich glatt vorstellen, zu leben. Nur bei Mickey Mouse kann es noch schöner sein und das ist auch der Grund, warum wir nach Sonnenuntergang doch wieder den Rückweg antreten werden. 

Aber zuvor entdecken wir die Sehenswürdigkeiten der Insel: von Ernests Haus, über das falsche Sloppy Joe’s und den Leuchtturm bis hin zum Southernmost Point und natürlich auch alles, was dazwischen liegt. Einen Großteil des Ganzen erwandern wir uns, den Rest sehen wir während einer geführten Trolleytour, auf deren Strecke praktischerweise auch ein Laden namens Ross liegt, wo ich ein paar Turnschuhe für sage und schreibe 25$ erstehe. Prima, ist das auch schon erledigt. Und unser Fischlein stillt bei der Gelegenheit auch gleich nebenan bei Taco Bell den inzwischen nagenden Hunger. 

Hier eine kleine Fotoexkursion ... 

  

  

  


Anschließend geht’s zurück in die Stadt. Wir bummeln noch ein bisschen in der Gegend herum und schlendern dann in Richtung Mallory Square, wo wir uns mir hunderten anderer Touris den berühmten Sonnenuntergang von Key West anschauen wollen. Ich habe große Erwartungen, denn ich liebe Sonnenuntergänge. Im Arm des Liebsten im Sand sitzen, dem Meeresrauschen lauschen, zusehen wie die Sonne das Wasser zum Glitzern bringt und dann langsam verschwindet und einen blutroten Himmel zurücklässt, an dem sich dann schon bald die ersten Sterne zeigen. So mag ich das. 

Auf Key West übertragen bedeutet Sonnenuntergang etwa Folgendes: Der Liebste hält zwar etwas im Arm aber dabei handelt es sich nicht um mich, sondern um eine Kamera und einen Camcorder. Es gibt weder Sand noch Meeresrauschen sondern nur eine harte Kaimauer und das Geplapper vieler, vieler Menschen und die Musik einiger Althippies und Straßenkünstler. Das Wasser glitzert auch nicht, denn die Sonne versinkt hinter einer Insel, und um Sterne zu sehen, ist es rundum einfach viel zu hell. Von der erwünschten Romantik keine Spur. Soviel dazu. Nett, wenn man’s gesehen hat, aber einmal reicht dann auch. 

So geht denn unser Tag am Rande der Karibik zu Ende, und trotz des vergleichsweise öden Sonnenuntergangs war es ein sehr schöner, warmer, relaxter Tag, an dem wir viel gesehen haben und wunderschöne Eindrücke sammeln konnten. Auf dem Weg zum Auto frönt Flounder noch ein wenig seiner Leidenschaft und macht ein paar Aufnahmen vom nächtlichen Inselleben. 

  

 


Die Rückfahrt nach Florida City vergeht fast wie im Flug, auch wenn ich kurz vorm Ziel noch mal eine kleine Pause im Nirgendwo einlegen muss, weil sich weit und breit keine Toilette findet. Ehrlich, es ist ein ganz dummes Gefühl, wenn man im Stockdunkeln irgendwo in einem Sumpf am Rande der Everglades hockt und nur darauf wartet, dass einem ein Alligator die vier Buchstaben perforiert. 

Doch glücklicherweise konnte ich die letzten Meilen der Strecke unversehrt zurücklegen, um im Motel nach einem tollen Tag todmüde ins Bett zu kippen. Nicht mal 1.000 Kakerlaken hätten mich heute noch am Einschlafen gehindert (rückblickend könnte ich mir vorstellen, dass unter der Matratze sogar noch weit mehr der kleinen Krabbelviecher hausten). 


Wir melden uns wieder mit Tag 3! 

Gruß vom Kolibri
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Tag 3 
Sonntag, der 2. März 2008
 

Und wieder ist die Nacht um 4 Uhr zu Ende. Ich versuche zwar noch mal einzuschlafen, aber irgendwie will es mir nicht gelingen. Denn obwohl ich nach wie vor völlig erschlagen bin, spüre ich doch eine gewisse Aufregung ob der Tatsache, dass unser heutiges Etappenziel Kissimmee bzw. Disney World/Contemporary Resort heißt. MICKEY, WIR KOMMEN!!! Naja, noch nicht ganz. 

Ich gönne dem Fisch noch zwei wohlverdiente Stunden süßen Schlafs, aber dann halte ich es doch nicht mehr aus. Raus aus den gammeligen Federn, ab unter die schimmelige Dusche, rein in saubere Klamotten ... und nachdem alles im Auto verstaut ist, und wir das Zimmer nach Liegengebliebenem durchforsten, erfahre ich die Aufklärung, warum das Hotel von mir eingangs den Beinamen "Zur fröhlichen Kakerlake" erhalten hat. Flounder zeigt mir was sich seit unserer Ankunft (und vermutlich auch schon seit langer Zeit zuvor) unter dem Nachttisch neben dem Bett verborgen hat. Eine tote KüchenschabeSick . 

Nach diesem etwas unerfreulichen Abschluß heißt es endlich um halb 8: Bleifuß bis Miami! OK, nicht wirklich Bleifuß, mehr "Cruise" auf "on" und bis Miami rollen lassen. Hat doch was, dass es in Amerika quasi keine Autos ohne Automatik und Tempomat gibt. Man kann sich daran gewöhnen. Die Sonne lacht heiter vom Himmel, das Thermometer klettert für meinen Geschmack und diese Jahreszeit in schwindelerregende Höhen und ich bin ganz hin und weg, als ich die ersten Wolkenkratzer meines fortgeschrittenen Vogellebens am Horizont erblicke. 

  


Als wir die Giganten aus Beton, Stahl und Glas schließlich erreichen, fühle ich mich noch kleiner, als ich sowieso schon bin und spüre eine merkwürdige Mischung aus Ehrfurcht und Aufregung. Ich bin ganz hibbelig. Miami ist viel schöner, als ich es mir vorgestellt hatte. Alles tiptop sauber, ordentlich und herrlich mit diesem Mix aus moderner und älterer ("alt" wäre übertrieben) Architektur, Strand, Meer und natürlich den unvermeidlichen Palmen. Gott, wie amerikanisch! Hier würde ich sogar freiwillig im Hochhaus wohnen. 

  


Und diese Unmengen an Kreuzfahrtschiffen. Nicht, dass ich jemals auf die Idee käme, eine Kreuzfahrt zu unternehmen (mir wird auf Schiffen immer schlecht), aber diese Riesenpötte sind schon imposant. Alles hier ist so imposant. Amerika ist furchtbar groß. 

  


Ihr seht schon... binnen kürzester Zeit hat mich dieses merkwürdige Land, gegenüber dem ich so viele Vorurteile hatte, das ich bis vor zwei Jahren gar nicht bereisen wollte, in seinen Bann gezogen. Schon jetzt kann ich jeden verstehen, der traurig ist, wenn er nach einem Urlaub hier wieder ins verregnete, langweilige Deutschland zurück muss. Ich hege die Befürchtung, dass es mir genauso ergehen wird. Doch warten wir's ab. 

Um 9 Uhr fuhren wir einmal den berühmten Ocean Drive rauf und wieder runter (interessant besonders deshalb, weil man vom Ocean dort nichts sieht) und ein weiteres Mal war's wie im Fernsehen. Deutschland sieht im Fernsehen im Ausland immer so bayerisch aus, Amerika sieht bei uns einfach so aus, wie es ist. Na, jedenfalls Florida. Aber ich kann mir vorstellen, dass das auch für den Rest des Landes gilt. 

  


Egal... weiter im Text. 

Miami erleben wir nur vom Auto aus, denn ein kurzer Abstecher in die Sawgrass Mills in der Nähe von Fort Lauderdale steht auch noch auf unserem Plan. Apropos Fort Lauderdale. Mir kommt es vor wie die Sparversion von Miami. Nicht ganz so groß, nicht ganz so ordentlich und nicht ganz so sauber. Nur die Menge der Palmen steht der in der großen Nachbarstadt in nichts nach. 

  


Die Sawgrass Mills, eine so genannte Outlet Shopping Mall, ist einkaufstechnisch ein klassischer Griff ins Klo. Groß? Ja. Nett gemacht? Ja. Tolles Sortiment? Nein. Outletpreise? Fehlanzeige. Es ist aber auch absolut nichts los dort. Allerdings mag das auch daran liegen, dass die Läden erst um 10 Uhr öffnen, und jetzt ist es viertel vor 10 Wink Nach einem enttäuschenden Rundgang lassen wir aber dann doch noch ein paar Dollar dort und ihr werdet nicht glauben wo... im Disney Character Warehouse! Wer hätte das gedacht??? Eine Hand voll Pins, ein bisschen Scrapbookkram, ein Bild vom ToT und einige gerahmte Münzen geben unserem Urlaub einen ersten Hauch von Disneywürze. 

  


Und weil's zwischen all den bekannten Figuren so schön war, machen wir, dass wir weiter kommen... der Maus entgegen. Vom vielen Rumsitzen im Flugzeug und Auto, tut mir langsam mein Allerwertester weh und in Palm Beach kippt allmählich meine bislang gute Laune. Der Schlafmangel der letzten Nächte macht sich bemerkbar und ich werde zickig und immer zickiger. Nicht so Flounder. Der hat, wie üblich, die Ruhe weg. Doch immerhin schaffe ich es, ihn so arg mit meinem Gemecker zu nerven, dass wir uns die Sehenswürdigkeiten der Stadt nur aus der Ferne ansehen und dann tatsächlich die schnellste Route nach Kissimmee einschlagen. Auf den Turnpike und tschüß! (Ja, es ist mir egal, dass es dort nichts zu sehen gibt und auch später wird mich nicht im Geringsten das Gefühl quälen, Irgendetwas verpasst zu haben. Ich will jetzt endlich ankommen, wo ich wirklich hin will.) 

  


Um halb 6 ist es geschafft. Wir erreichen das Days Inn Maingate East in Kisimmee, checken ein, erobern ein ausreichend großes, ausreichend sauberes und vor allem kakerlakenfreies Zimmer, machen uns frisch und schmeißen uns notdürftig in Schale und dann sitzen wir auch schon wieder im Auto. Von diesem Moment an dauert es nur noch zehn Minuten, bis wir zum ersten Mal das den Meisten hier bekannte Tor mit der heiß ersehnten Aufschrift "Walt Disney World" passieren. 

JAAAAA! WIR SIND ENDLICH DA!!!! 

Aber was ist das? Irgendwas stimmt hier nicht. Wo ist das Kribbeln im Bauch? Wo die überschäumende Freude? Ich bin schockiert, mit welcher Gleichgültigkeit ich dieses einzigartige erste Mal hinnehme. Hallo!?! Vögelchen!?! Du bist in Walt Disney World! Los, freu dich!!! Aber es hilft nichts. Schön hier zu sein, aber das war's dann auch schon. Ich bin enttäuscht. Von mir selbst. Ich glaube, auch der Fisch neben mir hat vieles von mir erwartet, aber nicht das. 

Doch ich bin einfach so unendlich müde, und auch das Contemporary, in dem wir einen Tisch reserviert haben, um uns von dort aus Wishes anzusehen, fand ich auf den Videos, die ich mir vorab zu Hause angesehen hatte, immer so furchtbar hässlich. Dummerweise finde ich es jetzt, wo ich davor stehe, noch genauso hässlich und zu allem Überfluß befindet sich gleich daneben eine noch viel hässlichere Baustelle. Flounder versucht, mir wenigstens eine kleine freudige Bemerkung oder wenigstens Geste abzuringen, aber es hilft nichts. Ich fühle mich unwohl und bin besorgt, dass mir die Wunderwelt vielleicht tatsächlich nicht gefällt. 

Im Hotel werden wir zunächst auf den 2nd Floor geschickt, wo wir unseren Pager bekommen. Ein Grinsen kann ich mir dann aber doch nicht verkneifen, als die CMs tatsächlich ihr Sprüchlein aufsagen: "How are you today?" Ich find's genauso merkwürdig, wie ich erwartet hatte, aber irgendwie doch nett. In diesem Moment ahne ich noch nicht, wie mir diese kleinen Floskeln ans Herz wachsen werden, und dass ich später schon fast beleidigt sein werde, wenn jemand mal nicht fragt. 

Mit dem Aufzug fahren wir nun hoch in den 15th Floor, wo sich das California Grill befindet. Auch hier ist es meiner Meinung nach nicht atemberaubend toll. Vor allem ist es laut, aber ich bin froh, dass ich mich in einen weichen Sessel fallen lassen und einfach ein bisschen abschalten kann, bis wir zu unserem Tisch geführt werden. Und das werden wir. Dazu muss man wissen, dass sich das California Grill Restaurant auf dem Dach des Contemporary befindet und über eine lange Fensterfront verfügt, die zum größten Teil einen grandiosen Blick auf das Magic Kingdom ermöglicht. 

Unser Tisch befindet sich allerdings zwischen Weinregalen mitten in einem separaten Raum in der hintersten Ecke des Restaurant, und noch dazu liegen die Fenster in diesem Teil des Restaurants nicht auf der Seite des MK sondern zeigen in Richtung Epcot, das jedoch ziemlich schwach beleuchtet daher kommt. Abgesehen davon, dass wir von unserem Platz sowieso nicht richtig sehen können. Dieser Tisch setzt meiner trüben Stimmung die Krone auf und mir treten tatsächlich die Tränen in die Augen (nicht das letzte Mal in diesem Urlaub). 

Diese unglaubliche Enttäuschung, die mir ins Gesicht geschrieben steht, bleibt natürlich auch dem Fisch meines Herzens nicht verborgen, und so erklärt er unserer Kellnerin die Lage und fragt, ob wir nicht vielleicht doch einen Platz mit Superior-Blick haben könnten, selbst, wenn wir noch eine Stunde oder länger darauf warten müssten. 

Und jetzt zeigt sich zum ersten Mal, dass man hier unter Service und Freundlichkeit etwas ganz anderes versteht, als im DLRP. Wir müssen zwar tatsächlich warten, aber nur eine viertel Stunde später haben wir einen Tisch direkt am Fenster. Ich setze mich ganz behutsam, lehne mich zurück, schaue aus dem Fenster auf das beleuchtete Schloss und plötzlich... BIN ICH DA! Der Bann ist gebrochen und alle Anspannung fällt von mir ab. Ich bin immer noch müde, aber ich bin im Urlaub. In Amerika. ICH bin in Amerika. Tausende Kilometer weg von zu Hause. Vor mir liegt eine Speisekarte, die kulinarische Köstlichkeiten verspricht und zu unseren Füßen liegt das Magic Kingdom in seiner ganzen nächtlichen Lichterpracht. DAS Magic Kingdom. Das echte. Das einzige. Und ICH bin da. WIR sind da... 

 

 


Wir bestellen unser Essen und gehen dann auf die Dachterrasse, die eher einem Steg ähnelt, um uns von dort aus das Feuerwerk anzusehen. Ich liebe Wishes und so eine Sicht wie von hier oben hat man nicht jeden Tag. Zwar friere ich wie ein Schneider, aber jetzt kann mir nichts mehr meine frisch zurück gewonnene gute Laune verderben. Das Vögelchen steht und genießt. Die Musik, das Glitzern der Raketen und den fantastischen Blick. Hach, ist das schön! 

Die Gefühle kann man an dieser Stelle zwar nicht wiedergeben, aber eine bewegte Aufnahme des Feuerwerks ist auch nicht zu verachten. Hier ist sie ...Wishes Part One und wenn es Euch gefallen hat dann hier auch noch Wishes Part Two! 

Nach dem Feuerwerk wird sofort unser wirklich wunderbares Essen serviert, das durch die Aussicht sogar noch besser wird und dann verabschieden wir uns auch schon wieder. Wir werfen noch einen Blick in die Hotelshops, wo ich auch gleich noch ein neues Paar Ohrringe erstehe und dann kann ich endgültig nicht mehr. Ich will ins Bett. 

Natürlich vergeht dann doch noch mehr Zeit, als ich mir wünsche, weil Flounder einfach ununterbrochen filmt und fotografiert (wovon ihr jetzt profitiert), aber irgendwann schaffen wir es doch noch, die 15 Minuten Fahrt bis zum Motel hinter uns zu bringen und schlafen schon bald den Schlaf der Gerechten. 

  


Schließlich müssen wir fit sein für ... 

... den 4. Tag! 


Es grüßt der Kolibri mitsamt Herrn Fisch Smile
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Tag 4 
Montag, der 3. März 2008
 

Morgenstund hat Gold im Mund, und das kann man hier durchaus wörtlich nehmen. Denn die gerade aufgehende Sonne taucht das Motel und die Umgebung in ein äußerst schmeichelhaftes Licht. Es ist 7.50 h und langsam an der Zeit sich auf den Weg zu machen... denn wer will am ersten Tag schon zu spät sein? 

  


Unser erster echter Disneytag enthält genaugenommen nicht wirklich viel von dem, was einem gemeinhin zu dem Stichwort Disney einfallen würde, denn unser Plan sieht vor, dass wir diesen Tag in Epcot verbringen, was ja bekanntlich so gut wie mausfrei ist (sieht man mal von den Merchandisingprodukten und einer Vielzahl von Hidden Mickeys ab). 

Es war mein Wunsch, Epcot als erstes zu besuchen, weil ich darauf ganz einfach am neugierigsten war. Nach dem Erwerb unseres ersten Parktickets für $11.- dürfen wir unseren motorisierten Begleiter auf dem epcoteigenen Parkplatz unter den wachsamen Augen von Figment zurücklassen, um von dort die wenigen Meter, an den überwiegend noch geschlossenen Tageskassen vorbei, zum Eingang des Parks zu Fuß zurück zu legen. 

Tja, und da ist es… Spaceship Earth! Die (wie ich dachte) weltberühmte Kugel, Wahrzeichen Epcots, ragt vor uns auf. Viel größer, als ich sie mir vorgestellt hatte. Mal wieder. Und wie schön… davor steht auch noch eine amerikanische Flagge. Das schreit doch geradezu nach ein paar Erinnerungsaufnahmen, und Flounder lässt sich auch nicht lange bitten. 

  


Die nun folgenden berüchtigten Taschenkontrollen sind nur wenig intensiver als jene, die wir schon aus Paris kennen, und wir müssen jetzt eigentlich nur noch unsere Magic Your Way Tickets durch den Automaten schieben, den rechten Zeigefinger scannen lassen und schon kann das Abenteuer beginnen. Könnte es, aber das mit dem Scan erweist sich als gar nicht so einfach. Nach fünf Versuchen mag die olle Maschine meinen Finger immer noch nicht. Vielleicht sollte ich es mal mit dem rechten Zeigezeh versuchen, aber das ist so kompliziert. Doch der zuständige CM steht mit Rat und Tat zur Seite und wackelt und ruckelt solange an der Maschine, bis sie mich zu guter Letzt doch durchlässt und ich die erste Nase Freizeitpark-Luft aufsaugen darf. Im Nachhinein frage ich mich, wie Flounder so problemlos den Eingang passieren konnte… erkennt der Scanner auch geschuppte Gäste an? 

Wir werden es wohl nie erfahren aber die Hauptsache ist ja auch, wir sind drin! 

Der Park hat noch nicht geöffnet, es ist erst viertel vor 9, und so erwartet uns hinter dem Spaceship Earth nur ein Seil, das genauso aussieht wie jedes andere Disneyseil (ein Seil halt) und eine Kette von CMs, die uns vom übrigen Teil Future Worlds fern halten. Mickey, Minnie, Chip & Dale, Goofy und Pluto halten die wartenden „Massen“ bei Laune und die CMs machen ein paar Mätzchen und geben Autogramme. Und natürlich haben am frühen Morgen die Geschäfte schon auf, in die man im Wege der Wartezeit gerne einen Blick wirft. Vorher viel darüber gelesen und gehört... und jetzt schon im Einkaufsbeutel: Pal Mickey Smile Auf den kleinen Freund komme ich später noch näher zu sprechen, nur soviel – er wird uns im Urlaub begleiten und seine mehr oder weniger sinnvollen Kommentare werden zu einem Erlebnis, das keiner von uns missen möchte – ok, manchmal schon Wink 

Um 9 Uhr ist es dann endlich soweit; nach einem Countdown fällt das Seil, bzw. wird aufgerollt, und kurz darauf wird auch die CM-Kette gesprengt, auf dass sich die Mengen auf die Attraktionen verteilen mögen. Wir schließen uns der wahrscheinlich größten Gruppe an, die raschen Schrittes Richtung The Land strömt, um in Soarin’ eine Runde über Kalifornien zu drehen. Eigentlich wollen wir uns dort nur Fast Pässe ziehen und dann erstmal die weniger populären Fahrten unter die Lupe nehmen, aber da die Wartezeit ob der frühen Stunde bei nur 10 Minuten liegt, bleiben wir gleich da, und so wird Soarin’ in der dritten und damit unteren Reihe zu unserem ersten Erlebnis in Walts wunderbarer Welt. 

  


Die Fahrt, oder genauer der Flug, gefällt mir. Die Landschaften, die Musik dazu, der Wind im wallenden Haupthaar und natürlich der Duft nach Meer, Wald und Orangen. Ich denke, wir sollten Kalifornien längerfristig auf die Liste unserer Urlaubsziele setzen. Doch zunächst gibt es hier noch mehr als genug zu entdecken, sicher zu einem späteren Zeitpunkt auch noch einmal Soarin’, dann aber bitte ohne die Füße der zweiten Reihe vor der Nase. 

Unser nächstes Ziel ist schon weithin hörbar. Hier wird doch wohl keine Autobahn gleich am Park entlang führen? Aber nicht doch… es sind die Autos von Test Track, die mit ihren lebenden Dummies an Bord durch die Steilkurve an der Außenseite des Gebäudes rasen. Man sieht zwar nicht viel, aber es hört sich auf alle Fälle vielversprechend an. 

Und welch Freude… trotz der angeschlagenen unglaublichen Wartezeit von 5 Minuten (in Worten: FÜNF!) konnten wir gleich durchgehen, natürlich nicht ohne ungefähr 4000 Fotos und drei Stunden Filmaufnahmen zu machen. Zu sehen gibt es im Wartebereich ja reichlich. Das Thema ist natürlich Geschmackssache, aber ich finde, Test Track hat einen der interessantesten Wartebereiche, die ich bei Disney bislang gesehen habe. 

  

  


Nachdem wir die Preshow hinter uns haben, können wir in einem der Testfahrzeuge Platz nehmen. Wir schnallen uns an, wie sich das gehört, und los geht’s. 

Wir bewältigen Steigungen, passieren die German und Belgian Blocks (Pflastersteine), trotzen Hitze und Kälte, testen die Bremsen und das ABS, jagen durch Haarnadelkurven und schaffen es gerade noch, einem plötzlich auftauchenden Truck auszuweichen (was fährt der Blödmann auch ohne Licht?) und drohen dann sogar noch, an einer Wand zu zerschmettern, bevor wir das Testgebäude verlassen und mit stetig steigender Geschwindigkeit über die Köpfe der Parkbesucher rasen. Herrlich! Schon die zweite von zwei Fahrten, die Spaß macht. 

Zum Glück war unser Auto in einem Top-Zustand, so dass wir das Ende der Teststrecke unversehrt erreichen. Wäre ja auch schade gewesen, wenn uns die übrigen Geheimnisse Epcots aufgrund gebrochener Beine oder sonstiger Verletzungen vorenthalten geblieben wären. 

Weil’s gerade so praktisch nebenan liegt und ebenfalls keine Wartezeiten angeschlagen sind, entscheidet Flounder sich, als nächstes eine Reise zum Mars zu wagen und Mission:Space einen Besuch abzustatten. Ich persönlich verlasse mich lieber auf meine Flügel, wenn ich fliegen will und bleibe deshalb solange am Boden und genieße die Sonne. Außerdem neige ich bei stark eingeschränktem Platzangebot zu Klaustrophobie und bin spätestens jetzt froh, dass ich mich hier vorab so genau darüber informieren konnte, was mich in dieser Attraktion erwartet hätte. 

  


Während ich also auf den Space-Fisch warte, beginne ich mit den ersten Eintragungen in mein mich von nun an ständig begleitendes Notizbuch, um auch ja nach der Reise einen detaillierten Reisebericht abliefern zu können. Leider übersteigt die Zeit, die man für einen Flug zum Mars braucht, bei Weitem die Zeit, die man benötigt, um zehn Zeilen auf rosarotem Papier zu verfassen und so fange ich tatsächlich an, mich zu langweilen. Doch irgendwann kommt ein grinsender Flounder aus dem planetengeschmückten Gebäude geschwommen und ich freue mich für ihn, dass ihm sein kleiner Ausflug gefallen hat. Und tatsächlich berichtet er von schier unglaublichen Erfahrungen. Sein Flug wurde gecancelt und er hat einen Fast Pass für einen späteren Zeitpunkt seiner Wahl bekommen. Supi… schon wieder warten. Aber bis dahin ist ja noch etwas Zeit und wir machen uns erstmal auf den Weg hinüber zum Universe of Energy. 

  


Dabei handelt es sich meiner Meinung nach um eine Attraktion, die man sich mal angesehen haben sollte, aber einmal pro Aufenthalt reicht dann auch. Die Show besteht aus einem ziemlich langen Teil, in dem man in Form eines Films, der zwar recht lustig gemacht ist, aber nicht sonderlich viel wirklich Interessantes vermittelt, etwas über Energieresourcen, -gewinnung, -verbrauch und so weiter erfährt. Im Endeffekt ein Umweltding, so wie vieles in Epcot. Für ältere Kinder ist es sicher interessanter als für Erwachsene, allerdings nur dann, wenn sie der englischen Sprache mächtig sind. Nett gemacht ist es aber allemal. 

In einem weiteren Teil der Show macht man einen Ausflug in die Welt der Dinosaurier und somit in die Zeit, in der die fossilen Brennstoffe entstanden. Für mein Empfinden war es inmitten der Urzeitviecher allerdings extrem laut und man konnte den Audioanimatronics sowie der gesamten Szenerie ihr fortgeschrittenes Alter ansehen. Doch einen gewissen Charme kann man der Attraktion nicht absprechen. Bei einem späteren Besuch würde ich sicher noch mal eine solche Zeitreise mitmachen. 

Langsam werden wir durstig und da fällt uns spontan der kostenlose Club Cool ein. Flounder freut sich auf einen leckeren Becher Beverly und mich dürstet es nach der weiten Welt. Getränke des Coca Cola Konzerns aus Mosambique, China, Costa Rica, Israel, Japan, Mexiko, Deutschland und Italien warten darauf getestet zu werden. Beverly aus Italien gebe ich aber vorsichtshalber einen Korb. Der Gesichtsausdruck des Fischs reicht mir zur Erfrischung Very Happy 

  


Nun schauen wir uns noch ausgiebig die nähere Umgebung an, bewundern das Wasserspiel des Fountain of Nations und ziehen langsam weiter in Richtung Imagination!. 

  



An dieser Stelle endet für Euch der Tag 4 vorübergehend... 

Gruß von Kolibri und Plattenfisch Very Happy
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Weiter geht’s ... es ist ca. 11.30 h am 3. März, dem 4. Tag in den USA, und über unseren Kopf hinweg rauscht die Monorail. 

 


Na, mal sehen, was mich wohl gleich bei Journey into Imagination erwartet. Dieser Ride stammt zwar ursprünglich aus der gleichen Epoche wie die Dinosaurier im Universe of Energy, doch vor einiger Zeit wurde er ja generalüberholt und außer Figment, dem kleinen lila Drachen, der die Mitreisenden in der Welt der Vorstellungskraft begleitet, blieb kaum etwas erhalten. 

Ich hatte schon mal Aufnahmen der alten Fahrt gesehen und kannte auch die dazu passende Musik von diversen CDs und mochte das, was ich dort gesehen und gehört hatte. Umso enttäuschter bin ich von dem, was sich mir nun bietet. Das Nostalgische, was mir auf den Aufnahmen immer so gefiel (anders als bei den Dinosauriern), fehlt gänzlich und im Großen und Ganzen ist Figments bunte Welt zwar ganz nett, aber es fällt mir unheimlich schwer, den eigentlichen Sinn hinter dem Gesehenen zu begreifen. Das liegt aber auch daran, dass ich vergesse, auf das zu achten, was gesagt wird Wink Grob gesagt geht es aber um die 5 Sinne und wie man damit spielen kann. 

  


Alles ist ein bisschen verwirrend und ich hoffe, dass ich dem Geschehen besser folgen kann, sollte sich noch einmal die Möglichkeit zu einer Fahrt ergeben. Falls nicht, würde ich es aber auch überleben. 

Ebenfalls relativ neu ist die nächste Fahrt, die wir ansteuern: The Seas with Nemo and Friends. Wagen in Muschelform bringen uns in die sehr hübsch gestaltete Unterwasserwelt des kleinen Clownfischs, in der dessen Geschichte anhand von Filmprojektionen und dreidimensionalen Figuren und Szenen erzählt wird. 

  


Besonders nett ist der letzte Teil der Fahrt, in dem Nemo und Co. zwischen sehr realen Fischen in ebenso realen Aquarien auftauchen und dazu ein Liedchen trällern, das uns später auch bei “Nemo - the Musical“ im Animal Kingdom noch einmal begegnen wird. 

Insgesamt ist Nemo eine niedliche Familienattraktion. Nicht spektakulär, aber sehenswert. Danach geht es durch die Tanks, in denen die Fische hier zuhause sind, und noch einmal durch die Welt von Nemo, hinaus an die frische Luft. 

  

 


Wie ich im Laufe des Tages noch erfahren werde, hält Epcot noch einige Attraktionen mit eben diesen Merkmalen bereit. Die nächste auf unserem Weg ist Living with the Land, inzwischen ja leider ohne einen eigenen CM je Boot, sondern mit den passenden Infos zur Fahrt vom Band. 

Für die Nicht-Eingeweihten eine kurze Erklärung: bei Living with the Land handelt es sich um eine geruhsame Bootsfahrt, auf der man eine Blick in die disneyeigenen Forschungslabore werfen kann. Man erfährt allerhand über die Kultivierung von verschiedenen Gemüsearten, Fischzucht (die Flounder besonders faszinierend findet) und was weiß ich, was noch alles (ich weiß es tatsächlich nicht mehr, kann nicht so interessant gewesen sein), jedenfalls alles noch unter dem Gesichtspunkt Umweltschutz, usw. (glaub ich… man möge mich verbessern, falls ich gänzlich daneben liege). 

Jedenfalls gibt es weißen, ordentlich geharkten Sand unter futuristisch anmutenden Pflanzkonstruktionen, eine Zuchtstation für Kürbisse in Mickeyform, Fischbassins deren Population es mit dem Inhalt jeder Sardinendose aufnehmen könnte (die armen Fische!!!) und auch sonst noch allerhand. Irgendwie wirken die Gewächshäuser, die wir durchqueren, als stünden sie auf dem Mond. Vielleicht, weil es so vollkommen anders ist, als alles, was man sonst so bei Disney zu sehen bekommt. 

  

  


Irgendwann werde ich diese Fahrt sicher noch mal mitmachen, denn diesmal konnte ich mich noch nicht endgültig entscheiden, ob ich sie interessant oder langweilig finden soll. 

Irgendwie hat mich der Anblick von soviel Gemüse hungrig gemacht und da es inzwischen halb zwei ist und wir noch keine feste Nahrung zu uns genommen haben, entscheiden wir, im Counter-Service-Restaurant Sunshine Seasons, an dem wir sowieso vorbei kommen, etwas an diesm unhaltbaren Zustand zu ändern. Für mich gibt’s Pepper Pot (Suppe), Salat und einen Asian Chocolatecake (abartig süß aber lecker, er lachte mich so an in der Auslage), and Flounders goes fort the Chicken Wrap with gaaaaanz viel Soße. 

  


Gut und günstig gegessen und frisch gestärkt für neue Abenteuer schnappen wir auf dem Weg zur nächsten Attraktion noch ein paar Eindrücke auf. 

  


Jetzt bringt das Fischlein, das gern fliegen möchte, seinen Fast Pass zum Einsatz und startet nun endlich bei Mission:Space durch. Ich beziehe derweil Quartier auf der gleichen Bank, wie beim ersten Mal und warte. Zum Glück das letzte Mal für heute. 

Diesmal ist das Grinsen auf Flounders Gesicht beim Verlassen der Attraktion nicht mehr ganz so breit und er beschreibt seinen Weltraumflug als eher ernüchternd. Zwar sehr eng, aber ansonsten eher harmlos. Und dabei ist er wohlgemerkt nicht mit der Light-Version geflogen. Da hatten wir vorab aber schon ganz andere Geschichten gehört… 

Trotzdem begnüge ich mich mit der Außenansicht des Gebäudes, denn ich erinnere mich noch „vage“, dass mein liebes Fischlein auch den Tower of Terror als harmlos bezeichnet hatte und ich trotzdem 1000 Tode in dem Ding gestorben bin. 

Huhu, hier ist ein Fisch Wink Also, mein kurzes Statement zu Mission: Space ist tatsächlich ernüchternd. Aufgrund sämtlicher Vorberichte, Warnungen vor der Fahrt und was man sonst noch so hören und lesen konnte bin ich mit einer gehörigen Portion Respekt an die Sache herangegangen. Aber mutig wie ich gerne sein möchte nehme ich natürlich die orangefarbene Karte, die mich zur Fahrt mit Spinning-Effekt berechtigt. Preshow und Warteschlange kenne ich schon vom Vormittag und kann sie relativ schnell als unspektakulär einordnen. Hat man doch im Grunde alles schon einmal gehört und wartet nur auf den Abschuß. Dass tun übrigens auch die anderen Gäste neben mir – und erstaunlicherweise ist es in der Preshow auch gänzlich ruhig. In anderen Preshows hört man die Gäste ständig reden, aber hier ist alles mucksmäuschenstill. Liegt es daran, daß keine Kinder vorhanden sind oder ist es einfach die Anspannung? Ich denke eher zweiteres, denn das Gefühl der Anspannung liegt auch über mir. 

 


Jetzt gehen die Türen auf und wir werden unseren Eingängen zugeordnet. Ich darf an der 1 warten, wie bereits heute Vormittag. Ist das ein gutes Omen? Noch ein kleines Filmchen bereitet uns auf das vor, was gleich kommen wird. Und dann ist es soweit. Ich darf als erster rein, nachdem mir die Position eines Navigators zugeteilt worden ist. Ich quetsche mich durch die enge Kapsel und verstehe jetzt, daß die Fahrt nichts für Personen mit Platzangst ist. Prima, dass ich keine habe ... nun, zumindest keine allzu ausgeprägte. Und so fühle ich mich auf einmal ganz furchtbar eingeengt, als die Tür zugeht und auch noch der Vorderteil der Kapsel mir näher rückt. Gerne würde ich wieder aussteigen. Aber dann beginnt der Film vor mir und ich merke, wie ich anfange zu grinsgen. Wow, klasse gemacht! Der Start ist wirklich authentisch (ok, ich kenne natürlich nicht das Gefühl eines echten Starts, aber ich nehme das einfach mal an und fühle mich wie in den Weltraum geschossen). Das war es aber auch schon. Danach fühle ich mich eher wie in einer eingeengten Version von Star Tours, nur etwas moderner. Gemeinsam mit meinen Kapselgenossen erreichen wir den Mars, nachdem wir vorher nochmal eben 3 Monate geschlafen haben, und das war es auch schon. Jetzt schnell raus hier, durch eine vollgepropfte Halle mit Spaceutensilien und natürlich dem obligatorischen mehr oder weniger kleinen Laden am Ende der Attraktion. 

 

 


Irgendwie froh und doch ein wenig enttäuscht komme ich nach draußen, um Pal Mickey und dem Vögelchen meine Geschichten aus dem All zu erzählen. Mickey freut sich so sehr, dass er mir gleich seinen Hut schenkt Smile 

 


Aber wollen wir doch wieder dem Kolibri lauschen und hören, wie es von seiner Seite aus weitergeht.
 

Der halbe Tag ist vorbei und fast alle wichtigen Attraktionen Future Worlds liegen hinter uns. Eigentlich wäre es dann doch jetzt an der Zeit, den zweiten Teil des Parks, den World Showcase, zu erkunden. Darauf hatte ich mich besonders gefreut. 

Doch halt! Da war doch noch was… *kratz-am.Kopf*.... ach ja! Spaceship Earth! Auch hier sind die ca. 2 Minuten Wartezeit gerade noch so zu verkraften und so habe ich schon kurze Zeit später das Vergnügen, einen meiner neuen Lieblingsrides kennen zu lernen. Wenn ich so darüber nachdenke, ist die Fahrt in der Kugel die einzige in allen Parks, von der ich vorher noch nie bewusst irgendwas gesehen oder gelesen hatte. Bis heute Morgen war ich eigentlich sogar der Meinung, in Epcots Wahrzeichen sei gar nichts außer Luft und vielleicht einem Hidden Mickey, den niemals jemand finden wird. 

  


Zu Beginn der Fahrt kann man auf einem Monitor in jedem Wagen zunächst einmal die Sprache auswählen, in der man das Kommende erleben möchte und auf einer Landkarte angeben, woher man stammt. Den folgenden Teil, eine Zeitreise durch die Welt der Kommunikation, finde ich wunderschön gestaltet, die Stimme der Erzählerin (englisch) [Anm.d.F.Judi Dench] ist sehr sympathisch und angenehm und der Sternenhimmel, der sich im Anschluss über einem wölbt, ist sowieso genial. Sternenhimmel sind toll. Sogar fast noch toller als Palmen Wink 

Sehr nett finde ich auch den letzten, interaktiven Part. Halb im Sitz liegend fährt man in aller Ruhe rückwärts wieder nach unten. Um einen herum wird es langsam dunkler und in jedem Wagen leuchten die Displays wieder auf. Man bekommt nun einige Fragen darüber gestellt, wie man sich seine Zukunft vorstellt. Hat man alle beantwortet, heißt es: „Stay tuned… we’re building your Future“. Das Ergebnis ist quasi eine Präsentation der eigenen Zukunft in Form von grafischen Bildchen im Stil der 50er Jahre. Das Lustige dabei ist, dass auf jedem Bild auch immer zwei Figuren zu sehen sind, die netterweise die Gesichter der Personen haben, die im jeweiligen Wagen sitzen und die ja zu Beginn fotografiert wurden. 

Nach Verlassen der Attraktion kann man alle Gesichter dann auch noch einmal auf einem riesigen Globus wiederfinden. Irgendwann verschwinden sie dann wie Sternschnuppen jeweils in dem Land, das man zu Beginn der Fahrt ausgewählt hat. 

Ach ja… und die lustigen Grafikbildchen aus der eigenen Zukunft kann man hier außerdem noch als E-Card verschicken. 

Kurz: Ich find’s sehr gelungen und diese erste Fahrt war sicherlich nicht meine letzte. 


Leider endet der Bericht für diesen Tag schon wieder vor dem Ende. Aber der nächste halbe Tag, der uns in den World Showcase führt, folgt ganz bald! 

Gute Nacht und Guten Morgen sagen ... 

der Kolibri und Herr Fisch Smile
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Um euch nicht zu lange auf die Folter zu spannen, setze ich mich heute sogar schon in meiner spärlichen Mittagspause hin und schreibe weiter, damit Herr Flounder heute Abend auch nur noch mit Bildern und eventuell dem ein oder anderen Filmchen nachwürzen muss. 

Bevor es weiter geht, möchte ich gern noch ein Fazit bezüglich Future World kundtun: Als wir Epcot betreten haben und ich mich erstmals mit diesen so merkwürdigen wie unterschiedlichen Pavillions konfrontiert sah, stachen mir zunächst nur sehr viel Beton und reichlich Ecken und Kanten in die Augen. 

Diese Ansammlung futuristischer und zugleich sichtbar veralteter Architektur wirkte nur wenig einladend und ziemlich ungemütlich. Doch im Laufe der ersten Tageshälfte hatten wir dann doch die Chance, uns genauer umzusehen und so allmählich gefiel mir, was ich sah. Zunächst hatte ich es gar nicht bemerkt, aber auch hier, inmitten der Betonwüste, ist überall Grün. Viele bunte Beete, die vielfach gerade für das Flower and Garden Festival umgestaltet wurde und natürlich… Palmen. Ach ja, und Wasser. Es gibt kaum eine Attraktion, die nicht irgendeinen Brunnen, ein Wasserspiel oder eine Abkühlstation (wie zum Beispiel die Waschanlage bei Test Track) hat. Im weiteren Verlauf unseres Urlaubs gefiel mir Future World jedenfalls immer besser. 

Und um noch mal auf das Thema Wasser zurück zu kommen, so setzt es sich im gesamten World Showcase nahtlos fort. Abgesehen von der herrlichen World Showcase Lagoon, um die herum die einzelnen Länder angeordnet sind, hat jedes einzelne Land auch noch mindestens einen Brunnen, einen Wasserfall einen kleinen Teich oder eine Bootsattraktion zu bieten, manchmal auch mehrere Dinge zugleich. 

Da der Park insgesamt ziemlich leer ist, beschließen wir, einfach ein Land nach dem anderen mit seinen jeweiligen Attraktionen zu entdecken. 

Wir beginnen auf der linken Seite der Lagune in Mexiko. Dies ist das Land mit den wenigsten landestypischen Gebäuden. Neben einem Gebäude rechts des Weges, direkt am Wasser, in dem ein Restaurant untergebracht ist, gibt es nur noch eine Stufenpyramide zur Linken (eben so ein Inka-, Maya- oder Azteken-Ding. Was ist es denn jetzt eigentlich?) Von innen ist es jedenfalls sehr schön gestaltet. Man wähnt sich auf einem mexikanischen Marktplatz in den Abendstunden. Hinter einem kunterbunt dekorierten Restaurant sieht man Boote vorbeiziehen, und ein Vulkan stößt von Zeit zu Zeit Wölkchen in Mickey-Form aus, doch man muss schon sehr genau hinschauen, um das zu erkennen. Überhaupt ist hier alles sehr bunt und genauso klischéehaft, wie auch alle anderen Länder (was ich jetzt aber natürlich noch nicht weiß Wink ) Die schon erwähnten Boote hinter dem Restaurant gehören zum Rio del Tiempo, dem Fluss der Zeit. Eine beschauliche Fahrt (Grand Fiesta Tour) führt vorbei an mexikanischen Landschaften und alltäglichen Szenarien. Untermalt wird das Ganze von Filmprojektionen, die zum Beispiel Sehenswürdigkeiten oder typische Feste zeigen, immer gekrönt durch spaßige Einlagen von Donald Duck und seinen Gefährten aus dem Film Die drei Caballeros. Eine nette Fahrt, die Kindern sicher am meisten Spaß macht. 

Kunterbunte, authentisch mexikanische Souvenirs kann man natürlich auch noch erstehen, bevor man sich vom heißen Südamerika auf direktem Wege in den eisigen europäischen Norden, nach Norwegen, begibt. 

Wenn die angebotenen Erinnerungsstücke allerdings ebenso typisch sind, wie die in Deutschland angebotenen (wovon auszugehen ist), dann sollte man wohl lieber die Finger davon lassen. Vor allem sind sie hoffnungslos überteuert. 

Was jedoch auffällt ist, dass fast alle Souvenirs im World Showcase nahezu disneyfrei sind. Ganz ohne die Ein-Meter-Maus kommt man zwar auch hier nicht aus, aber man findet wirklich nur sehr wenige Abkömmlinge der bekannten Sippschaft. 

  

 

 


Doch sehen wir nun, was das Land der Fjorde und der Mittsommersonne für uns bereithält. Vom Maelstrom hat man ja schon so Einiges gehört und ich bin schon gespannt, was mich erwartet. Es ist überraschend warm in Norwegen, so um die 26°C, im März eher ungewöhnlich in diesen Breiten, aber daran stören wir uns nicht wirklich und erobern per Wikinger-Boot das Land der Trolle und Eisbären, tief in düsteren Höhlen verborgen. Die Szenerien sind eher düster und bieten ein breites Spektrum von der nordischen Tierwelt über die sagenhaften Trolle bis hin zu Ölbohrplattformen in der Nordsee. Ein paar Stromschnellen, Wasserfälle und Rückwärtsfahrten verleihen dem Hochseeabenteuer (wie es sich nennt) einen zusätzlichen Spaßfaktor. 

Obwohl ich nach allen zuvor gelesenen Berichten eigentlich mehr erwartet hätte, hat mir die Fahrt gefallen. Sie hätte aber gern ein bisschen länger ausfallen dürfen. 

Ansonsten ist die Kirche, die man zu Beginn passiert, wenn man Norwegen erreicht, tatsächlich sehr authentisch, ebenso wie die bunten Holzhäuser, die sich um einen kleinen Platz vor dem Eingang zum Maelstrom gruppieren. Wobei man eigentlich sowohl das Eine als auch das Andere fast überall in Skandinavien findet (ich spreche da ausnahmsweise aus Erfahrung). 

  


Der Süden und der Norden sind damit schon mal abgegrast, was wäre da nahe liegender, als uns jetzt mal einen Eindruck vom Osten zu verschaffen. China liegt nur einen Katzensprung entfernt und wartet mit dem auf, was man eben in der westlichen Welt unter chinesischer Architektur versteht. Rot, Gold und Weiß sind die vorherrschenden Farben und überall sieht man verschnörkelte Blumenmuster, chinesische Drachen und Statuen von Fabeltieren. Ein reich verziertes, von steinernen Löwen flankiertes Tor bildet den Eingang, dahinter stehen eine Pagode und ein Tempel. Soll das nicht sogar eine Nachbildung des Tempels in der Verbotenen Stadt sein? Doch, ich meine, da war so was. (Wer weiß es, wer weiß es???) Aber wenigstens hat man es sich gespart, überall Mao-Bilder anzubringen. Das wäre dann vielleicht ein bisschen zuviel Authentizität gewesen. Im Inneren befindet sich ein 360°-Kino und man kann sich Repliken von Artefakten aus der chinesischen Vergangenheit ansehen, wie z.B. die Terrakotta Armee. 

Gleich hinter dem Eingangstor treten mehrmals täglich Akrobaten auf. Mal sind es Kinder, die sich zu Pyramiden auftürmen, mal junge Damen, die mit Tellern und Reisschalen jonglieren oder eben sonst eine nette Darbietung. 

Wenn wir schon mal hier sind betrachten wir auch gleich die Figuren auf dem Dach des Nine Dragons Restaurant, zu denen ich irgendwann mal eine Frage hier in der Quizshow gestellt hatte. Schließlich will man doch wissen, wovon man redet(e). 

Reflections of China, einen 360°-Film, haben wir uns dann natürlich auch noch angesehen. Mir wird zwar immer ein wenig übel in solchen Circlevision-Kinos, aber die Bilder, die wir dort zu sehen bekommen, finde ich wirklich beeindruckend und ich mag den knuffigen, chinesischen Großvater, der den Erzähler gibt. Insgesamt ein sehr stimmungsvoller Film, mitunter etwas kitschig, aber schön. 

  


So, genug China für heute. Es gibt doch noch so viel mehr zu sehen. 

Über eine Brücke erreichen wir Afrika. Eigentlich keins der 11 vertretenen Länder (ist ja auch ein Kontinent), aber immerhin durch einen Erfrischungs- und einen Souvenirstand vertreten. Gelegentlich treten auch ein paar - wahrscheinlich echt afrikanische - Trommler auf, und wenn sie gerade nicht da sind, kann man sich selbst als an den Instrumenten versuchen. 

 

 


Doch diese Erfahrung sparen wir uns und erreichen wenige Meter entfernt unser Heimatland. Was wir dort sehen ähnelt jetzt zwar nicht gerade den Gegenden, aus denen wir stammen, also Rheinland und Münsterland, aber irgendwo wird es schon eine paar Leute geben, die etwas Ähnliches von zu Hause kennen. Wahrscheinlich sind das die gleichen, die auch ständig von Menschen in Kniebundhosen mit Hosenträgern oder in Dirndln umgeben sind und sich ausschließlich von Sauerkraut, Bratwurst, Brezeln und Bier ernähren. 

Die Vorlage für ein Gebäude zu unserer Rechten befindet sich angeblich in Freiburg, für den Rest stand Rothenburg Pate. Beurteilen kann ich es leider nicht, da ich weder das Eine noch das Andere kenne, aber ich gehe mal davon aus, dass zumindest entfernt was dran ist. 

In den Geschäften wundere ich mich über Toblerone, die ja bekanntlich aus der Schweiz kommt und obendrein 6$ kostet, sowie Schokolade aus Belgien und Tüten mit diesen bekannten Gebäckmischungen, die man in bei uns in jedem Discounter für ein paar Cent erstehen kann. Seit wann ist billig typisch Deutsch? 

Aber so genau schaue ich mich an diesem Tag dann doch nicht mehr um. Sicher gäbe es noch mehr zu entdecken, über das ich den Kopf schütteln könnte, doch wir werden sicher zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal zurückkehren. 

Allerdings sollte ich noch erwähnen, dass ich mir in Deutschland einen Epcot Passport zulege, mit dem ich vorher schon geliebäugelt hatte. Es handelt sich dabei um ein dunkelblaues Heftchen, das optisch einem Reisepass nachempfunden ist, den der goldfarbene Epcotschriftzug ziert, darunter ein Ring aus den Flaggen aller 11 Länder, darin angedeutet das Spaceship Earth, die winzigen Silhouetten aller Länder, außerdem Mickey in Präsentier-Pose und ganz unten eben das Wörtchen „Passport“. Dazu erhält man einen Button mit dem gleichen Schriftzug und dem Flaggenring (allerdings in bunt) und 11 Stickerbögen, mit je 7 Aufklebern (eine Flagge und 6 Fotos) zu jedem Land des World Showcase. 

Mit diesem Ausweis begibt man sich dann jeweils zum Kidcot (Mal- und Bastelecke für Kinder) in dem Land, das man gerade besucht und erhält dort zwei Stempel und einen Gruß in der Landessprache in den Passport. Das Ganze kann man dann noch mit den passenden Stickern ergänzen. Für 9,95$ durchaus erschwinglich und eine schöne Idee, nicht nur für Kinder. 

Die deutsche CM, die den Pass abstempelt und den Gruß hineinschreibt, trägt sogar meinen Namen (nein, sie heißt nicht Kolibri). Als ich mich zum Gehen wende und mal wieder über irgendein Souvenir ungläubig den Kopf schüttle, grinst sie und sagt: “Ja, das ging uns allen am Anfang so.“ 

Zu dem deutschen Bereich gehört übrigens auch eine Miniatureisenbahn, die liebevoll gestaltet ist und gleich neben dem Pavillion verläuft. The Romantic Road to Würzburg besagt ein Schild über der Bahn. Da wir beide weder Würzburg noch die besagte romantische Straße kennen, lernen auch wir etwas neues über unsere Heimat. 

  


Inzwischen ist es spät geworden und wir beschließen, uns die übrigen Länder rund um die Lagune an einem anderen Tag anzuschauen. Wir wissen ja, dass uns außer Gebäuden, Souvenirs und zwei weiteren Filmen in Frankreich und Kanada nichts wirklich Interessantes mehr erwartet. Wir entwerfen ratzfatz einen Plan B, schießen im Vorübergehen nur noch vereinzelte Fotos der anderen Länder und wollen, nach einer weiteren Reise durch Spaceship Earth, mit der Monorail ins Magic Kingdom übersiedeln und später zurückkehren um Illuminations zu sehen. 

Wir passieren also im Schnellschritt Italien ... 

  

  


The American Adventure ... 

  


Das Land der aufgehenden Sonne ... 

  


Marokko ... 

 


Frankreich ... 

 


Das Vereinigte Königreich ... 

  


Und zuletzt noch Kanada ... 

 


Ich bin überascht zu sehen, dass es technische Probleme nicht nur im DLRP gibt sondern dass sie scheinbar in keinem Freizeitpark zu vermeiden sind. Nicht mal in Walt Disney World. Um’s auf den Punkt zu bringen. Spaceship Earth ist geschlossen und so machen wir uns gleich auf die inzwischen qualmenden Socken zur Monorail. 

Meine erste Fahrt in dem von Flounder so geliebten Zug erinnert mich geruchstechnisch an eine Reise in einer vollen Windel. Denn genau danach riecht es in unserem Wagen. Und dann möchte ich auch gleich noch anmerken, dass diese Art der Fortbewegung zwar ungemein praktisch ist, aber dass die teilweise sehr schmutzigen und auf jeden Fall immer hässlichen Schienen an so manch hübscher Stelle im Resort gänzlich das harmonische Bild stören. Zumindest habe ich das so empfunden. Besucher, die nicht so wild auf Optik sind wie ich und/oder Fans der Einschienenbahn mögen das natürlich anders sehen. 

Aber Gestank hin oder her … am Ticket und Transportation Center steigen wir in die „Express Monorail to the Magic Kingdom“ um, und schon kurze Zeit später stehe ich zum ersten Mal vor dem Blumenbeet mit Mickeys Kopf (ähnlich dem vorm Disneyland Hotel in Paris) und der Main Street Station, die den heiß ersehnten Schriftzug trägt. Doch viel Zeit, den Augenblick zu genießen, bleibt mir nicht, denn von der Main Street wehen die Klänge der abendlichen Lichterparade Spectromagic herüber. Die Paraden-Musik habe ich vor unserem Urlaub immer zu Hause gehört, wenn mich die Vorfreude packte. Ich find die so wunderschön!!! (Zumindest den Anfang und das Ende) Da stand mir jedes Mal das Pipi in den Augen. 

Gleich hinter der Bahnstation stoßen wir auf die uns allen bekannten, typischen Menschenmassen und uns bleibt eigentlich kaum eine andere Wahl, als einfach stehen zu bleiben und zu versuchen, von dieser ungünstigen Position aus möglichst viel mitzukriegen. Für mich, als eher klein geratenen Erdenbürger, ist das nicht viel, doch das macht mir nichts. Ich hab ja die Musik und damit ist die Welt auch schon in Ordnung. 

Was ich an dieser Stelle schon sagen kann, ist, dass Spectromagic natürlich wesentlich länger ist als Fantillusion im DLRP, aber letztendlich ist es auch „nur“ eine Lichterparade. Wunderschön anzusehen und sehr vielfältig, aber ich hätte eigentlich noch so ein nettes Gimmick erwartet, wie diese Figuren, die in Paris hin und wieder aus den Wagen kommen. Aber auch ohne solche Special Effects ist es eine sehenswerte Angelegenheit, die man auf keinen Fall verpassen sollte. 

  


Nach der Parade schließen wir uns der Menge an, die hinter den letzten Wagen herschlendert, gehen in aller Ruhe die Main Street hinauf und genießen dabei den Blick auf Cinderellas Schloss, natürlich nicht, ohne wieder mal zu filmen, was das Zeug hält. 

Doch die Zeit ist knapp und unser Ziel heißt Splash Mountain. Also biegen wir scharf links ab und begeben uns ins Frontierland. Komisch nur, dass die Wild West Atmosphäre fehlt. Wir wundern uns kurz, und plötzlich geht uns ein Licht auf. Scheinbar sind wir doch ziemlich parisgeschädigt, denn wir haben automatisch den Weg eingeschlagen, der dort eben ins Frontierland führt. 

Hier stehen wir nun aber dummerweise im Adventureland und durch’s Frontierland führt gerade die Parade. Das heißt so in etwa, dass dort jetzt sowieso kein Durchkommen ist, und deshalb schauen wir alternativ mal bei den Piraten vorbei. 30 Minuten Wartezeit! Gibt’s ja gar nicht! Genau genommen sieht’s auch gar nicht danach aus und wir fragen vorsichtshalber mal nach, ob die 30 Minuten denn auch realistisch sind. Sind sie nicht. Laut den CMs am Eingang sind’s10… also HINEIN! Tatsächlich entpuppen sich die 10 Minuten dann als ca. 15 Sekunden, wir schwingen uns in ein Boot und schippern gespannt Jack Sparrow und seinen Kollegen entgegen. Davy Jones schaut heute etwas benebelt drein, am Strand liegen ein paar Skelette rum, die scheinbar auch niemand wegräumen will, Captain Barbossa steht säbelschwingend an Bord eines Piratenschiffs und unser aller Jack steht Oskar in der Tonne in nichts nach. Natürlich werden auch hier wunderschöne Damen zum Kauf angeboten, so manch ein Bewohner des Freibeuterstädtchens hat einen oder auch zwei über den Durst getrunken, und die YoHo!-singenden Kumpane sind natürlich auch zugegen. 

Wie sich das gehört, sitzt der Hund mit den Zellenschlüsseln im Maul schwanzwedelnd vor den ihn lockenden Piraten, und zum Abschied darf man noch einmal Captain Jack anhimmeln (wenn man das denn will), wie er da in einem Schaukelstuhl inmitten von Schätzen sitzt und irgendwas vor sich hinbrabbelt. 

Das sind sie also, die überarbeiteten Piraten. Paris ist schöner! Basta! Von außen sowieso und auch die Fahrt selbst ist besser, obwohl Jack fehlt. Den einen mickrigen Drop beim hiesigen Ride hätte man auch genauso gut weglassen können, dadurch wär’s nicht schlechter geworden. Allerdings kann ich der WDW-Version einen großen Vorzug nicht absprechen: sie ist komplett in Englisch. (Na, so was!!!) Nichtsdestotrotz… Piraten sind Piraten, sie sind irgendwie immer klasse und gehören definitiv zu jedem Disneyaufenthalt dazu. 

Nach unserem Ausflug in die Karibik drängt die Zeit. Wenn wir pünktlich wieder in Epcot sein wollen, sollten wir uns zügigen Schrittes zur Monorail begeben, was wir dann auch, für unsere Verhältnisse umgehend, tun. Noch während wir uns von Casey’s Corner bis zum Emporium durchkämpfen (hier vermisse ich zwar die Arkaden, die ich aus Paris gewohnt bin, aber dafür gehen hier alle Geschäfte auf der linken Seite der Main Street (vom Eingang aus betrachtet) ineinander über), füllt sich auch der letzte Winkel zwischen Main Street Station und Schloss mit Menschen, die sich das in Kürze beginnende Feuerwerk ansehen wollen. Wir bekommen davon allerdings nicht mehr allzu viel mit, denn die ersten Raketen werden abgefeuert, als wir schon wieder auf die Monorail warten. Während der Fahrt zum Ticket and Transportation Center und von dort weiter nach Epcot, bieten sich immer wieder wunderschöne Blicke auf die Parks, die beleuchteten Hotels und überhaupt alles. Hach, das ist so schön hier! Mein erster echter Disneytag ist noch nicht mal zu Ende und ich habe schon so viele tolle Eindrücke gesammelt, wie sie so mancher Pauschaltourist in seinem ganzen Urlaub nicht zusammenkriegt. 

Eigentlich schade, dass wir uns Wishes im Magic Kingdom nicht doch noch angeschaut haben. Vom Hotel aus waren ja viele Effekte nicht so gut zu erkennen und auch die Perspektive war nun mal eine andere als die, für die das Feuerwerk ausgelegt ist. Illuminations wird da jedenfalls kaum mithalten können, aber mein Interesse ist natürlich schon recht groß, weil ich es noch so gar nicht kenne. 

Wie ich das abendliche Spektakel in Epcot dann tatsächlich erlebt habe, erfahrt ihr allerdings erst morgen. 


Und ich verrate es Euch auch noch nicht ... sagt der Bilderfisch Wink 


Damit also bis später! 

Gruß vom Kolibri und Cheers vom Flounder
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Tut mir leid, aber ich bin dieses WE ein bisschen faul. Seit dem Urlaub bestand mein Tag nur aus arbeiten gehen, Wäsche waschen, Tochter kuscheln und bekochen und natürlich Bericht schreiben. Stundenlang wohlgemerkt. Dadurch kam ich immer viel zu spät ins Bett und wollte jetzt einfach mal ein paar Stunden nur faul sein. Gestern waren wir bei Disney on Ice in OB und heute habe ich seeeehr lange geschlafen. Aber jetzt geht’s langsam weiter… 

Kommen wir also zu Illuminations: 

Wir kommen zeitig genug wieder in Epcot an um uns noch einen schönen Platz in den vorderen Reihen mittig vor der World Showcase Lagoon zu sichern, genau gegenüber des American Adventures. Eigentlich der ideale Platz, auch wenn man von vielen Stellen rund um die Lagune ebenfalls einen sehr guten Blick hat, da das Feuerwerk in vier Richtungen symmetrisch ausgerichtet ist. 

Man sollte nur darauf achten, dass man keine Insel oder einen Baum vor der Nase hat. Sehr gute Plätze sind auch in Norwegen, von Deutschland bis Japan und vor einer Baumgruppe zwischen Kanada und England zu finden. 

Wir sitzen aber jetzt ganz entspannt mit einem Haufen anderer Leute auf dem noch warmen Boden und lassen erst einmal die wunderschöne Beleuchtung auf uns wirken. Rund um den See sieht man die stimmungsvoll angestrahlten Länder und alle 50 Meter oder so stehen am Ufer große, brennende…äh… ich nenne es mal Fackeln (Flounder wird sicher irgendwann auch noch ein Foto einfügen, auf dem man erkennen kann, was ich meine). Doch auch die abendliche Atmosphäre Future Worlds in unserem Rücken lässt nichts zu wünschen übrig. Spaceship Earth sieht jetzt sogar noch viel beeindruckender aus. 

Aus den Lautsprechern hört man recht poppige Musik, die eigentlich nichts mit Disney zu tun hat, untermalt vom Gemurmel der Menschen, und die immer noch milde Nachtluft tut ihr Übriges, damit wir uns einfach wohlfühlen. Noch 10 Minuten bis zum Feuerwerk. Flounder überprüft die Einstellungen des Camcorders, bringt sich allmählich in Position und dann geht es auch schon los. 

Eine tiefe, männliche Stimme, die das Bild eines alten, weisen Indianerhäuptlings vor meinem inneren Auge heraufbeschwört, begrüßt uns und erzählt dann kurz, worum es in der gleich folgenden Geschichte aus Feuer, Wasser und Licht, die mitten auf der Lagune stattfindet, geht. Wir werden die Entstehung der Erde vom Urknall bis zu unserer heutigen Welt erleben. 

Und dann kommt eine Kleinigkeit, die ich einfach ganz toll finde und über die ich mich auch später immer wieder wie Bolle freue, weil’s so ein netter Effekt ist. Und zwar brennen ja nach wie vor alle Fackeln um den See herum und alles ist beleuchtet, während der Indianer erzählt. Am Ende wünscht er uns viel Spaß und pustet dann sozusagen alle Lichter aus. Hört bei dem dazugehörigen Video einfach mal hin, auch wenn es live natürlich wesentlich besser rüberkommt. Vielleicht haltet ihr mich ja auch für leicht bekloppt, aber manchmal sind es einfach irgendwelche Kleinigkeiten, die für mich eine riesen Menge ausmachen. 

Jedenfalls geht es, nach dem die Lichter erloschen sind, mit leiser Musik los, die sich schnell steigert und von einem ziemlich wilden Feuerwerksreigen und respektablen Feuerbällen und Explosionen begleitet wird. Hier wird der Urknall dargestellt. 

Anschließend schwimmt ein riesiger Globus, dessen Kontinente aus unzähligen kleinen Lichtern bestehen, in die Mitte der Lagune. Untermalt von bunten Wasserspielen folgt nun ein langer Teil, in dem man auf den Kontinenten mitverfolgen kann, wie sich langsam des erste Leben auf der Erde entwickelt. 

Zunächst ist alles noch blau, von Wasser bedeckt, später entstehen die Kontinente, werden von Pflanzen bedeckt, die ersten Tiere entstehen und irgendwann auch der Mensch. Diese Sequenz ist ziemlich lang, einfach um zu verdeutlichen, wie viel Zeit diese Entwicklungen auf der Erde in Anspruch genommen haben. Entsprechend ruhig ist auch die Musik. 

Doch bald schreitet die Entwicklung zügiger voran, die Musik wird schneller, die Wasserspiele höher, die Länder am Ufer der Lagune werden in zwei (oder drei?) Schritten mit unzähligen Lämpchen beleuchtet (ähnlich, wie man es von der abendlichen Main Street kennt), was den Zuschauern Laute des Entzückens entlockt, und bald beginnt auch das Feuerwerk wieder, und zwar ein wirklich tolles. Dann folgt noch einmal ein kurzes, knalleffektfreies Stück, begleitet von einem passenden Lied (wäre auch doof, wenn’s nicht passen würde) und dann folgt die finale Feuerwerksszene, die im wahrsten Sinne des Wortes mit einem Knaller endet. 

Das gerade erwähnte Video ist in 2 Teilen zu sehen. Teil 1 ... Teil 2 ... viel Spaß! 

Das Vögelchen ist hin und weg! Wie schön! Wie WUNDERSCHÖN!!! Da kann Wishes doch sofort einpacken. Ich habe mal wieder Tränen in den Augen, aber diesmal vor lauter Begeisterung und Rührung. Perfekter hätte so ein ohnehin schon toller Tag gar nicht enden können. Ich bin ein sehr visueller Mensch, mag alles, was schön aussieht. Das können Sonnenstrahlen sein, die im nebligen Wald durch die Bäume fallen, ein roter Mond, der über einer ewig weiten Ebene steht, das erste Schneeglöckchen im winterlich grauen Blumenbeet oder eben ein wunderschön angelegter World Showcase mit hunderttausend Details und ein grandioses Feuerwerk, das sich im Wasser spiegelt. 

Es gibt da zahlreiche hitzige Diskussionen zwischen Illuminations-Befürwortern und -Gegnern im Netz. Die einen lieben es, die anderen finden’s total doof. Meine Position habe ich wohl unmissverständlich rübergebracht. 

Der zweite Teil, in dem sich nur der leuchtende Globus auf dem Wasser dreht, zieht sich ganz schön, wenn man nicht weiß oder erkennt, was auf den Kontinenten passiert und ich kann verstehen, wenn’s dann so Manchem zu langatmig wird, aber WENN man die Geschichte kennt und darauf achtet und die Musik dazu genießen kann, dann ist es fantastisch. Ich glaube, Merlin vom Stern weiß, wovon ich spreche Wink 

Es ist spät geworden und alle Attraktionen des Parks haben inzwischen geschlossen. In aller Ruhe bummeln wir durch Future World, schauen noch in das ein oder andere Geschäft, wobei Flounder gleich noch eine Sammlerbox mit 5 DVDs ersteht, und genießen ansonsten die Atmosphäre und die Tatsache, dass wir nun endgültig Urlaub haben. Besonders bemerkenswert ist, dass das Fischlein mit der Obsession für alle technischen Geräte, die eine Linse haben, nicht ein einziges Foto macht und nicht eine Minute in filmischer Form festhält. 

Nutzt also eure Fantasie und stellt euch einfach das Schönste vor, das euch einfällt. Dann wisst ihr vielleicht ungefähr, wie es uns gerade geht Wink 

Gegen 22 Uhr verlassen wir Epcot für heute. Wir können nicht leugnen, dass unsere Füße nicht mehr ganz so fit sind wie noch vor rund 15 Stunden (wer die Wegstrecke kennt, die wir heute zurückgelegt haben, wird das nachempfinden können) und auch sonst fordert der Körper Tribut. Doch bevor wir uns dem wohlverdienten Nachtschlaf hingeben, fahren wir die wenigen Meilen von Epcot zum Motel, stellen den Wagen ab und huschen dann noch schnell in den Publix schräg gegenüber. Wir decken uns mit Getränken, Chips und Süßigkeiten ein und verkriechen uns kurze Zeit später in unseren ca. 329 Kissen. Und während das scheinbar unermüdliche Flossentier noch die Fotos auf’s Notebook zieht, dämmere ich schon nach wenigen Augenblicken weg. 

  

 

[Foto 1: Publix; Foto 2: Werbung für das, was wir gerade erlebt haben; Foto 3: Auf dem Weg zurück ins Zimmer ein Schnappschuss von Kissimmee Oldtown] 

Falls also noch Irgendwas Aufregendes passiert ist, kann Flounder gern noch ein paar ergänzende Worte hinzufügen. 

Es grüßen der Kolibri ... und der Fisch, der schon während des Überspielens der Fotos ins Reich der Träume überging und somit diesem wunderbaren Tag nichts hinzuzufügen hat.
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Tag 5 
Dienstag, der 4. März 2008
 

Der nächste Tag beginnt wie jeder andere auch: die Sonne geht auf. 

Erfreulich, denn auch wenn Freizeitparks im Dunkeln immer einen ganz besonderen Charme haben, so möchten wir das Magic Kingdom, dessen Besuch heute auf unserem Plan steht, zuvor auch gern im Hellen bewundern dürfen. 

Doch halt… vor all dem steht ja auch schon wieder ein Besuch im Contemporary Resort an, und das ist auch gut so. Denn nachdem wir die letzte brauchbare Mahlzeit gestern am späten Mittag in Epcot zu uns genommen haben, gelüstet es uns nach ein wenig fester Nahrung, die diese Bezeichnung auch verdient. 

Da kommt ein Character Breakfast im Chef Mickey‘s ja gerade recht. Die Reservierung hat der Fisch schon vor etlichen Monaten gemacht und zwar für 7 Uhr 20, damit wir anschließend noch der Eröffnungszeremonie des MK beiwohnen können. 

Wir erreichen unser erstes Tagesziel auch recht pünktlich, bekommen zügig einen Tisch mit Blick auf Cinderella’s Castle zugeteilt und stürzen uns nach einem Blick auf die Uhr ebenso zügig auf das Buffet. Bei dessen Anblick wird uns jedoch schnell klar, dass wir die Eröffnung des nahe gelegenen Parks wohl doch an einem anderen Tag erleben werden. 

Also, durchatmen und in aller Ruhe bedienen. 

Die Auswahl lässt nichts zu wünschen übrig. Frisches Obst, Joghurt, Müsli, Bagels, Käsewürfel, Frischkäse, Mickey-Waffeln, Pfannkuchen mit oder ohne Ahornsirup, Würstchen, Speck, Lasagne, Omelett, Aufläufe, Pizza, French Toast, Kartoffelspalten, Hash Browns, alle möglichen Flakes und noch mindestens 1.000 andere Köstlichkeiten. Wir futtern uns im Laufe unseres Besuchs mehr oder weniger einmal durch’s Sortiment (wobei wir die Flakes bis zum Schluss übersehen) und bekommen von unserem Kellner die ganze Zeit O-Saft nachgefüllt. 

Etwas lästig ist nur, dass wir ständig massiv beim Essen gestört werden. 

Nacheinander kommen Donald, Goofy, Minnie und Mickey und jeder einzelne will ein Foto mit uns machen. Mal mit dem Fisch, mal mit mir und dann nerven sie sogar noch die Leute vom Nebentisch, damit sie ein Foto mit uns beiden bekommen. 

Aber man will ja nicht unhöflich sein, und so lassen wir den Vieren ihren Spaß Wink 

  

  


Nachdem wir uns wirklich kugelrund gefuttert haben (wer weiß, wann wir wieder was zu essen bekommen?), ist es tatsächlich schon recht spät und jetzt drängt es uns doch hinüber zum Magic Kingdom. Eigentlich könnten wir von hier aus bequem zu Fuß gehen, aber wir dürfen nur 3 Stunden am Hotel parken und müssen leider zum Ticket and Transportation Center fahren und dort in die Monorail umsteigen. Doch da wir die Eröffnung ja sowieso schon verpasst haben, brauchen wir uns auch nicht zu hetzen. 

Ach… und dann sind wir ja auch heute verabredet. Und zwar mit Silke, Alex und deren Töchterchen Tyra-May aus einem anderen Internet-Forum. Ein paar SMS später sind beide Parteien im Glauben, es sei ein Treffpunkt ausgemacht, und so warten wir schon freudig vor der Main Street Station während unsere Tagesgefährten die Monorail Station am Ticket and Transportation Center nach uns absuchen. Doch ein finaler Anruf bringt endlich Licht ins Dunkel, gerade rechtzeitig, bevor der Akku des Handys für den Rest des Urlaubs den Geist aufgibt. Wie gut, dass wir für die übrigen Tage keine weiteren Verabredungen getroffen haben. 

Außerdem hat Flounder die Wartezeit ja sinnvoll genutzt und zur Abwechslung mal ein paar Fotos gemacht Wink 

  

  


Nachdem unser Fünfergrüppchen dann endlich zusammengefunden hat, verlieren wir auch keine Minute mehr und erobern den Park. Beim Anblick der 17 Monate alten Maus im Buggy wird mein geschundenes Mutterherz ganz weich und weil ich schon, böse wie ich bin, meine eigene Süße zu Hause gelassen habe, muss nun dieses Kind dran glauben. Ab der Main Street schlüpfe ich in die Rolle der persönlichen Kinder-Entertainerin. Wir tanzen zu der Sangeskunst einiger Damen im Jahrhundertwende-Kostüm und trotzen tapfer der Übermacht der Eindrücke. Wer wird denn da von Reizüberflutung sprechen??? Wink 

 


Doch heute geht es zügig voran. Die kleine Familie an unserer Seite verbringt nur einen Tag hier im Land der Maus, und so halten wir uns nicht allzu viel mit Fotografieren und Filmen auf *hüstelhüstel*. Unser erstes Ziel heißt Haunted Mansion. Der Park ist überschaubar voll und die Wartezeiten somit gering. 

 


Tja, was soll ich sagen? Das Geisterhaus liegt nett da, in einer Ecke des Liberty Square, aber ehrlich gesagt finde ich das Pendant im DLRP einen Tick mehr … na eben „haunted“. Doch warten wir ab, wie uns die Geister im Inneren empfangen werden. 

Auf jeden Fall anders als in Paris, und irgendwie fühle ich mich hier besser aufgehoben. Insgesamt kommt mir die Fahrt kürzer vor, aber es gibt sehr viel Neues zu entdecken. Besonders der Dachboden und die Friedhofszene gefallen mir wesentlich besser. Hier gibt es zwar weniger Skelette, aber es macht einfach mehr Spaß. Beim nächsten Besuch werde ich auch sicher noch viel mehr Eindrücke mitnehmen. (Am Ende unseres Urlaubs werden wir keine Attraktion so oft besucht haben, wie das Haus der 999 Geister.) 

Vom Liberty Square gehen wir auf direktem Weg weiter in die hintere Ecke des Frontierlands, wo wir uns zunächst Fast Pässe für den Big Thunder Mountain holen. 

Doch jetzt ist es endlich soweit!!! *Trommelwirbel*… das Vögelchen darf endlich Splash Mountain fahren. Den sagenumwobenen, viel gepriesenen Drop erleben und dabei hoffentlich nicht vollkommen nass werden. Zunächst beobachte ich einige der herabstürzenden Baumstämme, höre mir das Geschrei der Leute an und schätze den anschließenden Wassergehalt ihrer Kleidung. Ich komme zu dem Schluss, dass die Fahrt für mich geeignet ist und begebe mich mit Flounder ins Abenteuer. Er ist hier bei Bruder Hase und Bruder Bär voll in seinem Element. Nicht umsonst zählt der Zip-a-dee-doo-dah-Berg zu seinen liebsten Attraktionen. 

Wir landen ganz hinten im Baumstamm und ich bin beruhigt, denn der Platz mit der höchsten Durchweich-Quote ist vorne rechts. 

Als es losgeht, bin ich ganz aufgeregt. Ich traue grundsätzlich keiner Fahrt mehr über den Weg, von der Flounder zuvor behauptet hat, sie sei harmlos. 

Und das ist sie auch nicht. Meine Tochter hätte die Pimpernellen gekriegt ob der zahlreichen Wasserfälle, aber Mama hat Spaß für zehn. So süß ist das mit den Szenen aus Onkel Remus Wunderwelt, zwischendurch sanfter Nervenkitzel und dann die Unheil verheißenden Geier, kurz bevor man in der Tiefe das Dornendickicht erblickt, in das man dann rettungslos hinabstürzt. Ich schreie wie verrückt, denn das mache ich immer, wenn ich irgendwo abstürze, aber anders als bei ToT habe ich hier zugleich noch ein Grinsen im Gesicht. Und nass werde ich auch kaum. Schöne Fahrt das! Erleichtert genieße ich die letzte Szene mit den tanzenden Hühnern auf dem Raddampfer und was eben sonst so zu sehen ist und entsteige hochzufrieden dem merkwürdigen Boot. Das war sicher nicht der letzte Besuch in dieser Ecke des Frontierlands. 

Wir nutzen noch den Babyswitch (eine willkommene Gelegenheit für den Plattfisch zum Fotografieren), denn Silke und Alex sollen schließlich auch was von ihrem Besuch haben, und dann geht’s auch schon weiter zum Adventureland. 

  


Und damit neigt sich wieder ein Beitrag dem Ende zu ... doch der nächste folgt bestimmt Smile 

Gruß von Vogel und Fisch ...

Da heute natürlich in erster Linie die Main Attractions auf dem Programm stehen, dringen wir zum zweiten Mal in die Welt der Piraten vor. Allerdings bekomme ich diesmal nur wenig von dem mit, was um mich herum geschieht, denn ich bin eher mit dem kleinen Mädel beschäftigt, das auf meinem Schoß sitzt (manchmal auch steht) und eigentlich die ganze Zeit von einer Ecke in die nächste zeigt und ruft: „Da!“ oder auch „Da!“ Ich find das soooo süß, wenn die Kleinen sich alles verwundert mit großen Augen ansehen. Dass sie im Grunde noch nichts von dem kapieren, was da eigentlich los ist, lassen wir mal außer Acht Wink 

  


Bei der Jungle Cruise, die ja nur ein paar Schritte von den Piraten entfernt liegt und damit folgerichtig die nächste von uns besuchte Attraktion ist, wiederholen wir dann das Kind-auf-Schoß-Spiel gleich noch mal, doch ich bemühe mich, trotzdem möglichst viel zu sehen und von dem zu verstehen, was der CM im Bug des Bootes so erzählt. Doch er redet so unglaublich schnell, dass ich viele der Scherze nur deshalb mitkriege, weil ich sie alle zuvor schon mal im Internet nachgelesen hatte. Frau will ja nicht unvorbereitet in den Urlaub fahren, was allerdings mit dem Fisch ohnehin nicht möglich ist. 

Insgesamt gefällt mir die Bootstour sehr gut. Irgendwie bekomme ich gar nicht mehr mit, dass nur ein paar Meter entfernt der Trubel des MK unvermindert weiter geht. Es ist so „dschungelig“ um uns herum. 

Überall gibt es viele schöne Details zu entdecken, was ich sowieso liebe und extrem wichtig finde und auch die einzelnen Szenen sind klasse gestaltet. Es fällt kaum auf, dass die Audioanimatronics schon einige Jährchen auf dem Buckel haben und es wird garantiert nie langweilig. Denn selbst, wenn man mal ein Weilchen warten muss, weil sich kurz vor Schluss ein paar Boote stauen, haben die CMs immer noch einen lockeren Spruch auf den Lippen, um für Kurzweil zu sorgen. 

Sicher ist, dass ich auch hierher noch einmal zurückkehren werde. 

Dann also bis zum nächsten Mal! 

 

 


Das nächste Abenteuer, das uns erwartet, ist gänzlich anderer Natur und liegt noch dazu am entgegengesetzten Ende des Parks. Wir starten durch in Richtung Tomorrowland und ab in den Weltraum, wo wir Buzz Lightyear einen Besuch abstatten. 

Diese Fahrt kenne ich im Grunde ja schon aus Paris, nur in einer etwas anderen Version und um es gleich zu sagen: sie schlägt das Pendant in Orlando um Längen. Die Szenarien sind zwar unterschiedlich, aber in jeder Hinsicht vergleichbar, doch die eine Kleinigkeit, die Tatsache, dass man die Laserpistolen in Paris frei bewegen kann, und dass sie im MK fest am Space Cruiser (dem Wagen) befestigt sind, entscheidet in diesem Fall eindeutig über Top bzw. Flop. 

Fazit: enttäuschend und keinen weiteren Kommentar wert. 

 


Im Anschluß daran geht es noch höher hinaus ins All. Space Mountain erwartet uns, mal wieder mit nur wenigen Minuten Wartezeit, und so machen sich zunächst Silke und Alex auf den Weg zu den Sternen. Während der Wartezeit wegen des Baby Swaps, die ich einmal mehr mit dem kleinen Wonneproppen verbringe, entschließt sich Flounder dazu noch einmal schnell Buzz Lightyear zu fahren – in der Hoffnung, daß die zweite Fahrt evtl. etwas besser wird. Fehlanzeige Sad Jetzt sind die beiden Mitstreiter auch wieder zurück und auf geht’s. 

Alles hier ist so völlig anders, als ich es aus Paris kenne, dass es töricht wäre, einen Vergleich anzustellen, also lasse ich es bleiben. Der Wartebereich ist nett gemacht mit so… ja, ich weiß auch nicht… so eine Art Fenster, durch die man in den Weltraum schaut, in dem dreidimensionale Satelliten, Planeten usw. umherschwirren. Sieht so ein bisschen hologrammartig aus, aber richtig beschreiben kann ich’s nicht. 

Die einzelnen Raketen, mit denen wir das All erforschen werden, sehen irgendwie putzig aus. Eigentlich viel zu klein aber zugegebenermaßen habe ich noch nie so bequem in einer Achterbahn gesessen. Die Sitze ähneln eher kleinen Fernsehsesseln. 

Und dann geht’s los. Zuerst noch recht ruhig, aber durchaus schon witzig. Dann wird’s bald immer schneller und wir erklimmen schwindelerregende Höhen. Es ist vergleichsweise hell in der Halle und man kann den Streckenverlauf ziemlich gut erkennen. Ich finde, das ganze Gestell, auf dem wir uns bewegen, sieht nicht sonderlich Vertrauen erweckend aus, was dem Ganzen doch einen gewissen Kick verleiht. Die Fahrt kann man wohl am ehesten mit so was wie der Wilden Maus vergleichen. Abrupte Schlenker und Drops und es ist insgesamt ziemlich wackelig und ruckelig. Ein paar Mal erschrecke ich mich auf sehr angenehme Art und fange schließlich an zu lachen. Blöd nur, dass ich nicht mehr damit aufhören kann Wink Immer noch leicht dämlich gackernd erreiche ich wieder den festen Boden und freue mich schon auf die nächste Reise durch den weißen Berg. 

Draußen wirft Flounder noch einen Blick mit Wehmut auf ein komisch aussehendes Gebäude, von dem Wasser herabfließt. Die ehemalige Skyway Station des Tomorrowlands. Wohl etwas für Nostalgiker ... 

  



Gute Nacht Ihr Lieben ... 

Vogel und Fisch warten morgen mit neuen Abenteuern auf!

 

Auch heute ein paar Zeilen ... 


Im Tomorrowland haben wir damit auf jeden Fall schon mal das gesehen, was uns vorrangig interessierte, doch wir werden später am Tag noch einmal hier vorbeikommen. 

Palmen gibt es hier übrigens auch Wink 

 


Nun besuchen wir erstmal einen Teil des Parks, der für mich vollkommen neu ist: Mickey’s Toon Town Fair. Und auch wenn wir ein Kind dabei haben, sparen wir uns den Besuch von Mickeys oder Minnies Haus, denn ich glaube, es würde Tyra-May nur wenig Freude zu bereiten, das Fantasiehaus einer Maus zu besuchen, die sie sowieso noch nicht wirklich kennt und dann noch nicht einmal was anfassen zu dürfen. 

Also testen des Mädels Mutter, Vogel und Fisch flott die Kinderachterbahn „Goofy’s Barnstormer“ an. So bequem die Sitze im Space Mountain waren, so bretthart und unbequem sind sie hier. Die Fahrt ist niedlich, sicher noch nichts für die ganz Kleinen, aber auch unglaublich kurz. Für diejenigen, die einen Vergleich zu Paris brauchen: Man nehme die Länge der Indiana Jones Fahrt und halbiere diese gefühlsmäßig. Andererseits würde jede weitere Sekunde in dieser Bahn zumindest bei Erwachsenen auch bleibende Schäden am Rückgrat verursachen. 

  

 


Nach dem Einrenken der Lendenwirbel schauen wir uns noch ein wenig um, verlassen dann aber auch schon die kunterbunte Cartoonwelt mit der ganz eigenen Architektur (erinnert mich irgendwie an die Werke eines Luftballonkünstlers *grübel*) und tapern frohen Mutes hinüber ins Fantasyland. Ich bin ja schon sooo gespannt! Ich liebe... also ich LIIIIIEBE… das Fantasyland im DLRP und habe natürlich auch von dem, was mich hier nun erwarten wird, vorab mal wieder mehr als genug Bilder und Filmchen gesehen. Und es kommt, wie erwartet. Schon nach wenigen Schritten und Blicken steht mein eindeutiger Sieger (weiterhin) fest. Doch wenn ich das richtig mitgekriegt habe, stehe ich mit meiner Meinung ja auch nicht ganz allein da. 

Ich weiß gar nicht, wie ich es erklären soll, aber die Bebauung hier ist irgendwie zu massiv. Betrachten wir das Ganze mal vom Schloss her kommend. In meinem Kopf setzt sich das Bild von einer langen Mauer zur Rechten fest, an die alle paar Meter eine andere Fassade gepappt wurde und außerdem von einer Dumbo-Fahrt, die irgendwie deplaziert wirkt, weil links der Park scheinbar aufhört (dort ist einfach nichts außer Bäumen) und sie gewissermaßen zwischen zwei Welten liegt. Der Platz vorm (bzw. hinterm) Schloss mit Cinderella’s Golden Carousel könnte hingegen eigentlich ganz nett sein, wäre da nicht das Schloss. Es wird von den Gebäudemauern links und rechts geradezu erdrückt und wirkt so eingequetscht. Und mal ganz abgesehen davon ist die Rückseite des Schlosses eine optische Katastrophe. Durch die riesigen Fenster, hinter denen sich das Restaurant Cinderella’s Royal Table verbirgt, wirkt der untere Teil unglaublich klotzig, der obere Teil, in der bekannten Forced-Perspective-Manier gebaut, wirkt entsprechend unverhältnismäßig klein. Was für ein Glück, dass die Imagineers bis zum Bau des Schlosses in Paris noch ein bisschen Zeit zum Üben hatten Wink Stilistisch gesehen ist das Fantasyland eigentlich ganz schön und hat auch durchaus ein paar nette Ecken und Details, aber mir fehlt die schöne, lockere Aufteilung und besonders das viele Grün, das im DLRP geboten wird. 

Nun gut, es hätte noch schlimmer kommen können, aber das Gelbe vom Ei ist es eindeutig nicht. 

  

 


Da in Kürze Paradenzeit ist, halten wir uns für’s Erste auch gar nicht so lange hier auf. Ich drehe „schnell“ mit Tyra-May eine Runde auf Cinderella’s prächtigen Pferden und dann begeben wir uns auf direktem Wege durch’s Schloss ins Frontierland, wo nach der Parade der Big Thunder Mountain auf uns wartet. Wir positionieren uns vor einem Wagen, an dem Silke und Alex eine leckere Zwischenmahlzeit in Form eines Turkey Legs zu sich nehmen und auch gleich die gierig heraneilenden Vögel mit verköstigen. Bäh… hier gibt es Kannibalenvögel. Ich weise jegliche Verwandtschaft mit diesen Viechern entschieden von mir!!! 

 

 


Und damit ist dieser Abschnitt auch schon wieder vorbei. Weiter geht es mit Disney’s Dreams come true Parade – und zwar morgen Wink 


Gruß von Kolibri und Fisch

 

Heute ist scheinbar der Tag der Reiseberichte ... und damit machen wir auch hier den nächsten Schritt Smile 


Ich beobachte die gefiederten Zweibeiner noch ein wenig, doch schon nach wenigen Minuten wird meine Aufmerksamkeit von der plötzlich erklingenden Paradenmusik in Anspruch genommen. Irgendwie komisch. Ich hab mich schon so an die Musik aus Paris gewöhnt, dass ich zunächst gar nicht reagiere und es eine paar Lidschläge braucht, bis ich begreife, dass diese Melodie das Herannahen einer Reihe mir noch vollkommen unbekannter Wagen ankündigt. 

Kurz zuvor war schon eine Miniparade zum Film Enchanted vorbeigezogen (hier unsere Aufnahme der „Enchanted Parade“ auf YouTube), doch jetzt geht’s zur Sache. Das, was da auf uns zukommt, sieht schon aus der Entfernung viel mehr nach einer richtigen Parade aus. Natürlich wird der ganze Zug von Mickey angeführt und im Schlepptau hat er jede Menge Tänzer und andere Spaßmacher und natürlich Wagen aller Art und mit allen möglichen Charakteren besetzt. Also, davon könnte sich das DLRP wirklich mal ’ne Scheibe abschneiden. Die Musik finde ich zwar auch nur durchschnittlich, doch die Parade selbst ist wirklich schön und das, obwohl sie auch nicht mehr die Jüngste ist. Und auch unsere kleine Begleiterin wirkt sehr angetan. 

  

 

 


Und auch dazu haben wir hier für Euch zusätzlich noch die passenden bewegten Bilder: 

Disney Dreams Com True Parade - Part One 
Disney Dreams Com True Parade - Part Two
 


Nachdem auch das letzte Float an uns vorüber gezogen ist, strömen die Massen wie üblich hinter der Parade her. Wie praktisch, dass wir genau in die andere Richtung müssen. Der Wilde Westen ruft und uns zieht es unweigerlich zum Big Thunder Mountain. Was nicht zuletzt an der inzwischen relativ weit fortgeschrittenen Stunde liegt, denn unsere Fast Pässe sind jetzt gültig. 

  


Nach einem Blick zum Himmel beschleunigen wir unseren Schritt, denn es hat sich ziemlich zugezogen, und der Regen wird sicher nicht mehr lange auf sich warten lassen. 

Mit dem Fisch wage ich als erste die Fahrt durch die verlassene Mine, und wir kommen auch tatsächlich unbeschadet und besonders trockenen Fußes wieder zurück. Das hat doch wirklich Spaß gemacht. Der Ride selbst ist zwar in Paris besser, schon allein durch die Stücke am Anfang und Ende, wenn man unter dem See durchfährt, aber die MK-Version bietet einfach mal ein paar neue Anblicke und auch durchaus die ein oder andere kleine Raffinesse in der Streckenführung. Fazit: Gern noch mal! 

Inzwischen nieselt es fröhlich vor sich hin, aber Regen kann man das, was da vom Himmel tröpfelt, noch nicht nennen. Also beschließen nun auch Silke und Alex , sich auf die Spuren der Goldgräber zu begeben. 

Als die beiden eine Weile später wieder zu uns stoßen, drängt sich uns die Frage auf, ob die Goldgräber seinerzeit wohl auch immer so kladdernass aus den Minen zurückkehrten. Muss ja ein wirklich blöder Job gewesen sein Wink Und so erlebe ich zum ersten Mal das merkwürdige, mittelfloridianische Wetter. Gerade noch Sonne und jetzt schon hat der Himmel seine Schleusen geöffnet. Was bleibt uns anderes übrig, als uns in die gegenüberliegende Raucherecke zu verkriechen, die verregnete Aussicht auf Tom Sawyer’s Island zu genießen und abzuwarten? Eben! Und so stehen wir und stehen und stehen… Doch fast ebenso schnell, wie der Regen kam, ist er auch schon wieder verschwunden und da jetzt gerade kaum Besucher in die nassen Wagen des BTM einsteigen wollen, nutzen wir kurzerhand die Gunst der Stunde und drehen jeweils noch eine Bonusrunde. Der Fahrtwind hat für Silke und Alex einen leichten Föhneffekt, und so können wir uns anschließend fast trocken in neue Gefahren stürzen. 

 


Zugegeben… es wäre etwas übertrieben, an diesem Punkt von Gefahr zu sprechen, jedenfalls im herkömmlichen Sinne, denn wir landen nach ein paar Überlegungen, was man denn auf jeden Fall gemacht haben sollte, bei „it’s a small world“. 

Die Gefahr liegt hier für die Herren der Schöpfung wohl am ehesten darin, dem Wahnsinn zu verfallen und für uns Mädels darin, dass wir einem heimtückischen Mord zum Opfer fallen, verübt durch unsere soeben wahnsinnig gewordenen Begleiter. Nun, Flounder weiß ja zum Glück, was ihn erwartet und Alex beißt mehr oder weniger tapfer die Zähne zusammen. Und drei Frauen gefällt’s. Das Kitschgen ist eindeutig fest in unserer DNA verankert. 

Schade finde ich hier im MK übrigens, dass die gold-weiße Fassade der Attraktion, die durchaus mit der im DLRP zu vergleichen ist, in einem anderen Gebäude im Fantasyland liegt. Dadurch kommt sie gar nicht so schön zur Geltung wie in Paris. Und auch die Farben der einzelnen Szenarien sind hier doch noch sehr durch die 70er Jahre geprägt. Es ist nicht ganz so pastellig hat aber durchaus eine gewissen Retro-Charme. Bei Gelegenheit werde ich mir das aber auch noch mal etwas genauer ansehen. 

Doch zuvor weckt Mickey’s Philharmagic unsere Neugier. Noch in heimischen Gefilden hat man ja schon so mach begeisterten Bericht über diesen 3-D-Film gelesen. Ich bin gespannt. Ich mag diese Art Filme. Lange warten müssen wir nicht, nehmen ein paar Plätze ungefähr in der mittigen Mitte ein, lehnen uns zurück und harren der Dinge, die da kommen mögen. 

Es geht im Großen und Ganzen weniger um Mickey, wie ja der Name vermuten lassen würde, sondern um Donald, der auf magische Weise und durch die Kraft der Musik in die Welt der Disneyfilme gelangt. Auf seine unnachahmlich trottelige Art stolpert er durch so bekannte Streifen wie Die Schöne und das Biest, König der Löwen, Fantasia, Arielle, Peter Pan oder Aladdin und natürlich gibt es immer die bekannten und beliebten Melodien dazu. 

Effekte wie Wasserspritzer oder im Raum verströmte Düfte kennt man ja auch aus anderen Filmchen dieser Art, aber es gibt noch ein nettes Ende mit einer fliegenden Ente… Insgesamt finde ich den Film schön gemacht und so geht es sicher auch allen anderen, die die Disney-Zeichentrick-Klassiker ebenso sehr mögen wie ich und auch noch fast jedes Lied mitsingen können. 

Zwar sticht der Film nicht durch neue Errungenschaften im 3-D-Genre hervor, aber er ist einfach schön. Punkt. (Finde ich) 

So… was gibt es noch zu sehen? Ein wenig Zeit bleibt uns noch bis zum abendlichen Feuerwerk, also entscheiden wir uns für den Weg ins angrenzende Tomorrowland, wo sich Flounder und Alex ein bisschen in Stitch’s Great Escape gruseln (oder auch nicht gruseln), während ich mit Silke und Tyra-May draußen bleibe, weil ich mir nicht so ganz sicher bin, ob ich mich in diesem Ding wirklich wohl fühlen würde. Mit dem früheren Alien Encounter hätte ich sicher so meine Probleme gehabt, und deshalb schicke ich meinen Vorkoster-Fisch erstmal zum Testen rein. Ich kann mich ja nachhher immer noch entscheiden, ob ich die Attraktion später noch mitnehme oder einfach auslasse. 

Der Kommentar zum Abenteuer mit dem Experiment 626 bleibt also Señor Fisch vorbehalten… 

Nun, dann will ich mal einschreiten und die Erfahrung aus dem Gebäude, das vormals u.a. Flight to the Moon, Mission to Mars und den berüchtigten ExtraTERRORestrial Alien Encounter beherbergte, weitergeben. 

Wir gehen erst einmal durch den Eingang hinein, da es nicht all zu voll ist, und wir uns deshalb keine Gedanken über etwaige Abkürzungen oder mögliche Geheimeingänge machen müssen. Und dann sind wir auch schon drin. Etappe Eins liegt hinter uns. Ich bin gespannt, da ich bislang nichts übermäßig Gutes über Stitch’s Great Escape habe hören können. Aber nichts ist so wertvoll, wie die eigene Erfahrung. Und kurz vor dieser stehe ich gerade. 

Nach einer ausführlichen Einleitung, in der u.a. Skippy (vielen sicherlich noch bekannt aus dem Alien Encounter) eine nette „Gastrolle“ übernimmt, geht es weiter in die eigentliche Attraktion. Kurz zur Geschichte: Die Besucher sind zu Wächtern der Galaktischen Föderation ernannt worden und werden in dieser Funktion in den Teleportationsraum gebeten, in dem ein Gefangener in Empfang genommen werden soll. 

Im nächsten Raum setzen wir uns alle auf Sitze, die kreisförmig in mehreren Reihen um einen runden Glaskasten angelegt sind, der offensichtlich der Teleporter ist. Nachdem man von oben „fixiert“ worden ist geht es auch los. Hier und da wird noch etwas erzählt, bevor Stitch in dem Teleporter auftaucht. Das aber auch nur kurz, denn das Licht verlischt und Stitch verschwindet. Jetzt hört man von überall, wie Stitch im Raum herumhüpft, auch über die Köpfe der Gäste hinweg, was sich dadurch bemerkbar macht, daß die Fixierungsvorrichtung, unter der man sitzt, durch die Bewegungen von Stitch heruntergedrückt wird. Dann läßt uns Stitch noch an dem teihaben, was er vorhin gegessen hat und rülpst uns fröhlich eine Chili-Dog-Wolke ins Gesicht. Lecker ... 

Natürlich wird zeitgleich versucht Stitch wieder einzufangen, was letztlich auch gelingt, aber beim Versuch Stitch wieder durch den Teleporter zu jagen passiert ein Mißgeschick und man kann auf einem Monitor beobachten, wie das blaue, kleine Experiment auf einmal in Florida landet. Und zwar genau ... richtig ... im Magic Kingdom. Er hangelt sich von oben nach unten an Cinderella’s Castle herab, schleimt ein letztes Mal die Kamera zu, und dann wird man auch schon entlassen. So gehen wir um eine Erfahrung reicher nach draußen. 

Die Attraktion selbst gefällt mir immer noch. Natürlich fehlen die „Schock-Effekte“ aus dem Vorgänger, aber die grundsätzliche Idee ist immer noch vorhanden und die gebliebenen Effekte sorgen für ein paar Minuten Spaß. Aber ich denke nicht, daß ich ohne das Vögelchen diese Attraktion im Laufe des Urlaubs noch einmal besuchen werde. 

Und damit wieder zurück zum Kolibri ...
 

Die Zeitreise im Caroussel of Progress machen wir allerdings anschließend wieder gemeinsam. Auch diese Attraktion gehört nicht gerade zu den neuesten Errungenschaften des Magic Kingdom, doch sie gefällt mir wirklich gut. Ich kann mir aber vorstellen, dass sich hier mancher tödlich langweilt, der im Englischen nicht ganz so bewandert ist. Mit dem Sprechen ist es bei mir zwar auch nicht allzu weit her, aber ich verstehe zum Glück das Meiste und so entlocken mir die vier Szenarien, die das Leben in einer amerikanischen Kleinstadt zwischen dem Beginn des vergangenen Jahrhunderts und der Gegenwart widerspiegeln, so manches Schmunzeln. Flounder mag’s auch, Tyra-May ist’s wahrscheinlich eher suspekt bis egal und wie bzw. ob es Silke und Alex gefällt, vermag ich gar nicht zu sagen. 

Was ich mich allerdings auch im Nachhinein noch frage ist, ob jetzt wir uns im Inneren des Gebäudes um die Bühne gedreht haben oder doch die Bühne und die Außenwand um uns herum. Wenn ihr wisst, was ich meine… 

An diesem Tag werde ich die Antwort jedenfalls nicht mehr finden, aber ich habe ja auch die niemandem die entsprechende Frage gestellt Wink 

 


Es ist spät geworden. Die Attraktionen leeren sich zusehends und werden bald schließen. Wir lenken unsere Schritte durch das herrlich beleuchtete Fantasyland (da sieht man mal wieder, was so ein paar Lampen alles ausmachen), da wir vor dem Feuerwerk und der Schließung des Parks das zwingende Bedürfnis haben, noch einmal das Schloss zu durchschreiten, wie sich das gehört. 

 


Doch auf dem Weg dorthin bleiben wir noch bei Schneewittchen hängen (lieber wäre uns Peter Pan, was aber wegen „Refurbishment“ geschlossen ist). Ha… und schon wieder was, was man vergleichen kann. Irgendeine Version der Fahrt kennt ja jeder hier und deshalb komme ich gleich zu meinem persönlichen Schluss: Im Magic Kingdom ist die Fahrt wesentlich angenehmer. Sowohl vom Fahrgefühl als auch von der gesamten Aufmachung. Klar, auch hier können manche Szenen kleine Kinder erschrecken, aber die ganze Darstellung ist einfach netter, weniger gruselig. Inhaltlich ist es logischerweise so wie im DLRP, aber die Wagen fahren nicht ganz so ruckelig und zackig um die Kurven. 

  


Reinschauen lohnt sich auf alle Fälle, finde ich, denn es ist nun mal einer der Klassiker bei Disney und gehört eigentlich genauso dazu wie „it’s small world“ und die Piraten. 

  


Ein paar letzte Blicke durch das Fantasyland ... 

... und gleich geht es weiter Smile 


Gruß von Vogel und Fisch
 

 

Aloha, es gibt den Ende von Tag 5 zu lesen. Ist ja mal etwas Abwechslung hier Wink Frisch aus der Feder des Vögelchens ... und das im wahrsten Sinne des Wortes Very Happy 


Nach unserem Abstecher in den Märchenwald wird es nun aber endgültig Zeit, sich einen schönen Platz zu suchen, um das Feuerwerksspektakel zu genießen. 

Aus ungewöhnlicher Perspektive hatten wir’s ja schon, heute hätten wir gern die klassische Variante mitten vorm Schloss, das wir vom Fantasyland aus erstmal durchqueren müssen. 

Hatte ich zum Inneren des Schlosses schon irgendeinen Kommentar abgegeben? 

Wenn ja, gut. Wenn nicht, werde ich das jetzt auch nicht nachholen. Denn das, was einen in diesem Durchgang erwartet, ist im Vergleich zum Pariser Dornröschenschloss derart traurig, dass es keinerlei Beschreibung wert ist. 
Na gut… der Vollständigkeit halber… also es gibt (in unserer Laufrichtung) ein paar bunte, glitzernde Mosaikbilder mit Cinderellaszenen zur Linken und zur Rechten die Bibbidi-Bobbidi-Boutique, in die man aber offiziell nur einen Blick werfen darf, wenn man sein Kind dort verschönern lässt [was den Fisch aber im weiteren Verlauf des Urlaubs nicht davon abhält, sich da doch irgendwie reinzuschleichen Wink]. Tja, und das war’s auch schon. 

Ein Vorteil gegenüber Paris ist jedoch der, dass hier im Schloss nicht so viel Durchgangsverkehr herrscht. Ich führe das jetzt einfach mal darauf zurück, dass es eben auch nicht wirklich was zu sehen gibt und man auch von der Main Street aus erstmal seitlich an der Bühne vorbei muss, die mitten vor Cinderellas Domizil steht (was meiner Meinung nach auch der Optik abträglich ist). 

Die Brücke, die im DLRP fast wie eine Freitreppe ins Schloss führt, ist einfach einladender. 

Wir erobern uns einen Platz dort, wo in Paris der Central Plaza ist und sitzen nun genau mittig vorm Schloss. Ja, wir SITZEN. Eine Sache, die ich hier sehr zu schätzen lerne. Bislang war ich es gewohnt, eingequetscht zwischen lauter Menschen zu stehen, die mich fast grundsätzlich überragten, sofern sie nicht jünger als 12 waren. So richtig entspannt genießen konnte ich ein Feuerwerk eigentlich noch nie (ich erinnere mich mit Grauen an vergangenes Silvester) und man denke auch mal, in welcher Lage sich Kinder normalerweise befinden. Hier dagegen sitzen die Leute einfach vorm Schloss und bleiben auch sitzen. Auch während des Feuerwerks. Sehr angenehm. 

Natürlich muss man berücksichtigen, dass Wishes hier auch wirklich jeden Abend stattfindet und deshalb vielleicht nicht ganz so große Menschenmassen anzieht, wie in Paris und außerdem kann man sich hier so gut wie immer auf einen noch sonnenwarmen Boden setzen, der in Europa nur zu gern regennass ist. 

Na ja, und auf der Main Street stehen die Leute auch in Orlando. 

Wir erleben also das Nachtspektakel des MK in komfortabler Haltung und ich find’s mal wieder wunderschön. Der Blick vom Contemporary mag ja auch interessant gewesen sein, aber im Park ist es doch immer noch was anderes. 

Herrlich! Wenn ich jetzt wieder die Musik höre, die ich wirklich in- und auswendig mitsingen und -summen kann, muss ich zugeben, dass Wishes doch durchaus sehenswert ist. 

Und im Dunkeln mit toller Beleuchtung finde ich plötzlich sogar das Schloss ganz fantastisch. Das ist doch Disneyfeeling pur!!! Wobei man natürlich sagen muss, dass ja auch nur hier Disneyfeeling entstehen kann, denn nur hier spielt Disney ja überhaupt eine Rolle Wink (Aber Illuminations find ich immer noch einen Tick besser Very Happy ) 

  


Doch auch die letzten Funken der letzen Rakete verglühen irgendwann am Himmel und für uns bedeutet das, dass wir nun langsam den Heimweg antreten müssen. Wir sind alle sehr müde, allen voran Tyra-May und so begeben wir uns langsam aber sicher in Richtung Ausgang. Natürlich nicht, ohne noch ausgiebig das Lichterspiel auf dem Schloss zu bewundern und die Atmosphäre der beleuchteten Main Street aufzusaugen. 

Dabei bemerke ich dann auch noch etwas Positives. Die Leute hier haben irgendwie mehr die Ruhe weg. Es wird nicht soviel gedrängelt oder gar geschimpft, wie es mir in unseren Breiten schon so oft negativ aufgefallen ist. Alles ist hier irgendwie relaxter und damit meine ich buchstäblich ALLES. 

In bester Laune verlassen wir also den Park und beschließen, weil’s so schön war, mit dem Boot zum Ticket and Transportation Center überzusetzen. An Bord finden wir auch rasch ein gutes Plätzchen und dann tuckern wir los. 
Rundherum sieht man die beleuchteten Hotels, kann auch noch den ein oder anderen Blick zurück auf’s MK werfen und auch wenn sich die steife Brise, die über das Wasser weht jetzt doch bemerkbar macht und langsam die Wärme (trotz des zeitweiligen Regens) aus den Gliedern vertreibt, war es doch ein wunderschöner Tag, der sich jetzt leider dem Ende zuneigt. 

 


Doch davor steht noch der Weg zum Hotel, den wir in einer Mini-Kolonne, bestehend aus zwei Autos, zurücklegen, denn rein zufällig haben sich Silke und Alex mit ihrer Maus im gleichen Motel eingemietet, wie wir. Dort angekommen wird natürlich noch ein bisschen über den heutigen Tag erzählt und natürlich auch über das, was die nächsten Tage so bringen werden, doch dann trennen sich unsere Wege. Während unsere drei Weggefährten morgen weiter in die Universal Studios fahren, warten auf uns morgen schon wieder ganz neue Abenteuer und Eindrücke in Disney’s Hollywood Studios. 

Ein paar wohlverdiente Stunden Schlaf können da sicher nicht schaden. Denn ausgeruht lässt sich so ein (mit Sicherheit wieder sehr langer) Tag doch gleich viel besser an. 

Noch ein letzter Blick auf die Straße, und dann ist endgültig Matratzenhorchen angesagt ... 

 


[Falls Ihr den Blick auf Wishes aus unserer heutigen Sicht auch gerne nacherleben möchtet, dann laßt es uns wissen. Ich (Fisch) stelle es dann gerne noch außer der Reihe zum Vergleich bei den TubenFreunden ein.]
 

Und damit erst einmal Gute Nacht und bis morgen. Das Wochenende wird weitere Beiträge bringen ... haben wir doch (kinder)frei. Und außerdem liegt der Fisch (also in dem Falle ich) krank im Bett. 

Gruß vom Vögelchen und ein Cheers vom Plattfisch Smile

 

So, ihr Lieben! Jetzt geht’s endlich weiter. Ich weiß nur nicht, wie viel heute zusammenkommt, denn ich bin auch nicht so ganz auf der Höhe und eigentlich ziemlich müde. Andererseits… wenn ich am kinderfreien WE nicht die Zeit zum Schreiben nutze, wann dann??? 


Tag 6, 
Mittwoch, der 5. März 2008
 

Beginnen wir also unseren Tag in den Studios, wenngleich nicht ohne einen ärgerlichen Zwischenfall bzw. einen Patzer meinerseits. Wir haben nämlich gerade die Einfahrt zur WDW passiert und schon fast die Häuschen erreicht, an denen man die Parktickets kaufen kann, als das mitunter verwirrte Vögelchen gewahr wird, dass es seine sämtlichen Eintrittskarten im Motel hat liegenlassen. Ohoh, gaaanz böse, das. Spontan legt sich ein äußerst grimmiger Zug auf des Fischleins gerade noch so gut gelaunt wirkendes Gesicht. Sowas kann er ja gar nicht haben. Doch es hilft nichts, wir müssen umdrehen. Eine unnötig verplemperte dreiviertel Stunde später sind wir wieder an gleicher Stelle und erreichen kurz darauf auch den Parkplatz „Stage“ von Disney’s Hollywood Studios. 

Bis zum Eingang sind es noch ein paar Meter, aber das stört unsere freizeitparkerprobten Füße nicht im Geringsten. 

Der erste Blick, den ich vom Eingang aus in die Studios werfen kann, lässt noch nicht wirklich erahnen, was mich hier erwarten wird, aber es sieht eindeutig wesentlich vielversprechender aus, als das, was ich aus Paris bislang kannte. Doch diese Erkenntnis traf mich nicht unvorbereitet, hatte ich doch zuvor schon reichlich über die Studios gelesen, gehört und gesehen. 

 


Natürlich sticht mir auch sofort Mickeys blauer Zauberhut ins Auge, schon allein, weil hier ja schon so ziemlich jeder darüber geschimpft hat, der den Park auch ohne kennen gelernt hat. Da ich aber noch nicht weiß, was sich dahinter genau verbirgt (ich weiß es schon, konnte mir aber noch kein Bild machen), kann ich mir auch noch keine Meinung bilden. Das verschiebe ich erstmal auf später. 

 


Flounder zieht es nämlich zunächst nach rechts, den Sunset Boulevard hinunter, wo er sich Fast Pässe für die beiden Attraktionen holen möchte, die er am heutigen Tag leider ohne mich wird fahren müssen: den Tower of Terror und den Rock`n Roller Coaster. Warum ich definitiv NIEMALS wieder in den Aufzug des Hollywood Tower Hotels steige, dürfte den meisten hier bekannt sein Wink, beim RRC setzt mir der Abschuss am Anfang immer ziemlich zu, aber es ist nicht auszuschließen, dass ich irgendwann doch noch mal eine Fahrt wage. 

 


Neben ein paar Ständen für den kleinen Hunger zwischendurch und einigen Geschäften gibt es in diesem Teil des Parks zur Zeit nicht viel zu sehen (zu bestimmten Zeiten gibt es noch die Beauty and the Beast Show und abends Fantasmic!), und so wagen wir nun den Blick hinter den Hut. Ich kann euch verstehen, Gegner des blauen Ungetüms! Das dahinter liegende Chinese Theater ist ein wirklich schönes Gebäude und abgesehen davon, dass durch den Hut die ganze Sicht darauf verbaut wird, scheint er es regelrecht zu erdrücken. 

Zwischen Hut und Theater ist irgendwie viel zu wenig Platz, aber die Meisten wissen ja selbst, was ich meine. Andererseits… wäre das Theater nicht da, wo es ist, fände ich den Hut ganz prima. Durch ihn hat der Park wenigstens ein richtiges Wahrzeichen, so wie die drei anderen auch. Schade nur, dass sich seine tatsächliche Funktion auch schon darauf beschränkt. 

 


Da ist das, was wir in eben jenem Theater dahinter vorfinden, schon wesentlich interessanter. The Great Movie Ride, eine schöne Fahrt durch die Welt des Films. Schon der prunkvolle Wartebereich mit Originalstücken und Repliken aus Filmen wie Mary Poppins, Shakespeare in Love oder Narnia kommt im kitschig-schönen Look daher und gefällt mir ausgesprochen gut. Als Pre-Show erwartet uns ein Zusammenschnitt aus allen möglichen Klassikern der Filmgeschichte, und dann geht es los. Vor einer Kulisse der Hollywood Hills besteigen wir recht geräumige Wagen, in denen ich weiß nicht wie viele Personen Platz finden. Vorne in jedem Fahrzeug steht ein CM, der die einzelnen Szenarien, die wir gleich erkunden werden, kommentiert und hier und da ein Witzchen macht. Die Einfahrt zu der Filmwelt erinnert an den bunt beleuchteten Eingang eines Kinos aus den 30er/40er Jahren. 

 


Dahinter erwarten uns zunächst Szenen aus Footlight Parade, Singin’ in the Rain und Mary Poppins. Der nächste Fim, dem hier Tribut gezollt wird, ist The Public Enemy, ein Gangsterfilm, der in den 20er Jahren spielt. 

Sitzt man im hinteren von zwei Wagen die zusammen losgefahren sind, so hält man in dieser Szene an, während der vordere Wagen bereits zur nächsten weiterfährt. 

Zur Linken erscheint plötzlich auf einer Treppe ein Gangster oder eine Gangsterin (wie heißt ein weiblicher Gangster?), will sagen ein echter Schauspieler, der dann in eine Schießerei verwickelt wird und den Wagen, in dem die Besucher sitzen, zur Flucht nutzt, nachdem er den CM „hinausgebeten“ hat Wink Mit dem Gangster (in unserem Fall ist es eine Frau) als Reiseleitung, durchquert man nun den Wilden Westen, wo schon Clint Eastwood und John Wayne bereit stehen, anschließend das unheimlich beleuchtete Raumschiff aus „Alien“, wo einem das fiese, außerirdische Wesen sogar auf den Kopf zu fallen droht und findet sich alsdann in einem ägyptischen Tempel aus Indiana Jones wieder. Dort verlässt unser Gangster den Wagen, um trotz aller Todeswarnungen einen riesigen Rubin zu stehlen, der hoch oben auf einem Altar thront, der von einer verhüllten Gestalt bewacht wird. Doch natürlich kommt es, wie es kommen muss… der Gangster berührt den Stein, es gibt eine Explosion, Rauch und zurück bleibt ein Skelett mit Gangsterhut und ein paar Fetzen im Nadelstreifenlook. 

Die verhüllte Gestalt erweist sich als unser CM, der jetzt wieder die Reiseleitung übernimmt. Mit ihm entdecken wir nun noch Ausschnitte aus Tarzan, Casablanca, Fantasia und schließlich aus dem Wizard of Oz, wo der Wagen noch einmal stoppt. 

Den Abschluss der Fahrt bildet ein weiterer Zusammenschnitt berühmter Szenen der Filmgeschichte, der wirklich sehr schön gemacht ist. 

Insgesamt eine sehr gelungene Fahrt, herrlich detailreich und vielleicht deshalb mit recht hohem Unterhaltungsfaktor, weil man so Manches, was man dort zu sehen bekommt, schon in der zweidimensionalen Version kennt. 

Von hier aus zieht es uns zu den Streets of America (sind die hier nicht eigentlich sowieso überall?). Nach einem kurzen Bummel durch New York landen wir auf einem Platz mit einem wirklich interessanten Brunnen vor den Kulissen eines ziemlich verrückt erscheinenden Viertels irgendeiner amerikanischen Großstadt. 

Auf dem Brunnen dreht sich eine weltberühmte Figur, die Statue of Liberty, allerdings sieht sie irgendwie verändert aus. Ich fühle mich entfernt an Miss Piggy erinnert. Das mag unter Anderem auch daran liegen, dass wir genau vor einem Kino stehen, in dem ein Film namens Muppets 3-D gezeigt wird. Also nichts wie hinein. Das wollen wir doch nicht verpassen. Inbesondere unser Fisch ist nämlich ein Fan der Muppetshow und wie ich aus erster Hand weiß, auch dieses Films. 

  


Ich selbst fand die bunten Figuren als Kind eigentlich immer doof, aber vielleicht ändert sich das ja heute. 

 


Der Raum, in dem die Pre-Show stattfindet gefällt mir jedenfalls schon mal sehr gut. Es gibt unzählige Details zu entdecken, über die man auch dann schmunzeln kann, wenn man mit den Figuren nur leidlich vertraut ist. Auch das Filmchen, das gezeigt wird, entlockt mir mehr als nur ein Grinsen. Na, das fängt doch schon vielversprechend an. Praktisch ist auf jeden Fall, dass man vorab schon ein bisschen über die Charaktere erfährt, die man anschließend im Film sieht. 

Und der ist dann auch tatsächlich prima. Schöne Gags, nette 3-D-Effekte (wenngleich auch hier nicht wirklich neu) und auch das, was um einen herum im Theater passiert ist gut gemacht. 

Gefällt mir und steht meiner Meinung nach Mickey’s Philharmagic in Nichts nach, auch wenn das Thema natürlich ein völlig anderes ist. So mag auch ich die Muppets. 

Für Flounder ist es jetzt an der Zeit, seine Fast Pässe einzusetzen und so wechseln wir wieder zum gegenüber liegenden Ende des Parks, wo das Fischlein zunächst die Limo zum Aerosmith-Konzert besteigt und sich dann mal wieder 13 Stockwerke in die Tiefe fallen bzw. ziehen lässt. 

Doch wie das so ist, soll er euch lieber selbst erzählen. Ich gehe derweil shoppen und kaufe mir ein Mickey-T-Shirt Wink 

Nun, dann laßt mich von meinem kurzen Ausflug berichten. 

Auf dem Weg zurück zum Sunset Boulevard laufen uns noch ein paar schöne Details vor die Kamera, die wir für die Ewigkeit festhalten. Doch dann trennen sich auch unsere Wege. Meiner führt mich ins schöne Kalifornien. 

  

  

  


Nach ein paar Schritten erreiche ich den Eingang zum Rock’n Roller Coaster und gehe gleich durch den Fastpass-Eingang hinein. Ich erfahre in der Pre-Show, dass wir uns auf den Weg zu einem Konzert von Aerosmith machen werden, und dass dafür eine extra lange Stretchlimo geordert wurde, da es ja doch eine erhebliche Menge an Mitfahrern gibt. Also raus auf die Straße und auf den Wagen gewartet. Da kommt er auch schon um die Ecke und lädt uns ein. Ein paar Meter nach Beginn der Fahrt halten wir aber schon wieder an. Was passiert nun? Auf einmal gibt der Fahrer Vollgas und mit einer unglaublichen Geschwindigkeit geht es ab in die Straßen von Los Angeles – man könnte das Gefühl haben, wir hätten Zeitdruck. So passieren wir diverse Straßenschilder, fallen fast aus dem Wagen und werden während der Fahrt von der Musik von Aerosmith begleitet – bis wir mehr oder weniger erleichtert unser Ziel rechtzeitig erreicht haben. 

Für Paris-Kenner dieser Fahrt sei gesagt, dass die Unterschiede im Eingangsbereich (von der Optik einmal abgesehen) in Teppichen auf dem Fußboden und einer anderen Pre-Show liegen. Das Themeing vor dem Einstieg ist auch etwas ausgereifter und wirkt authentischer zum tatsächlichen Thema, also hier die Straßen von Los Angeles. Die Fahrt selbst ist absolut identisch, aber die wirklich gute Lasershow in Paris wird hier durch viel Schwarzlicht und Straßenschilder aus LA ersetzt, was mir persönlich ein wenig besser gefällt. Der Gesamteindruck ist, auch gerade durch das Äußere der Fahrt, um einiges höher anzusiedeln. 

  


Nach diesem Ausflug an die amerikanische Westküste bleibe ich doch gleich dort und gehe ein paar Meter weiter nach Hollywood. Dort erwartet mich ein altes amerikanisches Hotel. Dies dürfte den meisten Lesern wohl bekannt sein, so dass ich mich hier darauf beschränke zu sagen, dass mir die Fahrt einmal mehr unglaublich viel Vergnügen bereitet hat, und mir der 5th Dimension Room in den anderen Versionen des Turms einfach fehlt. Auch die Details sind hier einfach schöner und der Turm als solches wirkt wesentlich größer, bedrohlicher und ist einfach perfekt(er) angelegt. Es bleibt weiterhin eine meine Lieblingsattraktionen, deren Schwester-Gebäude in Paris und Anaheim vor allem durch die Fassade Minuspunkte machen – was aber nicht heißt, dass sie schlecht sind – ganz im Gegenteil Wink 

Hier noch ein paar fotografische Eindrücke aus dem Eingangsbereich und ein mißlungenes Foto aus dem Turm hinaus. Aber wenigstens den Earfell Tower kann man erkennen ... und wann sieht man schon einmal die Rückseite der Schrift des Turms? Wink 

  

  


Auf dem Weg nach draußen komme ich unweigerlich durch den an das Hotel angeschlossenen Laden, schaue mich aber nur schnell um, da ich die Absicht habe, diese Attraktion in den nächsten Tagen noch einmal zu besuchen. Ein Blick zurück zum Ausgang und meine Exkursion nach Kalifornien ist auch schon wieder vorbei. 

 


Nach 30 Minuten habe ich diese beiden Attraktionen abgehakt und begebe mich zum vereinbarten Treffpunkt mit dem Vögelchen, das nun weiter von seinen Erlebnissen berichtet.
 

  


Doch auch für mich gibt es noch so Einiges zu sehen, und so wagen wir jetzt einen Sprung auf die Bühne. Und zwar auf die der Indiana Jones Stunt Show. Irgendwie sieht dieses Set aber doch ein bisschen gefährlich aus und so mischen wir uns doch lieber unter die Besucher im Zuschauerraum. 

Auch diese Show hatte ich vorher schon ein paar Mal auf diversen DVDs gesehen, zumindest glaubte ich das bis jetzt, doch ich werde schnell eines Besseren belehrt. Was ich bislang kannte, war nur der erste Teil der Aufführung, in der Indy versucht, die kleine Statue in seinen Besitz zu bringen und dann fast von der riesigen vermeintlichen Steinkugel zermalmt wird. Der Kampf auf dem Marktplatz mit den vermummten Widersachern und mit den deutschen „Soldaten“ rund um das Flugzeug, war komplett neu. 

Obwohl ich eigentlich kein Fan von Stunt Shows bin und Unterhaltung dieser Art immer als ziemlich dümmlich empfinde (das gilt übrigens nicht zwingend auch für die Fans dieser Shows Wink ) mag ich doch die Indy-Filme und hatte daher durchaus meinen Spaß. Doch meine Lieblingsattraktion wird es wohl doch nicht werden. 

 


Der klare Verlierer unter Allem, was World Disney World unserer Meinung nach zu bieten hat, erwartet uns jedoch jetzt. Sounds Dangerous! Hört sich ja eigentlich interssant an, könnte aber kaum schlechter und langweiliger sein. Es wird ein ganz besonders Klangerlebnis versprochen, teilweise in völliger Dunkelheit. Geboten werden ein paar Kopfhörer aus Omas Zeiten mit Nullachtfünfzehn-Klang und eine wirklich hahnebüchene Geschichte. Flounder schläft sogar fast ein und wirklich weit bin ich selbst auch nicht mehr vom Traumland entfernt. 

Doch es soll ja durchaus Leute geben, die diese Attraktion ganz prima finden. Aber über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten. 

  


Apropos Geschmack... ich hab allmählich Hunger. Und das nicht zu knapp. Zwar hab ich schon ein wenig Obst und zwei kleine Müsliriegel verdrückt, die ich mir morgens vor der Abfahrt in den Park noch schnell bei Publix besorgt hatte, doch allzu lange hält das auch nicht vor. 

Wir entscheiden uns für ein Mahl, wie es echten Stars gebührt, und nehmen im Backlot Express ein Sandwich mit gegrilltem Gemüse, serviert mit Black Bean Salad (Vogel) und ein Turkey-Sandwich, natürlich mal wieder mit viiiiel zusätzlicher Soße (Fisch) zu uns. Beides ist sehr lecker und Ersteres ist für Vegetarier absolut zu empfehlen. Anderenorts haben die es nämlich wirklich schwer in den Studios. 

 




Und damit ist auch wieder ein halber Tag Geschichte. Wir hoffen, Ihr hattet Freude daran und melden uns in Kürze mit der Fortsetzung! 

Grüße von den tierischen Berichterstattern Smile

 

So, jetzt haben wir uns wahrlich mehr als genug Zeit gelassen mit unserem leckeren Mittagessen und wollen doch mal sehen, was es hier heute noch so alles für uns zu tun gibt. 

Doch vorab noch ein paar Bilder, die auf dem Weg zu unserer nächsten Attraktionen gemacht werden (wir begegnen bekannten Gesichtern aus dem Krieg der Sterne und Jung-Jedis, interessanten Balkonen in den Streets of America, einem Schneemann bei 25°C im Schatten sowie noch einmal den Straßen von San Francisco und einem schönen Blick durch Manhatten. 

  

  

  


Oh ja, mal wieder was, was ich schön mit Paris vergleichen kann: die Backlot Tour. Ich habe ja schon von Flounder gehört, dass sie im vergleich zu der Ursprungsversion leider stark abgebaut hat, da man Platz für den Bau der Stunt Show „Lights! Motors! Action!“ brauchte. Aber ich bin doch neugierig, wo es denn Parallelen zu der Studio Tram Tour in Paris gibt (oder auch Unterschiede). 

Die Wartezeit kommt mir verhältnismäßig lang vor (obwohl es letztendlich nicht mehr als 20 Minuten sind). Der Film in der Pre-Show ist jetzt nicht sooo spannend und die Wartehalle ist auch nicht der Burner, aber was soll’s. Leute Gucken kann auch durchaus spaßig sein Wink 

Doch irgendwann geht’s dann doch los mit der Show und damit wären wir auch schon beim Ersten großen Unterschied. Man setzt sich nicht gleich in die Bahn, die einen übers Gelände chauffiert, sondern steht auf einer Art kleinen Tribüne von der aus man auf ein (noch friedliches) Kriegs-Szenario à la Pearl Harbor, mit Schiff und Kontrollhütte vor tropischer Kulisse, blickt. 

Aus dem Publikum werden 3 Akteure ausgewählt, die zunächst in Ganzkörper-Regenanzüge gepackt werden und alsdann auch erfahren, warum. Am Set wird ein Luftangriff auf das Schiff gedreht, bei dem es wassertechnisch ziemlich hoch her geht. Unverhüllt wären die Drei nach ihrem Einsatz mehr als nur geduscht. 

Die kleine Show ist ein netter Einstieg in die Tour und kommt natürlich bei den Zuschauern prima an. Ist ja eigentlich immer so, wenn „Amateure“ mitmachen dürfen. 

  


Im Anschluss durchquert man eine Requisitenhalle, an deren Ausgang dann die Bahn wartet. Hier gäbe es eine Menge zu sehen, doch leider fehlt die Zeit, um auf Entdeckungstour zu gehen, denn der Catastrophe Canyon wartet nicht (warum eigentlich nicht? Hat der noch was vor?). Leider sind auch nur ein paar einzelne Stücke beschriftet. Lediglich aus dem Film „20,000 Leagues under the Sea“ entdecken wir im Vorrüberhuschen ein paar kleine Stücke. 

Jetzt geht es ähnlich weiter, wie man es auch aus dem DLRP kennt. Zunächst gibt es etliche Stücke aus der Disneywelt zu bestaunen, einen der echten Herbies z.B. und auch Walt Disneys Privatflugzeug. Ich fand’s ganz komisch, das zu sehen. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass er höchstpersönlich gleich aus dem Fenster winkt. Gruselig… 

Es folgt die (zu Paris absolut identische) Fahrt durch den Catastrophe Canyon, und dann gibt es auch hier Einblicke in die Kostümschneiderei, wo, anders als in Paris, auch richtig gearbeitet wird. Überall wuseln Leute rum und es werden tatsächlich Kostüme genäht. Vielleicht sieht es auch nur so aus, aber es passiert jedenfalls irgendwas. 

Tja, und das war es dann auch schon im Großen und Ganzen. Den Teil mit dem Feuer speienden Drachen im verwüsteten London gibt es hier nicht, aber dafür ja die Show zu Anfang, die allerdings auch wesentlich interessanter ist, wie ich finde. 

Mir hat’s ganz gut gefallen, auch wenn’s Fischlein sich ein weiters Mal beschwert, dass die Tour so arg gekürzt wurde. Kann ich nichts zu sagen… so wie’s ist, find ich’s in Ordnung. 

Nach soviel Show wird es jetzt mal wieder Zeit für einen ganz normalen Ride. Auf dem Weg dahin geht es noch einmal durch die Streets of America, wo wir u.a. Kim Possible über den Weg laufen und eine Runde mit der Metro durch New York drehen wollen. Aber leider erweist sich die Station nur als Prototyp Wink 

  

  


Von eben jenen normalen Rides gibt es hier in den Studios zwar nicht allzu viele, aber einer bleibt doch noch, auf dem mir nicht schlecht wird oder ich sonst wie Zustände kriege. Und das ist Star Tours. Allen bekannt, also kann ich mir große Beschreibungen ja sparen. 

  


Schön an der amerikanischen Version ist jedoch, dass ich endlich mal verstehe, was unser kleiner elektronischer Freund Rex, der vorne links im Starspeeder seinen Platz hat, so alles erzählt. So macht der Film wenigstens mal Sinn Wink 

Die übrige Zeit in den Studios steht dann wieder ganz im Zeichen der Show. 

Wir beginnen die „Stage Tour“ mit “Beauty and the Beast - Live on Stage”. Daran gefällt mir eigentlich die Pre-Show sogar noch am besten. Vier CMs in kurzer Hose und schwarzem Poloshirt, die scheinbar nur mal eben für einen kurzen Soundcheck über die Bühne huschen, legen im Endeffekt eine klasse A-Capella-Show mit Slapstickeinlagen hin und besingen auch noch ein Geburtstagskind auf der Bühne. Sehr schön und sorgt für Stimmung. 

Den Part mit dem Geburtstagsständchen könnt Ihr Euch über Flounder’s YouTube Account zu Gemüte führen – klickt einfach hier -> Four for a Dollar – When You Wish Upon A Star. 

Die eigentliche Show zeigt in einer kurzen Version die bekannte Geschichte rund um Belle, Gaston und das Biest. Mit dem gleichnamigen Musical kann man es natürlich qualitativ nicht mal ansatzweise vergleichen, aber das ist ja auch nicht der Anspruch. Schön gemacht ist die Aufführung allemal, auch wenn das ein oder andere Kostüm für meinen Geschmack etwas weniger neonfarben hätte ausfallen dürfen Wink Ein kunterbuntes Spektakel mit der bekannt schönen Musik und besonders für Kinder prima. Verpassen sollte man es auf keinen Fall. 

  


Bis zum Beginn der nächsten Vorstellung von „Voyage of The Little Mermaid“ haben wir noch ein wenig Zeit und wollen auf einen Sprung bei „One Man’s Dream“ vorbeischauen – vorher kreuzen wir aber noch den Platz vor dem berühmt berüchtigten Hut, auf dem wir den unten zu sehenden Kameramann auf digitalen Film bannen. Wen soll der eigentlich darstellen? Wir heben uns die Antwort zu dieser Frage für zuhause auf Wink 

 


Bei One Man’s Dream handelt es sich über eine sehr liebevoll gestaltete Ausstellung über das Leben und Werk Walt Disneys, von seiner Geburt in Chicago über die ersten Filme, die Eröffnung Disneylands in Anaheim bis hin zu den heutigen Filmen und Parks, die in seinem Namen entstanden sind. 

  


Unverzichtbar für alle Disneyfans und solche, die es werden wollen. 

Bei unserem zweiten Besuch der Studios ist auch noch ein wenig mehr Zeit für diese „heiligen Hallen“ eingeplant, doch jetzt wird es Zeit, dass Flounder sich in sein Element begibt und endlich seine beste Freundin wieder sieht. (Ist sie das eigentlich auch nach der Namenszensur noch? Wink ) 

Die Party unter dem Meer ist eine Mischung aus Schwarzlichtshow (ähnlich wie Animagique) und Musical mit schönen Effekten im ganzen Theater. Eine sehr gelungene Mischung, die die bekannte Geschichte der kleinen Meerjungfrau zu einem Erlebnis für Groß und Klein werden lässt. 

 


Wann auch immer sich die Gelegenheit noch mal ergibt, werde ich mir diese Show sicher ein weiteres Mal ansehen, weil es so viele kleine Details gibt, die man beim Ersten mal gar nicht alle erfassen kann. 

Wir gehen ein paar Schritte weiter und halten für die Nachwelt noch ein paar Szenen fest. 

  

  


Nachdem wir Arielle wieder den Rücken gekehrt haben, stellen wir überrascht fest, dass es inzwischen schon recht dunkel geworden ist und es höchste Zeit wird, uns noch einen Platz bei Fantasmic! zu sichern. Hoffentlich kommen wir überhaupt noch in die Arena. Im schlimmsten Fall haben wir ja in ein paar Tagen noch eine Reservierung für die Fantasmic! Dining Experience und damit einen sicheren Platz, aber wir wollen doch keine Gelegenheit auslassen. Also nichts wie hin und… wir haben Glück. Rechts des Mittelrangs ergattern wir noch zwei durchaus akzeptable Plätze und sind beide schon ganz gespannt, wie es uns gefallen wird. 

 


Die ganze Show ist eine Mischung aus Freilufttheater, Kino und Feuerwerk. Eine sehr interessante Mischung, da alles zugleich auf einer Bühne und auf einem kleinen See davor stattfindet. Hauptperson ist Mickey in der Gestalt des Zauberlehrlings aus Fantasia, der die Zuschauer mal wieder in die Welt der Disneyfilme entführt, egal ob in kleinen Szenen auf der Bühne, auf Booten auf dem See oder in Filmen, die auf riesige Wasserfächer projiziert werden. Natürlich darf auch der Kampf zwischen Gut und Böse nicht fehlen. 

Ihr dürft raten, wer am Ende die Oberhand behält Wink Insgesamt kann ich mich nach der Show nur noch an Einzelheiten erinnern, aber nicht wirklich die Geschichte nachvollziehen. Ich fand es sehr verwirrend, zu durcheinander und zu laut. Insgesamt waren mir auch die Film-auf-Wasser-Sequenzen zu lang, aber dennoch war es eine schöne Abwechslung, zu den bisher hier gesehenen Darbietungen. Ich kann nachvollziehen, dass viele Besucher Fantasmic! zu ihrem Favoriten unter den Abendshows machen, aber meinen (und auch Flounders) Geschmack hat es nicht so ganz getroffen. Wir halten uns da lieber an Wishes und natürlich Illuminations. 

Wir entschließen uns dann auch kurzerhand, die Reservierung für die Dining Experience zu canceln, denn Geld in einem Restaurant auszugeben, in dem wir eigentlich gar nicht essen würden, nur um gute Plätze für Fantasmic! zu bekommen, erscheint uns nach dem heutigen Abend nicht so sinnig. 

Tja, die Studios sind jetzt geschlossen aber der Abend ist noch jung. Was also tun? Da kommt uns doch spontan eine Idee… AUF NACH EPCOT! 

Ein letzter Blick zurück ... 

 


Mit dem Auto ist das flott erledigt, da ja das Umsteigen am Ticket and Transportation wegfällt. Wir parken zu dieser Zeit ohne Anweiser gleich in allererster Reihe vor dem Park, und so haben wir noch genug Zeit, eine weitere Runde im Spaceship Earth zu drehen und eine neue Alternative unserer Zukunft zu basteln. 

Und dann… wie sollte es anders sein… Illuminations!!! Besser kann der Abend doch wieder mal nicht enden. Von einem lauschigen Plätzchen irgendwo zwischen Deutschland und Italien (ist da nicht normalerweise die Schweiz?), erleben wir zum zweiten Mal die Geschichte unserer Welt und ich bin auch heute wieder vollkommen zufrieden. 

 


Nach dem Feuerwerk schlendern wir in aller Seelenruhe von Italien bis nach Kanada an der Lagune entlang, ich freu mich über die vielen Lichter, die Abendstimmung, die brennenden Fackeln und hab vor lauter Glückseligkeit schon wieder Tränchen in den Augen. 

  

  


Hier könnte ich bleiben… 

Doch natürlich geht das nicht so einfach. Zumindest werde ich wohl so lange jeden Abend wieder ins Motel zurückkehren, bis ich jeden Disneypark wenigstens einmal gesehen habe und dann vielleicht endgültig Quartier auf dem Sofa des 60er Jahre Wohnzimmers im Spaceship Earth beziehen, wo ich mir Tag und Nacht die Mondlandung anschauen kann. 

  


Doch wer weiß… vielleicht findet sich ja noch was Besseres. Morgen werden wir sehen, welch kuschelige Ecken das Animal Kingdom so bereithält. Ein weiches Bettchen im Schnee des Mount Everest ist sicher auch nicht zu verachten. 

Also - ab ins Bettchen und auf den morgigen Tag gefreut Smile 

Kolibri und Flounder grüßen herzlichst Smile
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Erstmal tanken, kostet ja nichts – verglichen mit den heimischen Preisen Wink Und dann geht es ab in die Welt der Tiere. 

 

  

  

 


Unser Tag in Disney’s Animal Kingdom beginnt mit einem stärkenden Frühstück im Tusker House im afrikanischen Dorf Harambe. Nachdem wir bei der letzten Reservierung eindeutig zu spät vor Ort waren, sind wir heute sogar ein paar Minuten zu früh dran. Schon gegen viertel vor acht passieren wir den Eingang zu einer scheinbar anderen Welt. Die ersten Sonnenstrahlen dringen durch üppiges Grün, Brücken aus verwittertem Holz und Stein führen über träge Rinnsale und wirbelnde Stromschnellen, Wasserfälle rauschen und hier und da können wir ein paar Frühaufsteher unter den hier heimischen Tieren beobachten. 

Schon jetzt bin ich ganz begeistert von dem, was ich hier zu sehen bekomme. 

Bis auf einige Frühstücksgäste ist der Park noch leer, da er erst um 9 Uhr offiziell die Tore öffnet und es ist herrlich, diese Atmosphäre zu genießen. 

 


Ich weiß zwar, dass das Animal Kingdom der flächenmäßig größte Park ist, aber so weitläufig hätte ich mir das Gelände doch nicht vorgestellt, Ich kann nur ganz schwer beschreiben, wie sich die ersten Minuten hier anfühlen, aber es ist irgendwie friedlich und frisch und schön und sehr viel versprechend. 

Ich bin ja eigentlich beim Fotografieren eher zurückhaltend, das erledigt der Fisch ja auch in mehr als zufrieden stellendem Umfang, aber hier wird meine kleine Kamera schon in den ersten Minuten richtig gefordert. 

Doch so schön es auch ist… der Dschungel muss warten, jetzt wird erstmal gegessen. 

 


Um acht Uhr erreichen wir unser erstes Etappenziel und ziemlich schnell wird uns auch schon ein Platz bei Donald’s Safari Breakfast zugewiesen. 

Es gibt ein ganz wunderbares Buffet, aufgebaut in der Atmosphäre eines afrikanischen Marktplatzes, der sehr schön gestaltet ist. In den umliegenden Räumen frühstückt man in schlicht-originellem Ambiente. Fotografien von afrikanischen Tieren, Ausrüstungszubehör für eine Safari und tausend andere Sachen gibt es in allen Ecken zu bewundern. Wie soll man sich da noch auf sein Essen konzentrieren? 

Und dann schneien auch noch Donald, Mickey, Minnie und Goofy zwischen Bagel, Müsli und Fruchtsaft herein. Einen Kindergeburtstag mit einer afrikanischen Polonaise durch den ganzen Raum dürfen wir auch noch miterleben. Laut und hektisch, aber schön. Und auch das Essen ist wirklich prima. Für jeden Geschmack ist was dabei. Wer hier nicht satt wird, ist selbst schuld. 

In Bildern sieht das wie folgt aus (auf besonderen Wunsch ein paar mehr): 

  

  

  

  

  

 

  

 

Und in bewegten Bildern gibt es auch noch eine kleine Zusammenfassung des Frühstücks inkl. der Polonaise. 

Wir jedenfalls sind mehr als vollgestopft, als wir das Restaurant schließlich verlassen und uns ins noch sehr überschaubare Getümmel stürzen. 

Der Park erwacht nur langsam, und so lenken wir unsere Schritte zunächst in Richtung Mount Everest, dessen schneebedeckte Gipfel uns schon aus der Ferne entgegenstrahlen. Eigentlich wollen wir uns Fast Pässe ziehen, doch das können wir uns sparen, da Wartezeiten quasi nicht vorhanden sind. Also geben wir unseren Mägen nach den gerade verabreichten Essensmassen endgültig den Rest und wagen uns in die Höhle des Löwen… äh… des Yetis. 

  

 

 


Der Wartebereich ist sehr schön, abwechslungsreich und man könnte sicher eine ganze Weile nur mit Schauen verbringen. Tun wir aber nicht, denn das Abenteuer wartet! 

  

  


Ich bin anfangs noch ein bisschen nervös, weil ich mir noch nicht so ganz sicher bin, ob ich die Rückwärtsfahrt, die uns auf dem Gipfel des Berges erwartet, so gut wegstecke. Doch was hilft alles Grübeln? „Am besten testen“ heißt die Devise und dann geht’s auch schon los. 

Der Anfang ist noch ganz sanft und entspannt, aber wirklich schon schön und viel versprechend. Der erste Eindruck trügt nicht. Es wird etwas schneller und wilder und dann erklimmt unser Zug auch schon unaufhaltsam die schneebedeckte Bergspitze. Plötzlich ragt vor uns nur noch eine völlig zerfetzte Schiene in die Höhe. Hier gibt es kein Weiterkommen. Der Wind heult, überall knirscht und knackt es beunruhigend, und es gibt nur einen Weg, um dieser verfahrenen Situation wieder zu entrinnen – und das ist der nach unten. RÜCKWÄRTS! Die ersten paar Meter sind harmlos, aber dann geht’s ab! Ich schreie, was die Stimmbänder hergeben, aus Angst, dass sich sonst mein Frühstück schon wieder verabschiedet und find’s einfach genial! Das macht doch Laune am frühen Morgen. 

 


Plötzlich stoppt die Bahn in ihrer wilden Fahrt mitten im Berg und über uns an der Felswand erscheint der Schatten des Yetis, der ganz offensichtlich den Schienenstrang in Stücke reißt. Doch wir haben nur einen kurzen Augenblick Zeit zum Verschnaufen, dann rasen wir auch schon durch eine scharfe Linkskurve aus dem Inneren des Yetidomizils und stürzen steil in die Tiefe, nur um gleich darauf ebenso steil wieder bergan zu donnern und in der nächsten Höhle zu verschwinden. Dort begegnen wir dann auch noch dem fiesen Ungetüm, dessen Schatten wir gerade noch gesehen hatten. Es hockt böse brüllend über uns auf einem Felsen und greift mit seinen riesigen Pranken nach unserem alterschwachen Gefährt. Doch wir können dem Schneemenschen gerade noch entkommen. Nur raus aus diesem Horror-Berg! Noch ein paar Mal von Links nach Rechts, von Oben nach Unten und umgekehrt, und dann ist der Spuk auch schon vorbei. 

 


Eine wirklich tolle Fahrt, die von diesem Augenblick an eindeutig zu meinen Lieblingsattraktionen gehört. Und weil es so schön war, fahren wir gleich noch mal. 

Danach reicht es dann aber auch. Wir könnten zwar jetzt auch den ganzen Tag hier verbringen, aber dann würden wir ganz einfach zuviel verpassen. 

Also, was jetzt? Die Kilimanjaro Safari halten wir für eine gute Wahl, also wechseln wir mal eben schnell den Kontinent. Eben noch auf den Gipfeln des asiatischen Hochgebirges, jetzt schon in der afrikanische Savanne. In 80 Tagen um die Welt war gestern. 

Auf unserem Weg entdecken wir wieder herrliche Aussichten und zahllose Details, asiatische Tempel, knallbunte indische Busse, Wunschbäume und Opferstätten... und alles immer umgeben von üppigstem Grün. Über unseren Köpfen schwingen sich Affen von Liane zu Liane. 

 


Was uns jedoch jetzt im Harambe Wildlife Reserve erwartet, wissen wir ja im Groben. Wir werden mit einem geländegängigen Fahrzeug durch eine riesiges Tiergehege chauffiert, das den Weiten der afrikanischen Wildnis nachempfunden ist und dort mit etwas Glück auch auf den ein oder anderen zwei- bis vierbeinigen Bewohner stoßen. 

 


Wir haben bewusst eine Tour zu noch relativ früher Stunde gewählt, da uns schon einige Male zu Ohren gekommen war, dass die Tiere sich um die Mittagszeit und auch noch nachmittags gern vor der größten Hitze des Tages verstecken und die Chancen, ein paar von ihnen aus weniger als zwei-, dreihundet Metern Entfernung zu sehen, dann ziemlich gering sind. 

Der Zeitpunkt schein gut gewählt zu sein. Alligatoren, Nilpferde, Okapis, Straußen, Antilopen, Büffel, Zebras und Elefanten faulenzen oder grasen nur wenige Meter entfernt. Etwas weiter weg beginnen gerade ein paar Löwen ihren Tag und auch Etwas, das verdächtig nach Giraffenhälsen aussieht, können wir ausmachen. 

 

 


Ein besonders nettes Erlebnis haben wir mit einer Nashornfamilie, die unmittelbar vor unserem Vehikel die Straße überquert. Echte Familienidylle irgendwo im Nirgendwo. 

 

 


Kurz darauf ereilt den CM in unserem Wagen ein Notruf. Eine Gruppe Wilderer versucht, ein Elefantenbaby zu entführen und es ist jetzt an uns, bei der Jagd auf die Schurken zu helfen. 

Natürlich gelingt es nach einer wilden Hetzjagd, den kleinen Dickhäuter zu retten und wir können den abenteuerlichen Ausflug mit ruhigem Gewissen beenden. 

Das war doch eine schöne Sache. Zoo mal anders und auch schön für diejenigen, die Tierparks ansonsten nicht soviel abgewinnen können. 

Aber damit ist noch lange nicht Schluss mit Tieregucken. Auf dem Pangani Forest Exploration Trail geht’s gleich weiter. Neben riesigen Kröten, Vogelspinnen und anderen, für meinen Geschmack fiesen Insekten, erwarten uns aber auch Tapire, Gazellen (oder sowas in der Art), ein imposanter Silberrücken und noch ein paar andere Mitglieder einer Gorillafamilie, diverse Fische und eine große Vogelvoliere. Die finde ich besonders interessant, denn sie ist so hoch, dass man fast gar nicht bemerkt, dass man rundum von Netzen umgeben ist. Eigentlich gibt es auch noch etliche andere Tiere zu bewundern, aber nicht alle haben sich blicken lassen. 

 

  


Dieser Entdeckungspfad erinnert stark an die Tropenhäuser, die man auch in fast jedem Zoo in der Heimat inzwischen findet, nur dass man sich hier aufgrund der ganzjährig angenehmen bis heißen Temperaturen das schützende Glashaus sparen kann. 

Insgesamt wieder nett, grün, animalisch durch und durch, aber ein Hauch zu wenig Disney-Detailreichtum. Anschauen muss trotzdem sein. 

Gleich nebenan liegt Rafiki’s Planet Watch. So ganz genau wissen wir gar nicht, was das ist, aber das werden wir in Kürze erfahren. Nur soviel: es geht um Tier- und Umweltschutz. 

 


Mit dem Wildlife Express Train, einem Zug, der ein bisschen an die Disneyland Railroad erinnert, da alle Sitzbänke parallel zum Schienenverlauf angebracht sind, machen wir uns auf die Reise. 

Außer mal wieder sehr viel Grün sehen wir auf der Fahrt nicht besonders viel, aber angenehm ist sie allemal. 

Ziel ist die Conservation Station. Eine Art Austellung, in der man auf unterschiedliche Art allerhand über bedrohte Tierarten, den Regenwald und andere gefährdete Landschaften erfährt und natürlich auch darüber, wie man all dies im Gegenzug schützen kann. Selbst einem Team von Tierärzten kann man hier bei der Arbeit zuschauen oder ganz einfach auch den ein oder anderen Character treffen. In unserem Fall ist es Jimminy Cricket. 

 

  

 


Neben der Conservation Station gibt es hier auch noch die Affection Section, einen Streichelzoo, den wir uns aber aus mangelndem Interesse sparen. Zu unserer Schande muss ich eingestehen, dass wir noch nicht mal von außen einen Blick hineinwerfen. Rafiki’s Planet Watch trifft insgesamt nicht ganz unseren Geschmack (doch... auch wir trennen brav unseren Müll und kaufen Recycling-Klopapier Wink ) und so begeben wir uns zügig auf den Weg zurück nach Afrika. 

Zur Abwechslung bummeln wir jetzt mal durch ein paar Geschäfte und schauen uns mal wieder jedes Detail an, das uns auf dem Weg zum Tree of Life begegnet. Und das sind viele! 

 


Die thematische Umsetzung im Animal Kingdom ist mal wieder phantastisch gelungen. Aber das ist man ja bei Disney auch nicht anders gewohnt. 

Bei der nächsten Attraktion geht es natürlich auch um Tiere, aber diesmal um die ganz, ganz kleinen und die auch nur auf der Leinwand, doch immerhin in 3-D, genaugenommen sogar in 4-D. Im Theater unter dem Baum des Lebens erwartet uns „It’s tough to be a bug“, und wie der Titel erahnen lässt, geht es in der Haupsache um die Akteure aus dem Film „A Bug’s Life“ (zu Deutsch „Das große Kabbeln). 

  


Ich weiß schon, dass mich dort neben den bekannten Effekten wie Nassspritzen und irgendwelchem Gekrabbel unter’m Sitz die stinkigen Ausdünstunges eines Käfers erwarten, und ich bin wenig angetan. Was Gerüche angeht, bin ich extremst empfindlich. Wenn es nach mir ginge, müsste die ganze Welt entweder nach gar nichts oder frisch gewaschen riechen. Aber jedenfalls nicht nach Käferpüpsen. 

Mit sehr gemischeten Gefühlen nehme ich also Platz und habe eigentlich gar keine Lust, mir dieses Abenteuer anzutun. Ich mag mich auch nicht in den Rücken oder Po pieksen lassen. Ich mag gerade langweilig und zickig sein. Kann schon mal aus heiterem Himmel passieren. Also bin ich langweilig und zickig, setze mich auf meine zusammengeknüllte Jacke, strecke die Füße nach vorn und lehne mich nicht an. Mit der 3-D-Brille im Insektendesign schaue ich mir also den niedlichen Film mit den Krabbelviechern an, halte mir die Nase zu, sobald ich den Käferduft erwarte und spüre auch nichts vom Gekrabbel der Sechsfüßler unter mir und auch nicht den Stachel aus der Rückenlehne. 

Doofes Vögelchen! Vögelchen ist ein Spielverderber! Vögelchen ist eben sehr eigensinnig, aber das Fischlein hat ja seinen Spaß und wenn das Fischlein Spaß hat, freut sich auch das Vögelchen. 

Vielleicht wäre es an dieser Stelle angebracht, wenn das Fischlein dann auch ein paar Zeilen zu seinen Erfahrungen mit Flick und Co verfasst... 

Nö, das Fischlein ist jetzt auch zickig und langweilig und mag nicht mehr dazu schreiben. Außer, dass dieser Film insgesamt der 3D Film im Resort ist, der wohl auf der einen Seite die interessantesten Effekte bietet, aber auf der anderen Seite von der Story her mehr als eintönig daherkommt. Darum entscheiden wir uns auch nach diesem Theaterbesuch dazu, in den nächsten Tagen einen Bogen um das Kino zu machen und uns lieber noch ein paar Mal von dem Yeti jagen zu lassen. 

Ja, ich habe eindeutig mein stimmungstechnisches Tief erreicht. Und jetzt soll ich auch noch mit zu DINOSAUR. Ich mag aber gar nicht. Ich mag keine Dinos, und wenn sie mich erschrecken schon gar nicht. Und wie ich bald feststelle, mag ich auch keinen wackelnden Spezialfahrzeuge. Wunderwerk der Technik hin oder her, aber ich bin viel zu klein. Und da ich mich mit nur einer Hand festhalten kann, da ich die andere brauche, um mir wenigstens ein Ohr zuzuhalten, während ich die ganze Zeit nach unten schaue und nur ab und zu in die Umgebung blinzele, um mich nur ja nicht allzu sehr zu erschrecken, haue ich mir beide Schultern mehrmals ganz ordentlich an und hole mir blaue Flecken an Ellenbogen und Hüftknochen. Keine Ahnung, wie ich das geschafft habe, aber ich wurde ganz schön hin und her geschleudert. Kann ich Disney jetzt verklagen? Very Happy 

Jedenfalls ist DINOSAUR nicht meine Welt. Zu laut, zu dunkel, zu ruckelig. Aber nachdem ich weiß, was mich wirklich erwartet, werde ich bei Gelegenheit noch mal eine Fahrt mitmachen und dann eventuell auch mal ein bisschen häufiger hingucken Wink 

Das Dinoland USA verlassen wir dann auch für heute schon wieder, nachdem Flounder noch ein „paar“ Bilder von Dino-Rama und Co. gemacht hat. 

  

 

  


Dann tauchen wir mit dem allseits beliebten Clownfisch in die Tiefen des Ozeans hinab. „Finding Nemo, the Musical“ ist eine sehr nett umgesetzte Kurzversion der bekannten Pixargeschichte. Die Kostüme sind zunächst etwas gewöhnungsbedürftig aber durchaus gut gemacht, und auch die maßgeschneiderte Musik ist ganz schön. Durchweg eine neue Erfahrung, die man nicht missen sollte. Gerade für Kinder natürlich ideal. 

Auf dem Weg zurück passieren wir noch einmal den Forbidden Mountain und beobachten in Ruhe das Spektakel bevor wir weiterziehen. 

  


Unser Park-Tag neigt sich so allmählich dem Ende zu, denn wir haben heute noch so Einiges außerhalb der Mäusewelt vor. Da wir aber den bunten Häuschen der Discovery Island und auch dem Camp Minnie Mickey noch nicht wirklich viel Aufmerksamkeit geschenkt haben, statten wir beidem noch einen kurzen Besuch ab, wobei mal wieder erstaunlich viele Fotos gemacht werden. Diesmal sowohl vom Fisch als auch vom Vogel. 

  


Eine Attraktion steht heute nicht mehr auf dem Programm und so verlassen wir den Park, machen uns zunächst auf ins Motel, wo wir uns umziehen und frisch machen und dann geht’s auch schon wieder weiter. 

 

 


Eigentlich haben wir geplant, mal eben auf einen Sprung in den Premium Outlets vorbeizuschauen, aber das sagt sich so einfach. Natürlich haben wir theoretisch eine wage Ahnung davon, wo sich diese nette Mall befindet, in der Praxis gurken wir aber eine Stunde von Hü nach Hott um schließlich in den LBV Outlets zu landen. Diese lassen wir jedoch mangels interessanter Einkaufsmöglichkeiten schon nach wenigen Minuten hinter uns, und die Fahrt geht weiter. Aber so sieht man wenigstens etwas von der Gegend (die übrigens nicht sonderlich abwechslungsreich ist). 

Zuguterletzt erreichen wir unser Ziel und in den Orlando Premium Outlets finden wir dann auch tatsächlich das, was wir zu finden hofften, und zwar einen netten Laden namens Disney‘s Character Premiere Wink. Zwar gibt es hier auch eine Menge Ramsch, aber wir werden dennoch fündig und decken uns mit T-Shirts, Sweatjacken, Pins und dem ein oder anderen Kleinkram ein. 

  


Da kommt selbst im Outlet noch eine ordentliche Rechnung zusammen. Aber dem günstigen Dollar sei Dank, bleibt alles noch im Rahmen. 

Um anderen Geschäfte einen Besuch abzustatten, bleibt kaum noch Zeit. 

So verschaffen wir uns nur einen groben Überblick und entscheiden, dass ein erneuter Besuch eher nicht lohnen würde, und fahren dann auf schnellstem Wege nach Downtown Disney (ganz ohne uns zu verfahren!!!), wo uns an diesem Abend eine Vorstellung von La Nouba im Cirque du Soleil erwartet. 


So, den Rest des Abends gibt es nun doch erst später zu lesen. In diesem Sinne erstmal eine Gute Nacht ... 

Grüße von Kolibri Mickey Wave und Flounder Smile

 

Wir parken am Marketplace, auf einem vom Zirkus etwas weiter entfernten Parkplatz, was uns später auch noch leid tun wird, aber das wissen wir in diesem Augenblick noch nicht. 

Zunächst begeben wir uns ganz gemütlich in Richtung Zirkuszelt, denn wir haben noch reichlich Zeit. Der ein oder andere Shop bleibt dabei natürlich nicht unentdeckt, aber die Kreditkarten zücken wir letztendlich doch nicht. Man will doch sparsam sein *lol*, und nach der Vorstellung ist ja auch noch Zeit. 

  


Zu unserem Unmut fängt es mit einem Mal an zu regnen, und wir verbringen die letzten Minuten bis zum Einlass unter dem weißen Vordach des Zirkus. Na, hoffentlich lässt das Mistwetter in den nächsten zwei Stunden nach, sonst gibt’s ziemlich nasse Füße auf dem Weg zum Auto. 

Doch darüber machen wir uns später Gedanken. Jetzt genießen wir (hoffentlich) erstmal die Darbietungen der legendären Akrobaten. Ich hatte mir die gesamte Show zuvor schon auf DVD angesehen und fand es …nun ja… gewöhnungsbedürftig, aber teilweise durchaus beeindruckend. 

 


Was uns geboten wird ist eine Mischung aus Clowns (die ausnahmsweise wirklich relativ witzig sind), Akrobatik aller Art, sehr eigener Live-Musik und ebenso eigenem Theater. Insgesamt würde ich die Show als abstrakte Kunst auf der Bühne bezeichnen. Sicher nicht jedermanns Geschmack (was ohnehin unmöglich ist), aber sehenswert und qualitativ überhaupt nicht mit dem herkömmlichen Wald -und Wiesenzirkus zu vergleichen. 

Besonders toll finde ich vier asiatische (wahrscheinlich chinesische) Mädchen, die alle zwischen etwa 8 und 12 Jahren sein müssen, die eine Kombination von Akrobatik und Diabolo-Kunst abliefern, wie sie ihresgleichen sucht. Genial, die Mädels. 

Andere Künstler zeigen eine eher durchschnittliche Performance, aber extrem gut, in dem was sie tun, sind ausnahmslos alle. 

Musikalisch hätte ich mir grundsätzlich beim Cirque du Soleil etwas mehr Romantik mit Hang zum Kitsch vorgestellt. Es ist dann aber doch eher… ungewöhnlich. 

In jedem Fall ist es sehr kurzweilig, die Zeit vergeht wie im Flug und wir fühlen uns bestens unterhalten. Sowas wie Pausen gibt es nicht. Absolut immer gibt es irgendwas zu sehen, meist gleich mehrere Dinge auf einmal. Langeweile kann da unmöglich aufkommen. 

Dennoch lautet unser Fazit: Eine gelungene Show, die es sich anzuschauen lohnt, aber einmal reicht. Aber es soll ja auch Leute geben, die sowas von den Disney-Parks sagen Wink 

Gut gelaunt begeben wir uns also wieder an die frische Luft und prallen erstmal zurück. Es schüttet wie aus Eimern! Und wir haben keine Wahl, wir müssen da durch. Doch wie der Zufall es will, steht ohnehin noch der Kauf von Regenponchos auf meiner To-Do-Liste, denn ohne einen solchen werde ich keinesfalls den Kali River Rapids im Animal Kingdom, die ebenfalls noch auf der To-Do-Liste stehen, einen Besuch abstatten. Der nächste Disney-Laden liegt glücklicherweise direkt gegenüber dem Ausgang des Zirkuszelts. Also Hose hochkrempeln, ein kurzer Sprint und schnell zwei der durchsichtigen Plastikzelte erwerben. 

Anderweitig shoppen können wir dann jetzt doch nicht mehr, da in Kürze die Geschäfte in Downtown ihre Pforten schließen, und so verpacken wir uns nur wetterfest und eilen so schnell wie möglich zum Auto. 

Ich sag’s ja: hätten wir doch bloß einen näher gelegenen Parkplatz gewählt. 

So bleibt uns nichts anderes übrig, als vor dem Einsteigen wenigstens noch die ca. 17,3 Liter Wasser aus unseren Schuhen zu kippen, meine kniehoch (das ist beim Fischlein etwa knöchelhoch Wink ) nassen Beine notdürftig zu trocknen und dann zügig den Heimweg anzutreten. Denn auch wenn die Nachtluft mild ist, sind die klammen Klamotten wenig angenehm auf der Haut und eine Erkältung ist mit das Letzte, was ich mir hier jetzt wünsche. 

Im Motel dürfen Jeans, Socken und Co. dann über der Duschstange trocknen, während wir noch einmal die Erlebnisse des Tages Revue passieren lassen und uns dann vertrauensvoll in die Hände des Sandmännchens (amerikanisch: „Sändmän“) begeben. 

 


Gruß von Vögelchen und Fischlein ... bis zum nächsten Tag (der diesmal - zumindest tagsüber - disneyfrei bleiben wird) Mickey Wave

 

Tag 8 
Freitag, der 7. März 2008
 

Der Plan für den heutigen Tag sieht folgendes vor: 

Ausschlafen, Shopping in der Florida Mall und dann auf nach St. Augustine und ein bisschen amerikanische Geschichte schnuppern. Also ein gänzlich disneyfreier Tag. 

So in etwa kriegen wir das dann auch tatsächlich gebacken. Zumindest schlafen wir für unsere Verhältnisse wirklich lang, nämlich bis 7 Uhr 20 und machen uns dann auf zur Florida Mall. Eigentlich. Da wir aber keinen wirklichen Plan haben, wo sich das Einkaufsparadies befindet, gehen wir kurzerhand zu Plan B über und fahren stattdessen zu den Prime Outlets. 

  


Bei der Gelegenheit können wir auch gleich noch ein paar kurze Blicke auf Sea World und den neuen Wasserpark Aquatica werfen, weil beide Parks unmittelbar an unserer Route liegen. Was man so sehen kann, sieht zumindest im Fall von Sea World zwar ganz nett aus, Aquatica hingegen wirkt wie eine knallbunte Plastikwüste und auf uns somit eher abschreckend als einladend. 

Ich habe zwar noch keinen Vergleich zu den Disney Wasserparks Blizzard Beach und Typhoon Lagoon, weil wir dort ja bislang noch nicht waren, aber ich kann mit Sicherheit sagen, dass es mir nach den gerade gewonnenen Einblicken nicht leid tut, dass wir wir Sea World bei unserer Urlaubsplanung außen vor gelassen haben. 

Nicht weit von der Heimat des berühmten Wals Shamu, erreichen wir dann kurze Zeit später tatsächlich die Prime Outlets. Viel Zeit wollen wir hier eigentlich nicht verbringen, und es stellt sich heraus, dass das auch gar nicht nötig ist, denn wir empfinden das Angebot hier als ebenso unattraktiv wie in der Sawgrass Mills Mall oder den Premium Outlets. Schnäppchenjagd ist scheinbar nicht wirklich unser Ding, wenn es um Klamotten geht. 

  


In letzter Sekunde greife ich zwar dann doch noch noch drei Oberteile bei Esprit (ich wusste gar nicht, dass es das in den USA überhaupt gibt) für insgesamt 22$ ab, aber das war's dann auch schon – neben dem obligatorischen Besuch in Disney’s Character Warehouse, wo wir auch noch ein paar kleinere Schnäppchen machen. Aber das ist schon irgendwie normal Wink 

 

 

 


Wir setzen die Florida Mall also für einen späteren Zeitpunkt wieder auf die To-Do-Liste und machen uns schleunigst auf den Weg nach St. Augustine. 

Es ist schwül-warm und es hat sich verdächtig zugezogen. Der ein oder andere Regenschauer wird sicher nicht mehr lange auf sich warten lassen und wir hoffen, unser Tagesziel vielleicht doch noch trockenen Fußes erobern zu können. 

An den Universal Studios vorbei geht es über die US1 Richtung Nord-Osten, der Atlantikküste entgegen, doch tatsächlich macht uns das Wetter schon bald einen Strich durch die Rechnung. 

 

  


Daytona lassen wir links liegen, machen nur eine kurze Pause bei Burger King in Flagler Beach, und noch während wir im Restaurant sitzen, öffnet der Himmel seine Schleusen. Leider wird er sie für den Rest des Tages auch nur noch kurzzeitig schließen, doch dadurch lassen wir uns die Laune nicht verderben. Schließlich ist es immer noch warm und jeder weiß, wie angenehm sich warmer Regen auf der Haut anfühlen kann. 

 


In St. Augustine angekommen parken wir gleich am heutigen Nationaldenkmal und ehemaligen Festung Castillo de San Marcos, ich kremple die Hosenbeine hoch, werfe den am Vortag erstandenen Regenponcho über, und dann erwandern wir uns das Zentrum von Nordamerikas ältester Stadt. 

  


Es ist ja allgemein bekannt, dass Städte bei Sonnenschein grundsätzlich schöner sind und bei Regen nur zu gern trostlos daher kommen, doch in St. Augustine ist das anders. Der historische Ortskern ist vielleicht nicht riesig, hat dafür aber riesig viel Charme und je mehr Straßen und Sträßchen wir entdecken, desto begeisterter sind wir. Aufgrund des Wetters sind nur wenige Touristen unterwegs und wir haben das Gefühl, die Stadt so zu erleben, wie sie wirklich ist. Kein schneeweißer Strand, keine berühmten Gebäude, nicht mal besonders viele Palmen gibt es hier, aber es ist verträumt, hübsch, natürlich auch touristisch aber eben auch eine ganz normale amerikanische Kleinstadt, allerdings mit viel Flair (wenn ihr wisst, was ich meine...). Im Eingang einer kleinen Kirche suchen wir Zuflucht vor einem besonders heftigen Regenschauer. Auf der anderen Straßenseite sitzt eine Omi in einem Schaukelstuhl auf der Veranda und lächelt uns zu. 

  

 

  

  

 

  

 

  

  

  

 

  

  

  


Wir witzeln ein bisschen rum, was wohl die Verwandtschaft sagen wird, wenn wir ihr mitteilen, dass wir bald hierher ziehen. Und während wir uns unseren Auswandererphantasien hingeben, verlieben wir uns. In der Sevilla Street steht "unser" Haus. Es sieht ganz anders aus, als ich mir mein Traumhaus bislang vorgestellt habe, aber DAS ist es. Nur das. Kein anderes. Es ist ein dunkelgrünes Holzhaus mit weißen Fenstern, einem wild-romantischen Garten und einer hölzernen, weißen Schaukel auf der Veranda. Man kann das Meer zwar nicht sehen, aber doch immerhin riechen, und Walt Disney World ist nur zweieinhalb Stunden entfernt. Was will man mehr? 

 

 

  


Zur Zeit ist in dem Haus noch eine Bed & Breakfast-Pension untergebracht. Was die aktuellen Bewohner wohl sagen, wenn wir in Kürze Eigenbedarf anmelden und sie rausschmeißen??? 

Unser zukünftiger Nachbar arrangiert gerade seine Blumentöpfe im Wintergarten neu, und alles ist so friedlich und stimmungsvoll. Sogar das Wetter passt irgendwie. Wir sind klatschnass, aber vollkommen zufrieden. 

  


Na gut... lassen wir das. Aber man wird doch wohl noch träumen dürfen Wink 

Natürlich gibt es hier auch noch ein paar andere Dinge zu entdecken. Das anfangs erwähnte Kastell zum Beispiel, ein paar prächtige Gebäude wie die Universität oder das Lightner Museum, die ebenso vom Eisenbahn-Pionier Henry Flagler gebaut wurden, wie so manch anderer Prachtbau in Florida. 

Außerdem steht hier das älteste noch erhaltene Haus der USA, das wir übrigens nicht bewusst entdecken, und natürlich gibt es reichlich Idylle. 

St. Augustine ist zwar keine aufregende Stadt, geschweige denn eine pulsierende Metropole, aber sie wirkt liebens- und lebenswert, und vielleicht macht gerade das diesen Ort so reizvoll für uns. 

  

  


Doch so nett es hier auch sein mag, die Zeit drängt einmal mehr. Wie üblich ist der Tag wie im Fluge vergangen, und wir haben kaum bemerkt, dass wir wieder so gut wie nichts gegessen haben. Da trifft es sich doch gut, dass wir für den Abend noch eine Reservierung im Ohana im Polynesian Resort haben. 

Also doch kein gänzlich disneyfreier Tag. 

 

 

 

 

 


Ich freue mich schon auf das angeblich so tolle Kartoffelgratin. Ich LIEBE Kartoffelgratin! Und wenn das Essen hält, was das Hotel verspricht, muss es richtig klasse sein. Das Polynesian gefällt mir auf Anhieb. So dschungelig mit viel Wasser und viel Grün, Bambus und interessanter Architektur. Sollten wir nicht nach St. Augustine ziehen können, würde ich mich auch mit einer netten Suite hier zufrieden geben. 

Es dauert eine Weile bis wir unseren Tisch zugewiesen bekommen, aber das macht nichts, so haben wir genug Gelegenheit, uns sowohl drinnen als auch draußen umzusehen. 

  

 

 

  

 


Doch allmählich nagt der Hunger und so nehmen wir doch ziemlich zügig unsere Plätze in Beschlag, als der Pager sich bemerkbar macht. Diesmal haben wir ein bisschen mehr Glück als im Contemporary. Zumindest einer von uns hat von seinem Platz aus "Wishes" gut im Blick (ich überlasse dem Fisch großzügig den Vortritt). 

  

 


Recht schnell wird dann auch das Essen serviert. Wird auch Zeit! Aber irgendwas fehlt...??? ES GIBT KEIN KARTOFFELGRATIN!!! Nur ein paar geschmaksarme, gebratene Nudeln. Na toll!!! Und als ich erwähne, dass ich Vegetarier bin, bekomme ich einfallsreicherweise als Alternative zum Fleisch eine andere Variation der geschmacksarmen Nudeln, angereichert mit einer Hand voll geschmacksarmem Gemüse. 

Der Vorspeisensalat ist ja noch ganz lecker, was aber auch nur am Dressing liegt, die zum Brot gereichte Kokosbutter habe ich schon nach kurzer Zeit über, weil sie schon fast zu intensiv ist, und ansonsten gibt es eben Nudeln und jede Menge Fleisch. 

Den Nachtisch würde ich zwar auch gern noch probieren, aber da die Nudeln so unglaublich satt gemacht haben, würde mir wahrscheinllich schon nach dem ersten Löffel schlecht werden. Also lasse ich es lieber gleich. 

Dieses Essen bildet also leider - zumindest für mich - nicht gerade einen idealen Tagesabschluss, aber wenigstens der Fisch ist einigermaßen zufrieden, doch dazu kann er sich ja auch gern selbst noch äußern. 

 


Dann also auch von mir noch kurz etwas zum verregneten Dinner im 'Ohana: 

Das Essen ist insgesamt gut, wenn man kein Fleischverächter ist. Denn eben jenes Fleisch ist in allen Belangen einfach köstlich, ebenso die Gambas. Weniger bemerkenswert sind allerdings die Chicken Wings (oder sind es Chicken Legs?). Doch dieses "mit den Fingern essen" ist ohnehin nicht mein Ding, wenn das Essen vor Fett nur so trieft und tropft. Ich bin also vermutlich nicht repräsentativ. Der Durschnittsamerikaner scheint sich wohl allein von dieser "Vorspeise" ernähren zu können. 

Das Gemüse ist meiner Ansicht nach auch gut (hat eine leichte Thai-Note), die zum Essen gereichten Saucen sind ebenfalls sehr lecker. Die Nudeln paßen aber irgendwie gar nicht dazu, wie meiner Meinung nach die gesamte Kombination des Essensangebots etwas ungewöhnlich ist, aber man ist ja nicht gezwungen alles zusammen zu essen 

Das Brot und die Butter sind viel zu kokoslastig, so daß ich nach einem Bissen davon ganz weit Abstand nehme und mich an Fisch und Fleisch halte. Das aber nicht zu knapp. Der Hunger ist aber auch nach dem anstrengenden Tag nicht zu verachten. 

Nach dem Essen kommt dann der Kellner und kippt vor unseren Augen alle Essensreste übereinander auf ein Tablett. Da kann einem u.U. das Essen vergehen, wenn man so etwas sieht. Gut, dass wir es bereits hinter uns haben. Das ist der einzige wirklich negativ zu erwähnende Punkt hier. Ansonsten eine schöne Erfahrung, die aber wohl einmalig bleiben wird. 

Und damit zurück zum Vögelchen ...
 

Ich für meinen Teil bin jetzt hundemüde und der morgige Tag beginnt schon sehr früh, da wir unsere erste Guided Tour gebucht haben. Also zurück durch das Hotel zum Parkplatz und noch ein paar Eindrücke im Hotel aufgeschnappt. 

  

  


Dann also eine gute Nacht! 

Gruß von Kolibri und Flounder
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Tag 9 
Samstag, der 8. März 2008
 

Der heutige Tag beginnt anders als die bisherigen, denn es ist kalt und windig. Doch immerhin haben sich die Wolkenberge des Vortags verzogen und die Sonne lacht wieder vom strahlend blauen Himmel. Angesichts der noch frühen Stunde besteht ja auch noch die Hoffnung, dass es im Laufe der nächsten Stunden wieder wärmer wird. 

Wir haben uns schon um 6 Uhr aus den Kissen gequält, denn bereits um 7 Uhr 15 gilt es am Eingang des Magic Kingdoms Spalier zu stehen, denn wir haben die „The Magic behind our Steam Trains“-Tour gebucht. Doch es kommt, wie es kommen muss, und wir machen der deutschen Pünktlichkeit mal wieder alle Ehre, indem wir 10 Minuten zu spät antanzen. Na, aber immerhin bekommen wir dafür von den übrigen Wartenden einen Applaus. Peinlich, aber irgendwie auch witzig. 

Doch nicht nur wir sind spät dran, sondern auch der Zug, der uns rund um den Park und auch in den Backstage-Bereich fahren soll. Das hat jedoch den Vorteil, dass wir von der Main Street Station ausgiebig den Blick über den noch geschlossenen und somit auch völlig leeren Park schweifen lassen können. Herrlich! 

  

  

  

  

 

  


Im Inneren des Gebäudes bekommen wir dann erstmal allerhand über die Geschichte des Parks und der Railroad erzählt, bevor schließlich doch noch unser Zug kommt und wir zunächst eine halbe Runde um den Park drehen. 

Von unserem Guide Rick erfahren wir dabei Einiges über den Streckenverlauf, die Signalen entlang der Schienen und die, die der Zug lautstark von sich gibt. Und Flounder wird sogar die Ehre zuteil, bei der CM auf der hinteren Plattform zu stehen, das bekannte „All aboard!“ zu rufen und auch einen Teil der Fahrt dort mitzumachen. Da geht dem Fischlein doch das kleine Herzchen auf! 

 

  


Ich für meinen Teil übernehme derweil ausnahmsweise die Aufgabe des Filmens. Nach einer Weile fahren wir dann auch tatsächlich hinter die Kulissen der bunten Disneywelt und der Unterschied ist wirklich dramatisch. Das Gebäude, in dem unten die Züge der Railroad und oben die der Monorail gewartet werden, ist grau, schmutzig und sieht eben aus, wie einen stinknormale Werkstatt, in der eine Menge gearbeitet wird. 

 

  


Hier erfahren wir, welche Arbeiten tagtäglich zu erledigen sind, bevor die Züge in Betrieb genommen werden, wie die Wartung vonstatten geht und was die Aufgaben der Lokführer und ihrer Begleiter sind. Jeder Teilnehmer der Führung darf in die Lok steigen, wo uns Rick mit der Technik vertraut macht. 

Anschließend geht es zurück auf die übliche Strecke um den Park. Am Bahnhof von Mickey’s Toon Town Fair halten wir noch mal, und Rick macht mit jedem von uns ein Erinnerungsfoto vor der Lok. Dabei vergisst er auch nicht zu erwähnen, dass es ein ganz besonderes Privileg ist, den heiligen, umzäunten Disney-Rasen betreten zu dürfen, damit wir auch ja optimal vor der Bahn zur Geltung kommen. 

  


Die Tour endet schließlich da, wo sie begonnen hat, an der Main Street Station. Es gibt noch ein „paar“ (mehr) abschließende Worte, einen Erinnerungspin und das wars dann auch schon. Naja, was heißt „schon“? 
Immerhin sind kanpp vier Stunden vergangen und wir gehen langsam wieder nach unten, wo wir kurz an der Exposition Hall stoppen und die Main Street entlang schlendern. 

 

  

  

 

 


Da wir aber insgesamt nicht genug von Zügen aller Art bekommen können, steuern wir jetzt das Tomorrowland an, wo wir den Blick aus einer der Bahnen der Tomorrowland Transit Authority genießen. Während der Fahrt bieten sich uns auch interessante Einblicke in den Space Mountain und die Buzz-Lightyear-Attraktion. 

Eine ruhige Sache, die manche als langweilig bezeichnen, die wir aber beide mögen, weil sie einfach interessante Aussichten ermöglicht. 

  

  

  

  

 


Übrigens ist entgegen unserer Erwartungen nicht wärmer geworden und noch dazu weht ein fieser Wind. Trotz Sonnenscheins und Fleece-Jacke friere ich wie ein Schneider. Und selbst das sonst so kälteresistente Flossentier gibt zu, dass T-Shirt und kurze Hose nicht die ideale Wahl für den heutigen Tag waren. 

Doch wir lassen uns nicht beirren, machen uns warme Gedanken und setzen unseren Weg in einen bislang weitestgehend vernachlässigten Teil des Parks 
fort: Mickey’s Toon Town Fair. Außer Goofy’s Barnstormer haben wir uns hier noch Nichts angesehen. 

Es ist ziemlich voll und wir spielen kurz mit dem Gedanken, einfach wieder umzudrehen, doch dann beschließen wir, wenigstens einen Blick in Mickeys Haus zu werfen. Ich finde es ist sehr nett gemacht, mit vielen lustigen Details, zahlreichen Hidden Mickeys und auch sonst einer Menge zu entdecken. 

Allerdings stellt sich mir die Frage, ob die olle Maus sich eigentlich nie wäscht. Jedenfalls hab ich kein Badezimmer gesehen. Und Minnie sollte dringend mal zum Putzen rüberkommen. Diese Küche…!!! 


  

  

  

  

  

  

  

  


Minnies Haus sparen wir uns und die Kinderspielplätze halten wir nur bildlich fest. Wir statten dem Judge’s Tent und der Toon Town Hall Of Fame noch einen kurzen Besuch ab, machen schnell ein paar hundert Fotos (oder so) und damit schließen wir unseren Abstecher nach Entenhausen auch schon ab. 

Ob der günstigen Stunde (Mittagszeit hier, früher Abend in Deutschland), nutze ich die Gelegenheit, meine kleinen Maus mal wieder zu kontaktieren und mich zu vergewissern, dass es ihr auch ohne die Mama gut geht. 

Danach legen wir die kurze Strecke zum Fantasyland zurück, wo wir angesichts der Menschenmassen und der endlosen Warteschlangen jedoch nur einen Fast Pass für Winnie Pooh ziehen. 

 

  


So, was haben wir denn noch nicht gesehen? Fahrten wir BTM oder Splash Mountain kommen momentan nicht in Frage, denn da ist es eindeutig zu voll und so nehmen wir den kürzesten Weg durch den Liberty Square vorbei am Columbia Harbour House, der Hall of Presidents – wo wir erfahren, dass die nächste Vorstellung in rund 25 Minuten beginnt - und dem Haunted Mansion direkt hinüber ins Adventureland. 

  

  


Dort wagen wir uns in die luftigen Höhen des Swiss Family Treehouse. 

Ich muss ja zugeben, dass ich schon das Baumhaus in Paris mag, auch wenn es nur allzu gern auf der Liste der langweiligsten Attraktionen ganz oben steht, aber ich mag einfach die schöne Aussicht und das viele Grün (selbst, wenn es nicht echt ist). Und das ist hier nicht anders. Was allerdings sofort ins Auge fällt ist, dass alles um mich herum viel gepflegter ist, als ich es aus Paris kenne. Noch an Silvester habe ich mich darüber aufgeregt, wie runtergekommen „La Cabane de Robinsons“ inzwischen ist. Hier hingegen ist alles tiptop. Es blättert keine Farbe an den Geländern ab, Treppenstufen und Holzbalken sehen nicht aus, als würden sie jeden Moment zusammenbrechen und die einzelnen Zimmer des Hauses sind sauber und nicht im Geringsten angegammelt. Und natürlich kann man auch hier die ein oder andere fantastische Aussicht genießen. 


 

  


Da kann mir nicht mal der schmerzhafte Splitter, den ich mir an einem Treppengeländer einfange, die Petersilie verhageln. Ich erwäge zwar kurz, Disney auf ein paar Millionen Dollar Schadenersatz zu verklagen (schließlich macht man das in den USA ja so), verwerfe diesen Gedanken aber auch ebenso schnell wieder. 

Ansonsten heil wieder auf festem Boden angekommen, wechseln wir nun noch einmal das Land und setzen uns zu der nun beginnenden Vorstellung in der Hall of Presidents einer geballten Ladung amerikanischen Patriotismus aus. 

Zugegeben, die audioanimatronische Herde sämtlicher Präsidenten der Vereinigten Staaten, von George Washington bis zur gegenwärtigen Wurzel allen Übels, ist beeindruckend und technisch sehr gut gemacht, aber diese Selbstverherrlichung ist einfach nicht meine Kragenweite. Mag sein, dass ich als gebürtige Deutsche durch die Vergangenheit unseres Landes sozusagen ein gebranntes Kind bin, aber das hier ist einfach zuviel des Guten. 

 


Ich bin schon mit dem entsprechenden Vorurteil hierher gereist und bin entsetzt, es in diesem Maße bestätigt zu finden, wenngleich auch nicht überrascht. 

Damit wird dann also auch diese Attraktion abgehakt und jetzt bitte schnell weiter. 

Rasch um die Ecke und ins Frontierland begeben ist unser Plan, denn es ist Paradenzeit. 

Im Anschluss wollen wir dort dann auch gleich das Country Bear Jamboree besuchen und noch ein paar andere Attraktionen in der mehr oder weniger nahen Umgebung. 

Die Parade haben wir ja schon einmal gesehen und weil mir immer noch furchtbar kalt ist, verziehe ich mich schon mal in den warmen Wartebereich der Bären-Show, während mein schuppiger Lebensabschnittsgefährte die Zeit nutzt, um noch ein paar Paradenbilder vor sonnig-blauem Himmel zu machen., was beim letzten Mal ja leider nicht möglich war. 

  

  

  


Sobald der letzte Wagen vorbeigezogen ist dauert es auch nur noch wenige Momente, bis die spärliche Zahl der Zuschauer, die sich zwischenzeitlich für die Country Bears eingefunden hat, ins Theater gelassen wird. 

Was uns dort erwartet ist gewöhnungsbedürftig. Eine Audioanimatronic-Show auf einer zentralen und vier kleinen Bühnen rechts und links, die ich insgesamt mit Country-Kitsch umschreiben würde (wobei diese Wortschöpfung auch für das ganze Theater zutreffend ist). Große und kleine, männliche und weibliche Bären tanzen, singen und musizieren inmitten lieblicher Szenarien. 

  


Ich fühle mich ein bisschen an diese alten Shows aus dem Phantasialand erinnert (falls die jemand kennt). 

Möglicherweise schön für Leute, die auf Country-Musik stehen, wir gehören nicht dazu und haken diese Attraktion deshalb gedanklich als erledigt ab. 
Vielleicht irgendwann nochmal, aber in diesem Urlaub wohl eher nicht. 

Die Fast Pässe sind fällig und so sitzen wir nach einem weiteren Länderwechsel in einem klebrigen Honigtopf und lassen uns in die bunte Welt von Winnie Pooh entführen und schlendern über den gegenüber liegenden Spielplatz. 

  

  

 


Mr. Toad’s Wild Ride, der sich früher an dieser Stelle befand, gefiel Flounder zwar besser, aber da ich keinen Vergleich habe, bin ich auch mit dieser Fahrt sehr zufrieden. Süß gemacht, und auch wenn das Merchandising rund um den gelben Bären im roten Pulli auch in unseren Breiten inzwischen nervige Ausmaße angenommen hat, mag ich Pooh und seine Freunde immer noch. 

Und I-aah ist sowieso der Beste! 

Trotz der Tatsache, dass dies eine echte Kinderfahrt ist, war das sicher nicht mein letzter Besuch. Aber ich kann ja auch 20 Mal hintereinander Small World fahren, ohne dass mir schlecht wird Wink 

Jetzt gehen wir noch eimmal ins Adventureland, um einen Abstecher in den Tiki Room zu machen. Auf dem Weg dorthin passieren wir Cinderella’s Castle und es begegnet uns Captain Jack Sparrow in voller Lebensgröße. 

 

 


So, der Tiki Room ist erreicht und wir sind auch schon von den Vögeln verzaubert. Leider ist dieser Zauber leicht negativ angehaucht. Wo ist die tolle Musik, für die die Attraktion so berühmt ist? Ein paar wenige Klänge lang kann man sie hören, bevor die Musik in ein eher ohrenbetäubendes und nervendes Gedudel übergeht, das wohl den Fortschritt und das neue Management des Tiki Rooms repräsentieren soll. Schade, mit der alten Musik wäre es sicher schöner gewesen. 

  


Meine Güte, ist das schon wieder spät geworden!!! Es ist später Nachmittag/früher Abend und außer einem Müsliriegel habe ich mal wieder noch nichts gegessen. 

Im Magic Kingdom ist es für mich nicht so ganz einfach, etwas Passendes zu essen zu finden und so setzen wir unseren Zickzack-Kurs durch die Länder fort, bis wir schließlich in Cosmic Ray’s Starlight Café im Tomorrowland fündig werden. Vegetarischer Wrap für mich und irgendein Burger für den Fisch. Ich habe ja immer noch die Hoffnung, dass mich die Zufuhr von Enrgie vielleicht ein bisschen aufwärmt… aber Pustekuchen. Kaum haben wir nach dem Essen unseren sonnig-warmen Fensterplatz verlassen, bin ich auch schon wieder von der Nasenspitze bis zu den Zehen von einer Entenpelle überzogen. 

Der Park hat heute lange geöffnet und in Anbetracht der Tatsache, dass in nicht allzu ferner Zukunft auch noch das bisschen wärmende Sonne untergehen wird, graut es mir vor dem Rest des Abends. 

Und da Flounder weiß, wie „angenehm“ es ist, mit einem frierenden Vögelchen seine Zeit zu verbringen, schließen wir einen Kompromiss. Wir schauen uns noch schnell die für heute letzte Vorstellung der Dream Along With Mickey-Show vor dem Schloss an, damit auch diese filmisch festgehalten wird und dann fahren wir ins Hotel und ziehen uns um. 


 

  

  

  

 


Gesagt, getan. Fischlein filmt, Vögelchen zittert (und kriegt deshalb auch kaum was von der Show mit), und danach nichts wie ab zum Auto. 

 


15 Minuten fahren, 5 Minuten umziehen, 15 Minuten fahren (plus Monorail und Fußwege) und pünktlich zu Spectromagic laufen wir wieder im MK auf. 

Es wird wieder kräftig gefilmt, geguckt und mitgesummt, und während es uns anschließend zu den Piraten zieht, begleitet die Musik uns noch eine ganze Weile aus der Entfernung. Da lässt sich die vermeintliche „Kälte“ doch einigermaßen ertragen. 

Den restlichen Abend verbringen wir in unseren favorisierten Attraktionen, die sich glücklicherweise merklich geleert haben. 

Erst Säbelschwingen mit den Piraten, dann Hasenfangen im Splash Mountain, vorm BTM ein bisschen Wishes gucken (natürlich nicht ohne ca. 300 Fotos davon zu machen) und zum Abschluss nochmal Gruseln mit den 999 Geistern. Das Haunted Mansion lieben wir beide und besser kann ein Tag kurz vor der Geisterstunde einfach nicht enden. 

  

  

 

 

 

 

 

 

 


Auf dem Weg zum Auto entstehen mal wieder diverse Nachtbilder und ein bisschen Shopping können wir uns auch nicht verkneifen. Unser Pal Mickey ist bald um ein schickes Safari-Outfit reicher, und ich decke mich mit einer weiteren kleinen Ladung Scrapbookartikeln ein. Womit auch sonst? Wink 

Inzwischen ist es wirklich spät, und ein Weilchen brauchen wir ja dann doch noch, bis wir im Motel sind. Morgen können wir zwar ausschlafen, da weder irgendein Frühstück noch eine Guided Tour geplant sind, aber das Bett ruft doch unüberhörbar, und so beenden wir an dieser Stelle einen kalten aber trotzdem sehr schönen Tag. 

Bis später dann Smile 

Gruß von Vogel und Fisch ...
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o - und hier ist der nächste Teil des Berichts. Diesmal bleiben wir ausnahmslos vor den Kulissen. Viel Spaß! 


Tag 10 
Sonntag, der 9. März 2008
 

Der heutige Tag beginnt mit… SCHLAFEN! Und das ist auch dringend notwendig nach dem ständigen frühen und noch früheren Aufstehen. Wir haben richtig viel Zeit und entscheiden uns deshalb, heute mal die Parkgebühren zu sparen und auf einem der kostenlosen Parkplätze in Downtown Disney zu parken. Außerdem hatten wir bei unserem ersten Besuch hier ja nicht die Gelegenheit zum ausgiebigen Bummeln, weil es bekanntlich in Strömen geregnet hat. Deshalb nutzen wir die Gunst der Stunde und ziehen in aller Ruhe von Geschäft zu Geschäft. Am beeindruckendsten ist eindeutig World of Disney, seines Zeichens das größte Charakter-Kaufhaus der Welt. Und das glaube ich auch auf Anhieb. Für diejenigen, die bislang nur das DLRP kennen: man nehme das Emporium ungefähr mal 8 und verdopple es außerdem in der Höhe. Hier bleiben wirklich fast keine Wünsche des Disneyinfizierten offen. Aber eben doch nur fast, wie ich zu einem späteren Zeitpunkt noch feststellen werde. 

Toll sind auch der Weihnachtsladen, wenngleich unverschämt teuer, und natürlich der Laden mit den ganzen Fotoalben, Scrapbookartikeln, Bildern und Figuren. Manche davon sind richtig groß, sehr schön und trotzdem bezahlbar. Doof nur, dass unsere Koffer so klein sind Wink 

Dann gibt es natürlich auch noch die ganzen Geschäfte, die nichts mit Disney zu tu haben, und auch da gibt es so manches Interessante zu entdecken In einem Laden gibt es z.B. nur Magnete, unvorstellbar was für bekloppte Sachen es gibt *kopfschüttel*. 

Restaurants jeder Art findet man hier natürlich auch noch, aber zum Essen ist es uns jetzt eindeutig noch zu früh. Außerdem muss eine Mahlzeit am Tag reichen Very Happy 

Die diversen Nachtclubs haben logischerweise auch noch geschlossen und den…nennen wir es mal interaktiven Vergnügungstempel…Disney Quest lassen wir auch links liegen. Der ist an einem anderen Tag dran, zumal das Interesse, das wir dafür aufbringen, auch nicht sonderlich groß ist. 

  

  

  

  

 

 

 

  


Nach eineinhalb Stunden haben wir uns einen ausreichenden Eindruck verschafft, und jetzt geht es darum, eine passende Pendelbusverbindung zum Animal Kingdom zu finden. Im Klartext bedeutet das, dass wir erstmal zur Animal Kingdom Lodge fahren, da die Parks von Downtown nicht direkt angefahren werden, und von dort geht es weiter zum Reich der Tiere. Doch da wir ja soviel Zeit haben, lassen wir es uns nicht nehmen, vor dem Parkbesuch das zunächst angesteuerte Hotel noch etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Lobby gucken, Restaurants gucken, Außengelände mit Tieren gucken, Pool begutachten… der nächste Urlaub kommt bestimmt und es wäre ja vielleicht ganz schön, auch mal in einem Disneyhotel abzusteigen. Was ich mir in diesem Hotel allerdings schöner vorgestellt hätte, ist das Gelände mit den Tieren, das man auch von vielen Zimmern aus einsehen kann. Ich denke, ich würde niemals einen Aufschlag für so ein Zimmer zahlen wollen, denn Tiere sind nicht allzu viele zu sehen und das Gelände selbst ist wirklich öde und sogar beinahe hässlich. Ansonsten ist das Hotel aber wirklich schön und besonders die Lobby ist genauso beeindruckend, wie sie auf den Fotos, die man so in den Weiten des WWW findet, aussieht. 

 

  

 

 

  

  


Inzwischen ist es halb eins und ein bisschen was wollen wir ja doch noch auf freizeitparktechnischer Ebene erleben. Der nächste Bus steht schon bereit, und nach einer kurzen Fahrt erreichen wir auch schon das Animal Kingdom. 

 

 


13 Uhr - It’s Showtime! Wir beginnen mit der Festival of the Lion King Show im Camp Minnie Mickey. Eine kunterbunte Party, die für Kinder und Erwachsene gleichermaßen geeignet ist und garantiert immer mit guter Sicht punkten kann, da sich die Bühne mittig zwischen den Zuschauerrängen befindet und die ganze Darbietung symmetrisch aufgebaut ist. Die Zuschauer werden in die Handlung mit einbezogen und durch die Musik kommt tatsächlich eine gewisse Partystimmung auf. Diese Mischung aus Musik, Tanz, Akrobatik und knalligen Farben sollte man auf jeden Fall mal gesehen haben, denn es gibt sicher schlechtere Shows in den Parks. 

  

  

  


Wir bleiben bei den Shows. In Asien betrete ich mit sehr gemischten Gefühlen das Theater von Flights of Wonder. Diverse dressierte Vögel zeigen ihre Kunststückchen. Stelle ich mir eigentlich ziemlich langweilig vor. So was sieht man ja auch hierzulande hin und wieder und dolle fand ich’s nie. Im Nachhinein muss ich aber zugeben, dass diese Show wirklich klasse gemacht ist. Neben vielen interessanten Informationen zu den verschiedenen Vögeln, zu ihrer Haltung und Dressur, wird alles auch noch in eine ganz lustige Geschichte verpackt und auch hier wird das Publikum in das Geschehen mit einbezogen. 

  


Ach ja… und der Vogel-Trainer ist zwar irgendwie bubihaft, aber er hat was Wink Also auch in diesem Fall heißt es: nicht verpassen! 

Nach soviel Show brauchen wir jetzt ein bisschen Abwechslung, oder sollte ich lieber sagen Abkühlung? In den Kali River Rapids kommen zum wiederholten Male unsere Regenponchos zum Einsatz. Denn auch wenn der Tag im Vergleich zum gestrigen wieder wesentlich wärmer ist, habe ich doch keine Lust auf eine kalte Dusche und die Chancen dafür stehen bei dieser Fahrt immerhin bei 1:4. 

Auf dem Weg zum Eingang entdecke ich dann auch wirklich den ein oder anderen völlig durchnässten Besucher und ziehe vorsorglich auch noch die Socken aus und kremple die Hose bis zu den Knien hoch. Sicher ist sicher. Die Schuhe muss man leider anlassen, sonst hätte ich die auch noch mit Freuden von mir geschleudert. 

  


Warten müssen wir nicht lange. Unser Gepäck verstauen wir in der Mitte des runden Floßes in einem speziellen, abgedeckten Behältnis. Ich wickle den Poncho samt Kapuze noch etwas fester um meinen Körper (wie gut, dass ich so klein bin), und dann geht es los. Ein Junge mir gegenüber sagt noch grinsend „I am ready to stay dry“ und schon hinter der ersten Kurve ist er der erste, der patschnass wird. Ein Mädel zur Linken fängt an zu heulen, als sie das sieht und hat plötzlich panische Angst, dass ihr das gleiche Schicksal widerfahren könnte. Die Stimmung im Boot ist eine Mischung aus angespannt und ausgelassen. 

Vorbei an Tempelruinen und Wasser spritzenden Elefanten erreichen wir die Überreste eines abgebrannten Regenwaldes. Die Botschaft, die dahinter steht, kommt allerdings aufgrund der Turbulenzen der Fahrt eindeutig zu kurz. Irgendwie passt das nicht zu einem Ride, bei dem im Vordergrund doch eindeutig der Wasserspaß steht. Gut gemacht ist es aber auf jeden Fall, mit den jaulenden Kettensägen und dem Brandgeruch kommt es auch sehr authentisch daher (nicht, dass ich schon mal im brennenden Regenwald gewesen wäre, aber ich denk das einfach mal so). 

Tja, und dann kommt der fragwürdige Moment, in dem sich unser Floß in die Tiefe stürzt. Werde ich den Poncho überhaupt brauchen und wenn… wird er auch seinem Zweck dienen? Das Floß dreht sich noch einmal und …JA!!! Ich fahre rückwärts! Und das bedeutet, dass ich plötzlich hinterrücks von gefühlten 500 Litern Wasser überspült werde. Um ein Haar wäre die goldene A-Karte an mich gegangen, aber eben auch nur fast. Das Wasser steht mir in den Schuhen, aber ansonsten hat mich der wunderbare, tolle, fantastische Regenponcho annähernd trocken gehalten. Eindeutig die lohnendste Anschaffung dieses Urlaubs. Inzwischen sogar dreifach bewährt. 

Abgesehen von ein paar merkwürdigen Schmatzgeräuschen aus Richtung meiner Füße, fühle ich mich wunderbar, und dank eines vorsorglich eingepackten Handtuchs ist auch der kleine Wasserschaden im Schuhwerk schnell wieder behoben. Jetzt kann mich nichts mehr schocken. 

  


Wobei ich aber auch nicht glaube, dass Mickey’s Jammin’ Jungle Parade, die wir uns jetzt gleich ansehen werden, in irgendeiner Form Angstzustände hervorrufen könnte, aber man weiß ja nie. 

Auf dem Weg dorthin machen wir einen kleinen Abstecher, um uns für den späteren Abend Fast Pässe für Expedition Everest zu holen. Als wir gerade schon weiter gehen wollen, bekommen wir überraschend von einer älteren Dame, die sich dann doch gegen einen Besuch des Yetis entschieden hat, noch einen Fast Pass geschenkt. Kurzerhand setzen wir ihn umgehend ein und kommen sogar beide damit in die Attraktion. So etwas könnte ruhig öfter passieren. Da wir beide aber auch schon des öfteren Fast Pässe verschenkt haben, scheint es einfach eine Art der schönen Gerechtigkeit zu sein Wink 

  

  


Bevor dann die Parade losgeht, besorge ich mir noch schnell bei Tamu Tamu Refreshments ein Sandwich auf die Hand, dazu ein paar Apple Slices und Carrot Cake. Blöderweise ist nichts davon wirklich ansatzweise lecker, aber es stillt wenigsten den ärgsten Hunger. 

Die Parade, die kurz darauf an uns vorbei zieht, ist dann wirklich mal anders als das, was sonst so bei Disney in dieser Hinsicht geboten wird. Zu rhythmischer Musik tanzen Menschen und Character auf scheinbar amateurhaft aus Holzresten zusammengezimmerten Wagen, und dazwischen bewegen sich merkwürdige Tierfiguren aus Bambusrohren, Stoffen und Fellen, die von CMs getragen bzw. gefahren und bewegt werden. 

  

  

 


Keine klassische Parade, aber nicht schlecht, wenn man sich erstmal an den Anblick gewöhnt hat. Jedenfalls passt sie thematisch eindeutig in die Umgebung. 

Hier noch eine Aufnahme der Parade in bewegten Bildern 

Mickey's Jammin Jungle Parade - Teil 1 
Mickey's Jammin Jungle Parade - Teil 2
 

Ausgeruht und frisch gestärkt freue ich mich jetzt auf weitere Unternehmungen in noch unbekannte Teile des Parks, doch Flounder überrascht mich mit seinem Wunsch, zuvor noch einmal den Dinosauriern einen Besuch abzustatten. Super! Nichts, was mich mehr freuen würde… 

Und dann füge ich mich in mein Schicksal, steige im Dino Institute zum zweiten Mal in eines der komischen Wackelfahrzeuge und schaue diesmal sogar ein bisschen öfter hin, wenn die Urzeitbestien uns bedrohen, aber so ganz geheuer ist mir dieses Abenteuer immer noch nicht. Der Fisch hingegen scheimt am liebsten hier einziehen zu wollen. 

Danach durchstöbern wir eingehendst den angrenzenden Merchandiseladen, verlassen diesen dann aber ohne nennenswerte Einkäufe. 

Wir bleiben erst einmal im Dinoland USA und besuchen das Din-O-Rama. Hier geht es jetzt etwas sanfter mit dem Tricera Top Spin weiter. Das ist so eine Art prähistorischer Dumbo. Statt Elefanten fliegen hier kleine grüne Dinos und wir werden mit den Worten begrüßt: „Jeder nur einen Dino!“ – oder so ähnlich Wink 

  

  


Gegenüber gibt es übrigens auch noch den Primeval Whirl, vergleichbar mit einer Wilden Maus, allerdings in einem Meteoriten-Einschlagsszenario zu Dinozeiten. Damit sind wir schon bei unserem letzten Besuch im AK gefahren, aber ich habe doch glatt vergessen, es hier zu erwähnen. Eine nette Fahrt, die von außen allerdings spannender aussieht, als sie tatsächlich ist. Testen schadet aber nicht und der augenscheinliche Drehwurm, den die kleine Achterbahn ihren Gästen mit auf den Weg gibt, ist auch äußerst harmlos. 

  


Auf der Suche nach Hidden Mickeys können wir es uns nicht verkneifen, auf dem Weg zurück nach Asien noch einen kurzen Schlenker über den Boneyard, einen Kinderspielplatz, zu machen, der im Endeffekt doch etwas länger ausfällt, als ursprünglich erwartet. Wir suchen die in unserem mitgeführten Buch aufgezählten Mickeys und probieren auch gleich noch die eine oder andere Rutsche aus, turnen über Brücken und durch Dinoskelette und buddeln auch ein bisschen in der paläontologischen Fundstätte nach bleichen Echsenknochen. Da kommt doch eindeutig das Kind in uns noch ein bisschen mehr durch. Mit leichten Schürfwunden am linken Arm beendet Flounder seine letzte Rutschpartie dann ist Schluss mit Lustig. 

  

  


Jetzt wird es ernst. Es gilt, eine Expedition in den indischen Dschungel zu bestehen. Neben diversen wilden und weniger wilden Tieren soll es auf dem Maharajah Jungle Trek auch zahlreiche Hidden Mickeys geben, und wir machen es uns zur Aufgabe, jeden einzelnen zu finden. 

 

  

  


Im Gegensatz zum Pangani Forest Trail, den wir ja beim letzten Mal schon besucht hatten und eher dürftig fanden, ist das indische Pendant atmosphärisch toll gemacht. Durch verfallene Tempel und wirklich dschungeligen Dschungel schlendern wir an allem möglichen Getier vorbei, die versteckten Mäuse immer im Visier. Ein sehr netter CM ist uns bei der Suche nach einem besonders kniffligen und besonders süßen Exemplar dieser Gattung behilflich. Wir haben unseren Spaß. 

  

 

  

  


Doch auch wenn man nicht nach der Silhouette mit den großen Ohren sucht, ist der Maharajah Jungle Trek einen Besuch wert, einfach weil er so schön ist. Für uns wird er zu einer der liebsten Ecken im Animal Kingdom. 

So allmählich neigt sich der Tag dann aber auch schon seinem Ende zu. Wir haben inzwischen alles gesehen, was dieser Park zu bieten hat, und so können wir zum Abschluss noch einmal eine letzte Fahrt auf die Spitze des Mount Everest genießen. Immer wieder herrlich. Danach erforschen wir noch intensiv den angrenzenden Souvenirladen und ziehen mit einem Namensschild für mich ausgestattet von dannen. Ich freu mich jetzt schon auf den hoffentlich nächsten Urlaub Very Happy 

Nach dieser Fahrt erstehen wir übrigens an einem Stand auch unseren kleinen Yeti, der uns zukünftig auf all unseren Reisen begleiten und uns regelrecht ans Herz wachsen wird. Der ist aber auch süß, der kleine Kerl Very Happy 

  


In der hereinbrechenden Dunkelheit machen wir uns nun betont langsam auf den Weg zum Ausgang, denn natürlich kann Flounder hier nicht weg, ohne wenigstens ein paar seiner heiß geliebten Nachtbilder zu machen. Zugegeben… es sind ein paar wirklich tolle Ergebnisse dabei heraus gekommen: 

 

  

 


Hach, war das wieder schön heute. Schade dass wir schon gehen müssen. Doch heute ist nicht alle Tage, wir kommen wieder, keine Frage. 

Doch es ist ja nicht so, als würden wir jetzt ins Motel fahren und Däumchen drehen. Nein, nein… der Herr Fisch hat ja wie üblich noch nichts gegessen. Heute allerdings aus gutem Grund, denn wir haben noch eine Reservierung im Boma in der Animal Kingdom Lodge. Nach allem, was ich über das afrikanisch angehauchte Buffet dort gehört habe, freue mich mich sehr auf dieses Essen. 

Hier müssen wir heute erstmals richtig lange warten. Es ist ausgesprochen voll im Restaurant, und wir werden einmal mehr mit einem Pager ausgestattet und wandern zur Überbrückung der Zeit durch das Hotel. Wir erkunden die Gänge, die zu den Zimmern führen und setzen uns anschließend gemütlich in die Victoria Falls Lounge oberhalb des Restaurants, wo wir das Treiben im Boma beobachten. 

Endlich macht sich unser Gerät bemerkbar, und wir werden von einem überaus zuvorkommenden CM an unseren Tisch geleitet. Nach der Bestellung der Getränke fällt uns plötzlich auf, dass unser neuer Begleiter verschwunden zu sein scheint. Er hat aber nichts gesagt, und das ist doch eher ungewöhnlich. Also läuft Flounder noch einmal die letzten Meter ab und kommt freudestrahlend mit dem kleinen, weißen, liebenswerten Bergmenschen in der Hand wieder zurück. Diesen Schock haben wir also überwunden und können uns endlich dem vollen Genuss des einfach köstlich aussehenden Buffets hingeben. 

Wie sich herausstellt, war die Freude auf das Essen absolut berechtigt. Gerade für mich als Vegetarier gibt es hier eine hervorragende Auswahl an Vorspeisen, Hauptspeisen und natürlich auch Desserts aller Art. Ich werde mehr als satt, und auch Flounder kommt voll auf seine Kosten, nicht zuletzt dank des grandiosen Fleischangebots. Natürlich probiere ich auch die von Merlin vom Stern angepriesenen Zebra Domes und die von Bjanka empfohlenen mehlfreien Brownies. Letzteren gebe ich dabei allerdings eindeutig den Vorzug, weil sie einfach unglaublich schokoladig sind und ich Brownies ohnehin liebe. Lecker ist aber beides. 

  

  


Vollkommen satt und zufrieden, aber auch hundemüde, machen wir uns endlich auf den Weg zurück nach Downtown Disney, wo das Auto schon lange einsam auf uns wartet. Es ist bereits sehr spät, als wir endlich im Motel ankommen, und zumindest von meiner Seite aus passiert außer Schlafen gar nichts mehr. 

Der morgige Tag wird vom Programm her mit Sicherheit der mit Abstand härteste des gesamten Urlaubs, und da ist vorab jede Minute Schlaf kostbar. 



Einmal mehr Gute Nacht Wink 

Viele Grüße von Kolibri und Flounder Mickey Wave

 

So - hier ist der erste Teil des nächsten Tages: 


Tag 11 
Montag, der 10. März 2008
 

Na, dann wollen wir mal. Es ist eigentlich noch viel zu früh zum Aufstehen, wie ein Blick aus dem Fenster belegt, schließlich haben wir Urlaub, aber was will man machen. Das Zeitschema ist eng gesteckt und man will ja auch was gesehen haben im Urlaub. Allerdings graut mir schon jetzt, wenn ich unseren Tagesplan grob durchgehe. 

 


Ganz oben steht da die Keys to the Kingdom Tour, und diesmal setzen wir alles daran, nicht schon wieder zu spät aufzulaufen. Und wir liegen auch wirklich gut in der Zeit, vermuten schon fast, dass wir sogar zu früh da sein werden, als plötzlich aus unbekannten Gründen die Monorail auf halber Strecke zum Magic Kingdom stehen bleibt. Und da steht sie dann… und steht… und steht… Natürlich kommen wir zu spät, viel zu spät sogar, aber in Windeseile werden auch wir und ein anderes Nachzügler-Pärchen, das wahrscheinlich auch feststeckte, noch mit einem kleinen Funk-Kopfhörer-Ding ausgestattet, und dann geht es auch schon los und wir holen die gerade losgetrabte Gruppe schnell ein. 

Unser Guide Matthew ist wahrscheinlich ein CM, der seinesgleichen sucht. Denn auch, wenn er seine Rolle mit absoluter Routine spielt, ist er darin so professionell und klasse, dass man aus dem Grinsen und teilweise Lachen gar nicht mehr rauskommt. Selbst seine Assistentin Becky kriegt das Griemeln nicht mehr aus dem Gesicht. Die einzelnen Stationen der Tour sind Main Street U.S.A., Adventureland, der Backstagebereich des Splash Mountain mit den Hallen der Paradenfahrzeuge und alles, was es in der näheren Umgebung so zu sehen gibt, sowie der Liberty Square. 

Fantasyland, Tomorrowland und Mickey's Toon Town Fair (also der gesamte rechte Bereich des Parks) bleiben leider außen vor, dafür dürfen wir aber noch einen Blick in die Utilidors, die „unterirdischen“ Versorgungsgänge des Parks werfen. Das ist auch der eigentliche Grund, warum wir diese Tour gebucht haben Wink 

Jedenfalls erfahren wir so allerhand über die (bekannte) Bauweise der Main Street, die Namen in den Fenstern (ebenfalls bekannt), entdecken aber auch noch das ein oder andere nette Detail, das uns sonst vielleicht gar nicht so aufgefallen wäre. 

  

 


Da wir ja vor den normalen Öffnungszeiten bereits die Main Street U.S.A. betreten dürfen erleben wir das morgendliche Schauspiel, wie die Massen nach Öffnung der Tore teilweise die Main Street entlangrennen, um ja zuerst an der einen oder anderen Attraktion (vor allem im Tomorrowland) zu sein. 

  

  


Im Adventureland sehen wir, wie auch bereits auf der Main Street, die Blitzableiter, die an allen Gebäuden angebracht sind. Ein Detail, auf das man sonst weniger achtet. 

 


Wir gehen weiter und chartern bei der Jungle Cruise ein eigenes Boot. Becky erzählt uns während der Fahrt ein wenig über die Entstehung der Attraktion, über Veränderungen während der Zeit und über Tricks und Technik hinter den Figuren, dem Wasser und was weiß ich was noch alles. Das kann man sich gar nicht alles merken. 

  


Ist auch mal was, den Ride ohne die üblichen CM-Witzchen zu erleben. 

Dann werfen wir noch einen Blick auf das Gebäude, das die Attraktion "The Enchanted Tiki-Room Under New Management" beherbergt. Hättet Ihr gedacht, daß das Dach aus Metall besteht? Nicht weit davon entfernt schaut aus dem Ausguck vor den "Pirates of the Caribbean" ein hungrig aussehender Pirat ... 

  


Im Frontierland überschreiten wir die „Sichtlinie“ hinter die Kulissen, wo wir alles Mögliche über das Müllentsorgungssystem des Resorts erfahren, einige ausgemusterte Figuren aus verschiedenen Attraktionen bewundern können, die Wasseraufbereitungsanlage des Splash Mountain erklärt bekommen und die Wagen der verschiedenen Paraden in ihren „Garagen“ sehen. 

Spectromagic mit Licht aus ist irgendwie merkwürdig. 

Auf dem Weg zurück ins Frontierland haben wir noch eine Begegnung der Besonderen Art mit den Figuren aus Toy Story 2. Oder wer von euch hat schon mal Jessy mit dem Kopf unter dem Arm, Woody mit heruntergelassenen Hosen und sein Pferd mit dem Kopf am Hinterteil gesehen? Very Happy Schon allein dafür hat sich die Teilnahme an der Tour gelohnt. 

  


Doch jetzt geht’s weiter zum Liberty Square, wo wir zuerst allerlei Anekdoten zu unserem heiß geliebten Haunted Mansion hören und dann auch gleich eine Probefahrt machen können, während der wir die Attraktion plötzlich mit ganz anderen Augen betrachten. Insbesondere weil wir jetzt intensiv auf der Suche nach Hidden Mickeys und Hidden Jack Skellingtons sind, von denen wir bislang gar nichts wussten. Wieder was dazu gelernt. 

  


Am Ausgang des Haunted Mansion passiert man zur Linken den sogenannten "Pet Cemetary". In der hintersten linken Ecke des Tierfriedhofs findet sich Mr. Toad wieder, der seit der Schließung seiner wilden Fahrt nun hier ein dauerhaftes Zuhause gefunden hat. 

 


Inzwischen ist schon wieder unbemerkt ziemlich viel Zeit verstrichen. Es ist Mittagszeit und der Magen macht sich bemerkbar. Praktischerweise gehört zur Tour aber auch ein Mittagessen im Columbia Harbour House am Liberty Square. 

 


Das Essen haben wir uns schon morgens beim Check-In für die Tour ausgesucht und jetzt steht es in einem separaten Bereich in der ersten Etage des Restaurants auch schon für uns bereit. Chicken Stripes und Fish Sticks mit Fries und Diet Coke mit ohne Eis für den Fisch, Hummus Sandwich (sehr lecker) und Coke für mich. Die Sitzplätze sind durch Namensschilder ausgewiesen, und an den kleinen Kärtchen hängt auch gleich jeweils noch eine goldene Anstecknadel in Form eines Schlüssels. Bei den anderen Touren gibt’s Pins, hier den Schlüssel. 

Wir haben das Glück mit Matthew am Tisch zu sitzen und können so noch allerhand Fragen nebenher stellen. Flounder ist in seinem Element… fragt, genießt die Aussicht aus dem Fenster... und fragt Wink 

 

 


Nach dem Essen soll es dann endlich soweit sein, es geht in den Untergrund. Doch erst geht es vorbei am Lberty Tree wieder zurück in Richtung Main Street. 

 


Auf diesem Weg gibt’s noch ein paar Informationen zum Schloss, wir gehen ins Emporium und anstatt hier zu shoppen öffnet sich eine Tür im hinteren Bereich des Ladens, und wir lassen die magische Welt hinter uns. Jetzt stehen wir auf einem Parkplatz. So schnell kann das gehen. Nebenan werden zu hunderten Luftballons aufgeblasen und es riecht irgendwie muffig nach Müll. Wir gehen gleich wieder in eine Tür an der Rückseite eines der Gebäude auf der Main Street und bald darauf entschwinden wir von der Oberfläche und gehen eine Treppe hinab in die Utilidors. 

Eigentlich sind wir gar nicht unterirdisch sondern sozusagen im Erdgeschoss des Parks. Es verhält sich nämlich genauso genommen so, dass das Magic Kingdom quasi in der ersten Etage ist. 

Hier unten ist richtig was los und ich hätte nicht übel Lust ein paar mehr Blicke zu riskieren, als uns tatsächlich gewährt werden. An einer Stelle stapeln sich Kartons mit umgetauschten oder sonst wie ausgemusterten Sachen aus den Geschäften. Da wäre doch bestimmt noch was Schönes dabei WinkJedenfalls können wir einen Blick in ein paar kleinere Computerräume werfen, erfahren Wissenswertes über die Versorgungsleitungen, den Warentransport und die Warenanlieferungen „unter Tage“, können uns mit den Plänen des Tunnellabyrinths vertraut machen und bekommen insgesamt mehr kleine und große Infos, als wir jemals essen können. 

Und plötzlich huscht fast unbemerkt sogar Cinderella, die auf dem Weg ins Schloss ist, in voller Montur durch die Gänge. Doch Flounder entgeht nichts. 

Irgendwann werden wir dann leider wieder an die Oberfläche geführt und betreten von der anderen Seite der Main Street wieder die Bühne des Magic Kingdoms. 

Vor der Guest Relations geben wir kurz darauf unsere Head Sets wieder ab, es gibt noch ein Erinnerungsfoto mit unseren Guides und das wars. Eine sehr schöne, informative und vor allem kurzweilige Tour. Nicht ganz billig, aber uneingeschränkt zu empfehlen. 

  


[Der Grund, warum es hier keine Fotos oder Videos aus dem Backstagebereich zu sehen gibt ist der, dass man einige Geheimnisse nicht unbedingt in den Weiten des Internets verbreiten sollte. Außerdem durften diese auch überhaupt nicht gemacht werden - aber ob ich mich wirklich daran gehalten habe? Doch, ich habe der Versuchung widerstanden Very Happy ] 

Wie gesagt ist der Tag schon recht weit voran geschritten, und so entscheiden wir, nicht mehr allzu viel Zeit im Park zu verbringen. Weil wir’s bis jetzt noch nicht gemacht haben und die Wartezeiten annehmbar sind, sehen wir uns die nächste Vorstellung im Monster’s Inc. Laugh Floor im Tomorrowland an. 

Nicht der Brüller, obwohl es ja eigentlich genau das sein soll. Aber die Feinheiten der amerikanischen Sprache sind uns wohl auch nicht geläufig genug, um die dargebotenen Witze allesamt zu verstehen. Die Amerikaner haben nämlich sichtlich Spaß. 

Von einem weiteren Besuch der Show sehen wir also ab. 

Wir gehen ein wenig ziellos zurück in Richtung Cinderella's Castle, wo der Fisch auf einmal im Inneren verschwindet. Was macht er denn da? 

 

 

 


Und wie schon im Bericht über den ersten Besuch im Magic Kingdom erwähnt, gehe ich im Schloß in Richtung der Bibbedi-Bobbedi-Boutique. Diesmal stellt niemand Fragen, und ich kann ein paar Fotos des Inneren schießen. Es geht hier zu wie in einem Bienenstock, und die kleinen Prinzessinnen (und die, die es werden wollen) quietschen vergnügt vor sich hin. 

Im Hinterkopf reift die Überlegung, dies unserem Schneewittchen beim nächsten Besuch auch einmal zu spendieren. Allein der Gedanke an die fröhlichen Kinderaugen, die hier überall glänzen, macht diese Idee gar nicht einmal so unwahrscheinlich. Und was ist schon der Preis, verglichen mit den traumhaften Momenten, die man hier erlebt? Man macht so etwas täglich? Aber bis zum nächsten Besuch wird noch der eine oder andere Liter Wasser den Rhein hinunter fließen ...
 

  


Da wir jetzt immer noch nicht so genau wissen, was wir machen sollen, bummeln wir einfach weiter ein bisschen in der Gegend herum, schauen uns ein paar Geschäfte und deren Schaufenster an und machen selbstverständlich reichlich Fotos. 

 

  

  

  


Und dann sehen uns aus reiner Neugier mal die Preisliste des Barber Shops auf der Main Street an. Eigentlich erwarten wir ziemliche Schweinepreise, wie wir sie von Dapper Dan aus Paris kennen und deshalb stutzen wir, als wir lesen, dass ein Herrenhaarschnitt gerade mal mit 17 $ zu Buche schlägt. Umgerechnet billiger als in heimischen Gefilden. Wir überlegen zweimal hin und her und da des Fischleins Schuppen sowieso mal wieder in Form gebracht werden müssen, landet er schon kurze Zeit später auf dem Frisierstuhl, wo sich eine ziemlich burschikos wirkende Dame seiner annimmt. 

In Windeseile wird aus der ollen Flunder ein edler Lachs und zur Krönung gibt es noch ein wenig Pixiedust, der sich als Glitzerkonfetti in Mickeyform entpuppt, ins jetzt nicht mehr so wallende Haupthaar. 

  

  


Chic, chic! Und jetzt kann der Herr sogar noch von sich behaupten, eine echte Disneyfrisur zu haben. Wer kann das schon? 

Jetzt begehen wir noch ein bisschen Windowshopping und werfen ein Blick über die Main Street mit einem Besuch bei Roy Disney und Minnie ... und marschieren über den Hub in Richtung Adventureland. 

  

 

 


Dort gönnen wir uns zur Erfrischung einen Dhole Whip (Softeis) mit Ananasgeschmack bzw. ein Pineapple Float (Ananassofteis in Ananassaft) bei Aloha Isle im Adventureland. Nachdem uns diese Leckerei hier im Forum schon mehrfach empfohlen wurde und sich auch Matthew während der Tour eine lobende Erwähnung nicht verkneifen konnte, müssen wir einfach zuschlagen. Es wird nicht das letzte Mal gewesen sein Wink 

Tja, was soll ich sagen? Das war’s dann auch schon mit Disney für heute. 


Gruß von Vögelchen und Fischlein ... wie verabschieden uns bis zun Shuttle Start Mickey Wave
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So - hier ist der erste Teil des nächsten Tages: 


Tag 11 
Montag, der 10. März 2008
 

Na, dann wollen wir mal. Es ist eigentlich noch viel zu früh zum Aufstehen, wie ein Blick aus dem Fenster belegt, schließlich haben wir Urlaub, aber was will man machen. Das Zeitschema ist eng gesteckt und man will ja auch was gesehen haben im Urlaub. Allerdings graut mir schon jetzt, wenn ich unseren Tagesplan grob durchgehe. 

 


Ganz oben steht da die Keys to the Kingdom Tour, und diesmal setzen wir alles daran, nicht schon wieder zu spät aufzulaufen. Und wir liegen auch wirklich gut in der Zeit, vermuten schon fast, dass wir sogar zu früh da sein werden, als plötzlich aus unbekannten Gründen die Monorail auf halber Strecke zum Magic Kingdom stehen bleibt. Und da steht sie dann… und steht… und steht… Natürlich kommen wir zu spät, viel zu spät sogar, aber in Windeseile werden auch wir und ein anderes Nachzügler-Pärchen, das wahrscheinlich auch feststeckte, noch mit einem kleinen Funk-Kopfhörer-Ding ausgestattet, und dann geht es auch schon los und wir holen die gerade losgetrabte Gruppe schnell ein. 

Unser Guide Matthew ist wahrscheinlich ein CM, der seinesgleichen sucht. Denn auch, wenn er seine Rolle mit absoluter Routine spielt, ist er darin so professionell und klasse, dass man aus dem Grinsen und teilweise Lachen gar nicht mehr rauskommt. Selbst seine Assistentin Becky kriegt das Griemeln nicht mehr aus dem Gesicht. Die einzelnen Stationen der Tour sind Main Street U.S.A., Adventureland, der Backstagebereich des Splash Mountain mit den Hallen der Paradenfahrzeuge und alles, was es in der näheren Umgebung so zu sehen gibt, sowie der Liberty Square. 

Fantasyland, Tomorrowland und Mickey's Toon Town Fair (also der gesamte rechte Bereich des Parks) bleiben leider außen vor, dafür dürfen wir aber noch einen Blick in die Utilidors, die „unterirdischen“ Versorgungsgänge des Parks werfen. Das ist auch der eigentliche Grund, warum wir diese Tour gebucht haben Wink 

Jedenfalls erfahren wir so allerhand über die (bekannte) Bauweise der Main Street, die Namen in den Fenstern (ebenfalls bekannt), entdecken aber auch noch das ein oder andere nette Detail, das uns sonst vielleicht gar nicht so aufgefallen wäre. 

  

 


Da wir ja vor den normalen Öffnungszeiten bereits die Main Street U.S.A. betreten dürfen erleben wir das morgendliche Schauspiel, wie die Massen nach Öffnung der Tore teilweise die Main Street entlangrennen, um ja zuerst an der einen oder anderen Attraktion (vor allem im Tomorrowland) zu sein. 

  

  


Im Adventureland sehen wir, wie auch bereits auf der Main Street, die Blitzableiter, die an allen Gebäuden angebracht sind. Ein Detail, auf das man sonst weniger achtet. 

 


Wir gehen weiter und chartern bei der Jungle Cruise ein eigenes Boot. Becky erzählt uns während der Fahrt ein wenig über die Entstehung der Attraktion, über Veränderungen während der Zeit und über Tricks und Technik hinter den Figuren, dem Wasser und was weiß ich was noch alles. Das kann man sich gar nicht alles merken. 

  


Ist auch mal was, den Ride ohne die üblichen CM-Witzchen zu erleben. 

Dann werfen wir noch einen Blick auf das Gebäude, das die Attraktion "The Enchanted Tiki-Room Under New Management" beherbergt. Hättet Ihr gedacht, daß das Dach aus Metall besteht? Nicht weit davon entfernt schaut aus dem Ausguck vor den "Pirates of the Caribbean" ein hungrig aussehender Pirat ... 

  


Im Frontierland überschreiten wir die „Sichtlinie“ hinter die Kulissen, wo wir alles Mögliche über das Müllentsorgungssystem des Resorts erfahren, einige ausgemusterte Figuren aus verschiedenen Attraktionen bewundern können, die Wasseraufbereitungsanlage des Splash Mountain erklärt bekommen und die Wagen der verschiedenen Paraden in ihren „Garagen“ sehen. 

Spectromagic mit Licht aus ist irgendwie merkwürdig. 

Auf dem Weg zurück ins Frontierland haben wir noch eine Begegnung der Besonderen Art mit den Figuren aus Toy Story 2. Oder wer von euch hat schon mal Jessy mit dem Kopf unter dem Arm, Woody mit heruntergelassenen Hosen und sein Pferd mit dem Kopf am Hinterteil gesehen? Very Happy Schon allein dafür hat sich die Teilnahme an der Tour gelohnt. 

  


Doch jetzt geht’s weiter zum Liberty Square, wo wir zuerst allerlei Anekdoten zu unserem heiß geliebten Haunted Mansion hören und dann auch gleich eine Probefahrt machen können, während der wir die Attraktion plötzlich mit ganz anderen Augen betrachten. Insbesondere weil wir jetzt intensiv auf der Suche nach Hidden Mickeys und Hidden Jack Skellingtons sind, von denen wir bislang gar nichts wussten. Wieder was dazu gelernt. 

  


Am Ausgang des Haunted Mansion passiert man zur Linken den sogenannten "Pet Cemetary". In der hintersten linken Ecke des Tierfriedhofs findet sich Mr. Toad wieder, der seit der Schließung seiner wilden Fahrt nun hier ein dauerhaftes Zuhause gefunden hat. 

 


Inzwischen ist schon wieder unbemerkt ziemlich viel Zeit verstrichen. Es ist Mittagszeit und der Magen macht sich bemerkbar. Praktischerweise gehört zur Tour aber auch ein Mittagessen im Columbia Harbour House am Liberty Square. 

 


Das Essen haben wir uns schon morgens beim Check-In für die Tour ausgesucht und jetzt steht es in einem separaten Bereich in der ersten Etage des Restaurants auch schon für uns bereit. Chicken Stripes und Fish Sticks mit Fries und Diet Coke mit ohne Eis für den Fisch, Hummus Sandwich (sehr lecker) und Coke für mich. Die Sitzplätze sind durch Namensschilder ausgewiesen, und an den kleinen Kärtchen hängt auch gleich jeweils noch eine goldene Anstecknadel in Form eines Schlüssels. Bei den anderen Touren gibt’s Pins, hier den Schlüssel. 

Wir haben das Glück mit Matthew am Tisch zu sitzen und können so noch allerhand Fragen nebenher stellen. Flounder ist in seinem Element… fragt, genießt die Aussicht aus dem Fenster... und fragt Wink 

 

 


Nach dem Essen soll es dann endlich soweit sein, es geht in den Untergrund. Doch erst geht es vorbei am Lberty Tree wieder zurück in Richtung Main Street. 

 


Auf diesem Weg gibt’s noch ein paar Informationen zum Schloss, wir gehen ins Emporium und anstatt hier zu shoppen öffnet sich eine Tür im hinteren Bereich des Ladens, und wir lassen die magische Welt hinter uns. Jetzt stehen wir auf einem Parkplatz. So schnell kann das gehen. Nebenan werden zu hunderten Luftballons aufgeblasen und es riecht irgendwie muffig nach Müll. Wir gehen gleich wieder in eine Tür an der Rückseite eines der Gebäude auf der Main Street und bald darauf entschwinden wir von der Oberfläche und gehen eine Treppe hinab in die Utilidors. 

Eigentlich sind wir gar nicht unterirdisch sondern sozusagen im Erdgeschoss des Parks. Es verhält sich nämlich genauso genommen so, dass das Magic Kingdom quasi in der ersten Etage ist. 

Hier unten ist richtig was los und ich hätte nicht übel Lust ein paar mehr Blicke zu riskieren, als uns tatsächlich gewährt werden. An einer Stelle stapeln sich Kartons mit umgetauschten oder sonst wie ausgemusterten Sachen aus den Geschäften. Da wäre doch bestimmt noch was Schönes dabei WinkJedenfalls können wir einen Blick in ein paar kleinere Computerräume werfen, erfahren Wissenswertes über die Versorgungsleitungen, den Warentransport und die Warenanlieferungen „unter Tage“, können uns mit den Plänen des Tunnellabyrinths vertraut machen und bekommen insgesamt mehr kleine und große Infos, als wir jemals essen können. 

Und plötzlich huscht fast unbemerkt sogar Cinderella, die auf dem Weg ins Schloss ist, in voller Montur durch die Gänge. Doch Flounder entgeht nichts. 

Irgendwann werden wir dann leider wieder an die Oberfläche geführt und betreten von der anderen Seite der Main Street wieder die Bühne des Magic Kingdoms. 

Vor der Guest Relations geben wir kurz darauf unsere Head Sets wieder ab, es gibt noch ein Erinnerungsfoto mit unseren Guides und das wars. Eine sehr schöne, informative und vor allem kurzweilige Tour. Nicht ganz billig, aber uneingeschränkt zu empfehlen. 

  


[Der Grund, warum es hier keine Fotos oder Videos aus dem Backstagebereich zu sehen gibt ist der, dass man einige Geheimnisse nicht unbedingt in den Weiten des Internets verbreiten sollte. Außerdem durften diese auch überhaupt nicht gemacht werden - aber ob ich mich wirklich daran gehalten habe? Doch, ich habe der Versuchung widerstanden Very Happy ] 

Wie gesagt ist der Tag schon recht weit voran geschritten, und so entscheiden wir, nicht mehr allzu viel Zeit im Park zu verbringen. Weil wir’s bis jetzt noch nicht gemacht haben und die Wartezeiten annehmbar sind, sehen wir uns die nächste Vorstellung im Monster’s Inc. Laugh Floor im Tomorrowland an. 

Nicht der Brüller, obwohl es ja eigentlich genau das sein soll. Aber die Feinheiten der amerikanischen Sprache sind uns wohl auch nicht geläufig genug, um die dargebotenen Witze allesamt zu verstehen. Die Amerikaner haben nämlich sichtlich Spaß. 

Von einem weiteren Besuch der Show sehen wir also ab. 

Wir gehen ein wenig ziellos zurück in Richtung Cinderella's Castle, wo der Fisch auf einmal im Inneren verschwindet. Was macht er denn da? 

 

 

 


Und wie schon im Bericht über den ersten Besuch im Magic Kingdom erwähnt, gehe ich im Schloß in Richtung der Bibbedi-Bobbedi-Boutique. Diesmal stellt niemand Fragen, und ich kann ein paar Fotos des Inneren schießen. Es geht hier zu wie in einem Bienenstock, und die kleinen Prinzessinnen (und die, die es werden wollen) quietschen vergnügt vor sich hin. 

Im Hinterkopf reift die Überlegung, dies unserem Schneewittchen beim nächsten Besuch auch einmal zu spendieren. Allein der Gedanke an die fröhlichen Kinderaugen, die hier überall glänzen, macht diese Idee gar nicht einmal so unwahrscheinlich. Und was ist schon der Preis, verglichen mit den traumhaften Momenten, die man hier erlebt? Man macht so etwas täglich? Aber bis zum nächsten Besuch wird noch der eine oder andere Liter Wasser den Rhein hinunter fließen ...
 

  


Da wir jetzt immer noch nicht so genau wissen, was wir machen sollen, bummeln wir einfach weiter ein bisschen in der Gegend herum, schauen uns ein paar Geschäfte und deren Schaufenster an und machen selbstverständlich reichlich Fotos. 

 

  

  

  


Und dann sehen uns aus reiner Neugier mal die Preisliste des Barber Shops auf der Main Street an. Eigentlich erwarten wir ziemliche Schweinepreise, wie wir sie von Dapper Dan aus Paris kennen und deshalb stutzen wir, als wir lesen, dass ein Herrenhaarschnitt gerade mal mit 17 $ zu Buche schlägt. Umgerechnet billiger als in heimischen Gefilden. Wir überlegen zweimal hin und her und da des Fischleins Schuppen sowieso mal wieder in Form gebracht werden müssen, landet er schon kurze Zeit später auf dem Frisierstuhl, wo sich eine ziemlich burschikos wirkende Dame seiner annimmt. 

In Windeseile wird aus der ollen Flunder ein edler Lachs und zur Krönung gibt es noch ein wenig Pixiedust, der sich als Glitzerkonfetti in Mickeyform entpuppt, ins jetzt nicht mehr so wallende Haupthaar. 

  

  


Chic, chic! Und jetzt kann der Herr sogar noch von sich behaupten, eine echte Disneyfrisur zu haben. Wer kann das schon? 

Jetzt begehen wir noch ein bisschen Windowshopping und werfen ein Blick über die Main Street mit einem Besuch bei Roy Disney und Minnie ... und marschieren über den Hub in Richtung Adventureland. 

  

 

 


Dort gönnen wir uns zur Erfrischung einen Dhole Whip (Softeis) mit Ananasgeschmack bzw. ein Pineapple Float (Ananassofteis in Ananassaft) bei Aloha Isle im Adventureland. Nachdem uns diese Leckerei hier im Forum schon mehrfach empfohlen wurde und sich auch Matthew während der Tour eine lobende Erwähnung nicht verkneifen konnte, müssen wir einfach zuschlagen. Es wird nicht das letzte Mal gewesen sein Wink 

Tja, was soll ich sagen? Das war’s dann auch schon mit Disney für heute. 


Gruß von Vögelchen und Fischlein ... wie verabschieden uns bis zun Shuttle Start Mickey Wave
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Der Tag geht weiter ... 

Wir fahren zum Hotel, schauen an unserem Pool vorbei und versuchen noch ein wenig zu schlafen oder uns zumindest noch etwas auszuruhen, denn die Nacht wird lang. 

 


Für den frühen Morgen (2:28 Uhr) des nächsten Tages ist ein Shuttle Launch von Cape Canaveral geplant und wir haben Tickets, um uns das Spektakel vom Kennedy Space Center aus anzusehen. Da es keinerlei Ankündigungen gibt, dass der Start der Raumfähre verschoben werden muss oder gar ausfällt, werden wir uns am späteren Abend also auf die ca. 50 Meilen lange Reise begeben, um diesem besonderen Ereignis beizuwohnen. 

Gegen 20.30 h Uhr schwingen wir uns dann auch tatsächlich ins Auto, wenngleich ich zugeben muss, dass ich nicht wirklich ausgeruht bin. Oh, Mann, das wird noch was. Hoffentlich schlafen wir während der Rückfahrt nicht hinterm Lenkrad ein, bzw. einer von uns. 

Doch jetzt heißt es erst einmal ankommen. Ausnahmsweise verläuft die Fahrt und insbesondere die Streckenfindung relativ reibungslos. Nicht, dass sich während der letzten Tage unsere Ortskenntnisse entscheidend verbessert hätten, aber ein derart bekanntes Ziel, wie das KSC ist eben gut ausgeschildert, und ein bisschen Kartenlesen können wir dann außerdem doch noch. 

Zügig und ohne irgendwelche Zwischenfälle erreichen wir gegen 22.00 Uhr den Parkplatz vor dem Gebäude mit dem riesigen NASA-Schriftzug, und obwohl mich Raumfahrt ja mal nicht die Bohne interessiert, find ich’s irgendwie „cool“. 

Die NASA… davon hat man schon in zig Abenteuer- und Actionfilmen gehört, die machen so abgedrehte Sachen wie Mondflüge. Alles Sachen die sich so großartig und beeindruckend anhören und zugleich irgendwie so unwirklich. 

Aber es gibt sie wirklich. Die Space Shuttles, die Astronauten, diese riesigen Abschussrampen am Meer. Ich fühle mich plötzlich wieder so winzig und kann nicht leugnen, dass mich jetzt doch wenigstens ein bisschen die Neugier packt. 

Nach relativ pingeligen Kontrollen am Eingang (ähnlich denen am Flughafen), dürfen wir endlich das Gelände betreten und verschaffen uns erstmal einen knappen Überblick. Es gibt ein I-Max-Kino, in dem ein Filmchen über die Arbeit der Astronauten im Weltraum gezeigt wird, eine ausgediente Raumfähre, die man sich auch von innen einmal ansehen kann, mehrere kleine Raketen, ein gigantischer Treibstofftank und noch so allerlei Schnickschnack stehen herum und in einer scheinbar noch recht neuen Attraktion wird ein Shuttle Start simuliert. Diese Erfahrung werde ich mir allerdings sparen, schließlich weiß ich nichts darüber, doch Flounder testet sie später selbstverständlich noch (er testet ja alles) und stuft sie als äußerst harmlos und ganz ok ein. 

 

 

 


Irgendwann zwischendurch beginne ich auch mal wieder zu frieren und bekomme obendrein Hunger, und weil es im Souvenirshop keine brauchbaren Oberteile in meiner Größe gibt, kaufen wir einfach ein Kapuzenshirt fürs Fischlein, das ich für den heutigen Abend als Mantel benutzen kann und das nach dem Urlaub als Jogging- und Rumgammeloberteil sein Dasein fristen darf. 

Im Restaurant erstehe ich eine Käsepizza plus Getränk und bin fürs Erste zufrieden. Allerdings macht sich allmählich die Müdigkeit bemerkbar, und wenn ich müde bin werde ich motzig und lustlos. Jetzt könnte es aber mal langsam losgehen. 

  

  


Nach Flounders fiktivem Flug in den Weltraum ist es dann auch tatsächlich soweit. Wir schließen uns einer größeren Gruppe von Leuten an, die sich am Rande einer Wiese aufgebaut haben, denn wir gehen mal davon aus, dass sie schon wissen werden, warum sie gerade hier stehen. 

In einiger Entfernung ist auch ein recht heller Lichtschein auszumachen, vermutlich die Abschussrampe. Ganz falsch werden wir schon nicht stehen. Alternativ wird das Ereignis auch auf einer großen Leinwand übertragen, wo vorab auch schon Live-Schaltungen ins Shuttle zu sehen sind, aber wir sind ja nicht zum fernsehen hier Wink 

Ganz pünktlich geht es dann los. Houston meldet sich, über die Lautsprecher ringsum kann man die Kommunikation zwischen der Zentrale und der Raumfähre mithören. Alles ist bereit zum Start, der Countdown ertönt (das gibt’s doch nicht, bin ich vielleicht doch im Fernsehen???) und dann wird es am Horizont plötzlich taghell. Und ich meine taghell! Die völlige Dunkelheit leuchtet in einem meilenweiten Umfeld auf, ein Feuerball steigt, einen gewaltigen leuchtenden Schweif nach sich ziehend, leicht schräg gen Himmel, ein lautes „OOOOHHH!“ geht durch die Menge gemischt mit anderen Begeisterungsrufen, und nach wenigen Sekunden ist auch schon alles vorbei. 

  

 

 

 

  

  


Was uns nämlich aufgrund der Dunkelheit noch gar nicht aufgefallen ist, ist der komplett bedeckte Himmel. Nach nur ein paar Sekunden wird die Rakete von den Wolken einfach verschluckt. Was bleibt, ist ein riesiger, leuchtender Fleck und jetzt endlich auch das durchdringende Dröhnen, das von dem Raumfahrtungetüm ausgeht und alles rundum zum Zittern bringt. 

Nunja, es war ein kurzes Vergnügen, aber nichts desto trotz absolut beeindruckend und wahrscheinlich unvergesslich. Nächtliche Shuttle Launches sind rar und werden nur allzu gern verschoben oder finden gar nicht statt. Wir hatten wirklich Glück, dass es in diesem Fall so reibungslos geklappt hat. 

Langsam schlendern wir nun mit den Massen in Richtung Ausgang und werfen gemeinsam mit unserem neuen kleinen Freund in weiß eine geballte Ladung an Blicken über das hoffnungslos überfüllte Gelände des Kennedy Space Centers. Es ist wirklich faszienierend, wenn man sich vor Augen führt, was gerade passiert ist und was hier in Sachen Raumfahrt in der Vergangenheit geschehen ist. Ein Ort, der Geschichte geschrieben hat. Voll dieser Gedanken lassen wir uns noch kurz auf einem kleinen Mäuerchen rechts des Ausgangs nieder und beobachten die zufriedenen Gesichter der an uns vorbeiströmenden Besucher. 

 


So, machen wir doch nun, was die Masse auch gerne machen möchte. Ab nach Hause - oder in unserem Fall: zurück nach Kissimmee. Sind ja nur ein paar Kilometer und in einer Stunde werden wir sicher auch zuhause sein, um dann endlich gegen 4.00 h unsere Äuglein zu schließen und den langen und bislang erlebnisreichsten Tag des Urlaubs vor geschlossenen Augen Revue passieren zu lassen. 

Aber wir machen die Rechnung ohne die anderen Autofahrer. Denn die haben zumindest auf der ersten Teilstrecke das gleiche Ziel wie wir. Runter von der Insel.
 

Als wir vom Parkplatz auf die Straße abbiegen, können wir unseren müden Augen kaum trauen. Zum Abschluss des Abends wird uns noch ein Lichterspektakel geboten, das Seinesgleichen sucht. Überall leuchtet es rot und weiß. Bei näherem Hinsehen entpuppen sich die Lichter allerdings nur als die Rücklichter und Scheinwerfer einer endlosen Autoschlange. Naja, denken wir noch, das wird sich gleich schon verteilen. Aber man denkt soviel, wenn man hundemüde ist und eigentlich nur noch ins Motel will. Die Hoffnung stirbt zuletzt. 

Das Vögelchen wird leicht nervös ob des sich immer schneller drehenden Zeigers der Uhr und des immer größer werdenden Bedürfnisses nach Schlaf. 2 Meilen in einer Stunde, das ist rekordverdächtig. Als wir endlich das Motel erreichen sehen wir am Horizont schon die ersten Sonnenstrahlen und so geht ein unvergesslicher 24-Stunden-Tag zuende. 

Damit verabschieden wir uns bis zum kommenden Urlaubstag - an dem es neben Shoppen (zumindest wollten wir es wieder einmal versuchen) zur Pirates and Princess Party ins Magic Kingdom geht. Ein weiteres tolles Erlebnis!
 


Viele Grüße von Kolibri und Flounder Mickey Wave

 

Tag 12 
Dienstag, der 11. März 2008
 

Die Bewölkung, die am Vorabend das Space Shuttle verschluckt hat, hat sich am kommenden Morgen noch nicht wieder aufgelöst. Bei derart trüben Aussichten ist es dann auch gar nicht so schlimm, dass ich mich bis sage und schreibe 10 Uhr in den Kissen wälze, und der diesmal im wahrsten Sinne des Wortes „platte“ Fisch sogar noch zwei Stündchen länger. 

Aber da der heutige Besuch des Magic Kingdom nur im Rahmen der Pirate & Princess Party stattfindet, und damit sowieso nicht vor 16 Uhr beginnt, können wir uns getrost alle Zeit der Welt lassen. Die brauchen wir allerdings auch, denn nach unserem unfreiwillig ausgedehnten Weltraumabenteuer kommen wir heute insgesamt eher langsam in die Gänge. 

Wachgeduscht, frisch gewandet und die Augenringe notdürftig überschminkt, fahren wir zunächst nach Downtown Disney, parken am linken Ende gleich am Cirque du Soleil und beginnen noch auf dem Parkplatz so ziemlich alles zu fotografieren, was uns vor die Linse kommt. Selbst meine kleine Kamera wird heute weit über das gewohnte Maß hinaus strapaziert. Das eindeutig beliebteste Motiv des Vormittags ist dabei auch heute wieder unser neuer weißer Begleiter. Ein Yeti entdeckt die Welt. Doch wir wollen ja niemanden benachteiligen, weshalb auch der Pal Mickey bei unserem Shooting nicht zu kurz kommt – und sich dabei mitunter an eher ungewöhnlichen Orten wieder findet. 

  

 


Bei World of Disney stöbern wir ausgiebig und erstehen letzten Endes sogar ein paar Kleinigkeiten, darunter auch die Postkarte für ein gewisses Forum. Natürlich gibt es unterwegs noch einiges anderes in Downtown Disney zu bestaunen. 

  

 

  

 

  

  

 


Anlässlich der bevorstehenden Party am heutigen Abend erhält unser Mickey auch gleich noch ein Piratenkostüm (wenn wir selbst schon gänzlich unkostümiert bleiben) und dann wird es auch schon Zeit, sich zur Bushaltestelle Nummer 4 zu begeben, von wo aus wir ins Grand Floridian fahren wollen, um dort in die Monorail umzusteigen. 

Die Fahrt zum Hotel gleicht schon fast einer kleinen Sightseeing Tour, denn wir fahren durch große Teile des Resorts, sehen einige Hotels aus der Ferne und fahren die Wilderness Lodge (sieht interessant aus) und die Typhoon Lagoon (steht morgen auf dem Programm) direkt an. 

 


Am Grand Floridian angekommen nehmen wir uns dann doch noch die Zeit, uns ein wenig in der Lobby und im Hotel Shop umzusehen und natürlich auch wieder das ein oder andere Foto zu machen. 

  

  


Doch obwohl wir heute noch nicht wirklich viel gemacht haben, ist erstaunlich viel Zeit verstrichen und entgegen unserem Ansinnen keine Minute der Party versäumen wollten, sind wir jetzt schon eine dreiviertel Stunde zu spät dran. Gut, offiziell geht es erst um 19 Uhr los, aber Einlass ist schon seit 16 Uhr. Als wir den Eingang des Parks erreichen ist es viertel vor fünf. Am VIP-Eingang erhalten wir das knallorange Bändchen, das uns als Partygäste ausweist, und dann stürzen wir uns ins Vergnügen. 

  


Ich bin erstaunt. Im Park sieht man noch so ziemlich nichts von dem bevorstehenden Event. Wie soll das denn so toll werden, wie alle erzählt haben, wenn gut zwei Stunden vor dem Anpfiff (während ich hier schreibe, läuft im Hintergrund die EM Wink ) noch nicht einmal ein kleines bisschen Deko aus den Kisten geholt wurde??? 

Doch schon bald werde ich einmal mehr erleben, dass Orlando nicht Paris ist… 

Zuvor besuchen wir noch zwei Attraktionen, die nach Einbruch der Dunkelheit geschlossen sein werden, als da wären das River Boat und Tom Sawyer Island. Also nichts wie hin zum Liberty Square, wo wir auch praktisch umgehend an Bord der Liberty Belle gehen können. 

  

Denjenigen, die die Fahrt auf den Rivers of the Far West in Paris kennen, sei zur vergleichenden Erklärung gesagt, in der WDW ist das Schiff ähnlich und das wars dann aber auch schon. Die Fahrt ist wesentlich länger und es gibt viel mehr zu sehen. Mehr Kleinigkeiten am Ufer, die man auch wirklich nur vom Schiff aus sieht, mehr auf der mittig im See liegenden Tom Sawyer Island, mehr im Frontierland und am Liberty Square auf der anderen Seite. Es bieten sich tolle Einblicke in den BTM und auch die Perspektive ist einfach interessant (was sie allerdings auch in Paris ist). 

  


Diese nautische Erfahrung sollte man meiner Meinung nach auf keinen Fall verpassen, da die Aussicht und die Atmosphäre, die sich einem bietet, einfach grandios ist, selbst bei nicht so tollem Wetter, wie in unserem Fall, denn gegen Ende der Fahrt beginnt es sogar ein wenig zu nieseln. 

Aber das tut unserer frisch entfachten Begeisterung für die noch unbekannten Ecken des Frontierlands keinen Abbruch. Das nächste Ziel heißt Tom Sawyer Island. Eigentlich sollte diese laut Plan schon um 17 Uhr schließen, aber wir haben Glück. Obwohl es inzwischen schon deutlich später ist, können wir mit der kleinen Fähre von der Anlegestelle vor der Big Thunder Mountain Railroad noch übersetzen und die Geheimnisse von Toms und Hucks Welt ausgiebig entdecken. 

 

 


Man könnte diese Insel als stilles Refugium in einer kunterbunten Spaßwelt bezeichnen. Es ist grün, vergleichsweise ruhig und unglaublich idyllisch, und wenn der Blick vom belebten Ufer auf die Insel schon schön ist, so ist die umgekehrte Version geradezu fabelhaft. Versteckt hinter Bäumen kann man neben Harpers Mill, deren Flügel sich gemächlich drehen, in aller Seelenruhe das bunte Treiben im Frontierland beobachten, den Baumstämmen im Splash Mountain bei ihrem Sturz in die Tiefe zuschauen und von einer wackeligen Brücke auf schwimmenden Tonnen oder aus einem Schaukelstuhl den Passagieren des Raddampfers zuwinken. 

  

 


Außerdem bietet die Insel neben vielen versteckten, verträumten Ecken, verlassenen Minen und Höhlen auch ein Fort, das abgesehen von wieder mal tollen Aussichten auch Schießscharten samt dazugehöriger „funktionstüchtiger“ Gewehre und einen Geheimgang bereithält. Hier treffen wir übrigens auf einen Piraten, der mit geradezu starrer Inbrunst die Reisenden der Big Thunder Mountain Railroad abschießt. Wir versuchen uns auch einmal darin, aber da wir heute unser Zielwasser noch nicht zu uns genommen haben, treffen wir lediglich kleinere und größere Felsbrocken. Aber eines bleibt festzuhalten: Wir haben eine Menge Spaß dort Very Happy 

  


Im Nachhinein küre ich diese Insel zu meinem Lieblingsplatz in der WDW, wie hier ja auch schon im entsprechenden Thread zu lesen war. 

Doch irgendwann haben wir dann doch genug von der Ruhe und nutzen die verbleibende Zeit, bis wir uns ins Partygetümmel stürzen, für eine erfrischende Fahrt durch den Splash Mountain und eine kleine Stärkung bei Pecos Bill im Frontierland. 

  

  


Zugegeben, so klein fällt das Essen dann doch nicht aus. Für Flounder gibt es einen Burger, den er sich an der Topping Bar mehr als üppig belegt und auch ich greife heute neben einem riesigen Salat zum Brötchen mit Frikadelle. Allerdings reiche ich letztere ans Fischlein weiter und belege mir die weiche Semmel ebenfalls mit allem, was die Toping Bar zu bieten hat. Ein Fastfood Genuss, der den kulinarischen Highlights im California Grill in nichts nachsteht (naja… in fast nichts). 

  


Ein Blick auf die Uhr verrät uns, dass es inzwischen 19 Uhr ist. Die Party kann steigen. Also erstmal ab in Richtung Fantasyland und dort noch schnell die Gunst der nicht vorhandenen Warteschlange bei it's a small world genutzt. 

 

  

  

  

  


Und jetzt erlebe ich auch eines der Disney-Wunder, die es so wohl wirklich nur hier gibt. Wie aus dem Nichts sind überall üppige Dekorationen und Bühnen aufgetaucht. An allen Ecken tanzen Kinder, holen sich an den sogenannten Treasure Spots kostenlose Süßigkeiten und Spielzuege ab und überall sieht man Kinder wie Erwachsene in teilweise sehr aufwendigen Kostümen. Vor den Pirates of the Caribbean wabert der Nebel gespenstisch durchs Adventureland und die Beleuchtung ist sowieso der Knaller… im wahrsten Sinne des Wortes, denn sie ist knallbunt. Giftgrüne Bäume, blutrote Häuser, ein leuchtend blaues Schloss und Quietschgelb mischt sich auch noch dazwischen… und Lila… und Pink… und Weiß… Es sieht einfach genial aus. Für unseren Fotofetischisten natürlich ein gefundenes Fressen. An diesem Abend entstehen wahrscheinlich einige der besten Nachtbilder. 

  

 

  

  


Da für die Party nur eine begrenzete Anzahl an Tickets verkauft wurde, ist es erfreulich leer und ohne große Eile können wir so viele Attraktionen genießen, wie an keinem anderen Tag in so kurzer Zeit. Wir fliegen mit Aladdins Teppichen, können bei einem Rennen auf dem Indy Speedway nicht wirklich überzeugen und fliegen nocheinmal durch den Space Mountain. 

An dieser Stelle unterbrechen wir unseren Marathon kurzzeitig zugunsten der Parade, die auf jeden Fall eine echte Abwechslung zu der alltäglichen Standardparade ist. Natürlich steht alles im Zeichen der unvermeidlichen Prinzessinnen und der legendären Seeräuber aus dem Hause Disney. Schöne Floats und eine fast schon zu eingängige Musik können aber durchaus überzeugen. 

Video Teil 1 - Disney's Enchanted Adventures Parade 
Video Teil 2 - Disney's Enchanted Adventures Parade 


Nach einem weiteren Abstecher ins Tomorrowland, bei dem wir im Astro Orbiter die Lüfte erobern und das fantastisch beleuchtete MK dank der Tomorrowland Transit Authority auch noch von oben bewundern dürfen, waretet nun der absolute Höhepunkt des Abends auf uns: das Feuerwerk Magic, Music and Mayhem. 

Sollte es irgendeinem der geneigten Mitleser entgangen sein (was ich für beinahe unmöglich halte): ICH LIEBE FEUERWERKE! Und das, was nun folgt, ist einfach grandios. Der erste Teil ist ganz den Prinzessinnen gewidmet und plätschert nett vor sich hin. Schön, aber nichts Besonderes. Dann allerdings treten die Piraten auf den Plan. Was wir zu sehen kriegen ist ein 180° Inferno in allen Farben. Es werden derart viele Raketen abgefeuert, dass man schon gar nicht mehr weiß, wohin man schauen soll, plötzlich scheint das Schloss regelrecht zu explodieren und alles ist in leuchtendes Rot getaucht. Dazu die Musik aus dem Film Pirates of the Caribbean… besser geht’s nicht. 

Letztendlich gewinnen die Prinzessinnen und guten Geister dann aber doch wieder die Oberhand, aber sie haben von den Piraten gelernt. In einem Reigen aus Farben und Glitter findet das Spektakel schließlich ein Ende. TOLL! Und mehr muss man dazu gar nicht mehr sagen. 

  

  

  


Video Teil 1 - Magic, Music and Mayhem Fireworks 
Video Teil 2 - Magic, Music and Mayhem Fireworks 


Na, da hat sich die Zusatzausgabe für die Partytickets doch schon gelohnt. Das hätte ich auf keinen Fall missen wollen. 

Doch ein wenig Zeit bleibt uns noch und wir wissen sie auch zu nutzen. Dem Haunted Mansion, Big Thunder Mountain, Splash Mountain und den Piraten können wir bei quasi nicht vorhandenen Warteschlangen unmöglich widerstehen. 

  

 

  

 

 

 

  

 

  

  


Dann noch schnell einen Dole Whip und ein Pineapple Float um den gelungenen Abend abzurunden und dann ist auch schon alles vorbei. Kurz vor Mitternacht… hm… da könnte man doch eigentlich nochmal ins Haunted Mansion. Was gibt es Schöneres, als die Geisterstunde mit ihren Namensgebern zu verbringen? 

Mit Todesverachtung stürzen wir das restliche Eis in uns hinein, während wir noch mit den CMs am Eingang plaudern. Bei der Gelegenheit erfahren wir dann auch gleich so Einiges über Hidden Mickeys und Hidden Jack Skellingtons. Und damit ist das Fieber entfacht. Von nun an wird es keine Fahrt mehr geben, während der wir nicht nach den versteckten Charakteren Ausschau halten. Von drei Jacks werden wir bis zum Ende unserer Reise allerdings nur zwei finden. Das schreit doch geradezu nach einem weiteren Besuch in Florida Very Happy 

Mit den letzten Besuchern werden wir um viertel nach zwölf dann aber leider doch aus dem Geisterhaus gekehrt und damit ganz allmählich auch aus dem Park. 

  

 

 


Ein rundum gelungener Abend! 

Vom Contemporary Resort müssen wir jetzt noch zurück nach Downtown Disney, doch der Bus lässt auf sich warten. So haben wir dann noch genügend Zeit, einigen freundlichen Handwerkern bei nächtlichen Renovierungsarbeiten in der Lobby zuzusehen und ein wenig durchs Hotel zu streifen. 

  

Ich bin ziemlich fertig, der Schlafmangel der letzten Nacht macht sich unbarmherzig bemerkbar und als der Bus endlich kommt, schlafe ich doch tatsächlich unterwegs kurz ein. Wirklich viel kriege ich von der Heimfahrt also nicht mit, aber das stört nicht weiter, denn mich interessiert sowieso nur noch das weiche Bett, das in Kissimmee auf mich wartet… 

 


Danke für Eure Aufmerksamkeit ... und damit verabschieden wir uns bis zum nächsten Tag! 

Gruß von 

Kolibri & Flounder Mickey Wave
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Und es geht - wie versprochen - weiter Smile 

Tag 13 
Mittwoch, der 12. März 2008
 

… unserer Reise gestaltet sich zu Beginn für Flounder weniger interessant, für mich allerdings steht ein Besuch des 7. Himmels an... zumindest aus der Sicht aller disneyverrückten Scrapbook-Fetischisten. 

Nachdem wir erstmal ordentlich ausgeschlafen haben, schwingen wir frohen Mutes unsere strapazierten Flügel und Flossen in „unseren“ fahrbaren Untersatz (nach all den Tagen wird es mir schwer fallen, das nette kleine Autochen wieder herzugeben Sad) und steuern unserem Ziel entgegen: Mousememories, ein kleiner Laden in Kissimmee, mit der offiziell größten Auswahl an Disney-Scrapbook-Artikeln. 

Laut Wegbeschreibeung ist es nur die Straße runter und dann links, doch ich bin überrascht, wie lang so eine „Straße runter“ sein kann. Und eine Ampel alle 100 Meter lässt sie auch nicht gerade kürzer wirken. Nun ja, irgendwann kommen wir dann aber doch an und ich bin zunächst einmal gelinde enttäuscht ob des unscheinbaren Daherkommens meines Mäuseparadieses. 

 


Doch dieses Gefühl vergeht ganz schnell beim Betreten des Ladens. Er ist klein, wirkt total chaotisch (was er aber nicht ist) und ist knalleng mit hohen Regalen vollgestellt, in denen sich tonnenweise Aufkleber, Motivpapier, Locher in Mickey-Form und auch sonst alles stapelt, was das Herz des Bastelfreundes höher schlagen lässt. Ohje… das könnte länger dauern. Und dabei hat mir der Fisch gerade mal 20 Minuten eingeräumt, wahrscheinlich weil er befürchtet, sonst mittellos dazustehen, wenn wir erstmal wieder die Heimat erreicht haben. 

Er selbst ist gar nicht erst mit rein gekommen, sondern vergnügt sich damit, von der extrem langweiligen Umgebung des Ladens ein paar Fotos zu machen und so ist an diesem Morgen jeder von uns mit seinem Hobby glücklich Wink 

Zwar brauche ich insgesamt doch gut eine halbe Stunde zum Shoppen (ich weiß ja ziemlich genau, was ich haben möchte), aber ich halte mich zurück und schaffe es sogar, weniger als 100 Dollar auszugeben!!! Very Happy 

Na, das fängt doch gut an. Die Sonne scheint, die Bienchen summen, ich habe endlich mein Bastelzeug, auf das ich mich schon seit Beginn der Reiseplanungen vor 10 Monaten gefreut habe… da kann der Tag doch eigentlich nur schön werden. 

Da allerdings die verbleibenden Tage auf unseren Magic Your Way Tickets allmählich zur Neige gehen, machen wir uns von Kissimmee aus heute nicht auf den Weg in einen der Vier Hauptparks des WDW-Resorts sondern nutzen eine der Plus-Optionen und beschließen, uns zur Abwechslung in die Fluten der Typhoon Lagoon zu stürzen. 

Warm genug ist es allemal, vielleicht einen Tacken zu windig, aber man ist ja nicht pingelig *hüstel*. Und mal abgesehen davon, dass ich generell nicht gern schwimmen gehe, was aber weniger an den jeweiligen Badeorten, als an der mangelnden Sympathie für meinen Körper im Bikini liegt, bin ich doch neugierig, wie Disney das Thema „Abenteuerbad“ denn so interpretiert. 

 


Am späten Vormittag stehen wir also am Eingang der Wasser-Wunder-Welt, ich fühl mich moppelig und bleich (aber was soll’s?) und dann tauchen wir ein in die sturmverwüstete Meeresbucht. Klasse! 

 

Da steht doch tatsächlich über dem größten Wellenbad der Welt (wie der Fisch mich belehrt) der olle Kahn auf der Spitze des Mount Mayday, windschiefe Hütten lehnen an ebenso schiefen Palmen und hier und da liegen ein paar gestrandete Boote in den Ecken und von tollen Details wird man mal wieder schier erschlagen. Bei Disney gibt’s selbst im Freibad noch mehr zu gucken, als zu schwimmen und dabei ist Letzteres schon eine Menge. 

 

 

 


Überall toben lachende, kreischende Menschen durchs Wasser, aalen sich im Sand und auf Sonnenliegen, stürzen sich mit und ohne Reifen unzählige Rutschen hinunter und schlagen sich schon am frühen Mittag den Wanst mit riesigen Eisportionen und Funnelcakes voll. Wenn ich mich hier so umschaue, fühle ich mich plötzlich sogar fast schlank… also nix wie raus aus den Klamotten und… 

 

 

 

 

 


Naja, vielleicht sollten wir uns erstmal einen Platz suchen, und Handtücher hab ich auch noch keine. Die sind aber schnell für zwei Dollar ausgeliehen und nach ein wenig Sucherei finden wir auch ein lauschiges Plätzchen, etwas abseits des Tumults, wo wir erstmal ein bisschen die Sonne anbeten und die Atmosphäre wirken lassen können. Nett hier. Gäbe es so was bei uns zu Hause, ich würde wohl dort einziehen Wink Hm, vielleicht im Garten…? Aber lassen wir das. Very Happy 

Jetzt gibt es erstmal die diversen Rutschen zu entdecken. Und während Flounder wie üblich einfach alles ausprobiert, was sich nicht schnell genug verstecken kann, halte ich es wie bei den Achterbahnen. Ich genieße in Maßen. 

Ich statte den Gang Plank Falls, den Mayday Falls und den Keelhaul Falls einen Besuch ab (ein paar weniger wilde aber dennoch spaßige Reifenrutschen), trotze mehr oder weniger erfolgreich den Monsterwellen des Surf Pools und lasse mich an Flounders Seite gemütlich auf einem Reifen den Castaway Creek entlangtreiben. 

Gefallen finde ich an fast allem, nur im Surf Pool habe ich ein weniger schönes bis schmerzhaftes Erlebnis. Nachdem ich mir das Treiben in dem gigantischen Wellenpool eine Weile von außen angeschaut habe, entschließe ich mich, mir einen vermeintlich sicheren Platz in den Randbereichen des Beckens zu suchen, während Flounder gleich nach ganz vorn bis an Sicherheitsseil paddelt. Ein Fisch eben. Ich dümple also fröhlich im Wasser vor mich hin, warte auf die große Welle und habe meterweise Freiraum um mich herum. Ich steh nicht zwischen den Warmduschern aber auch nicht bei den ganz Hartgesottenen, also eigentlich ideal… denke ich. Doch dann kommt die Welle, reißt mich von meinen kompakten Füßchen Größe 37 (USA Größe 6), ich tauche 
unter und schaffe es auch erfolgreich, nicht vor lauter Schreck einzuatmen, und gerade als ich mir denke, dass ein bisschen Auftauchen und Luftholen nicht schaden könnte, knallt mir mit voller Wucht etwas ziemlich großes und schweres auf den Rücken. Ich werde weiter unter Wasser gedrückt und reiße doch noch den Mund auf, aber mehr vor Schmerz. Bei der Gelegenheit trinke ich zwar den halben Pool leer, aber was soll’s? 

Als ich endlich wieder an die Oberfläche komme schaue ich mich um. Was war das? Haben die hier etwas Wale im Becken? Nein, haben sie nicht, aber freundliche amerikanische Herren um die 60, die durchaus walähnliche Ausmaße aufweisen und sich voller Freude anderthalb Meter kleinen Damen mit der Wucht der Welle ins Kreuz werfen. Bei der nächsten Welle durfte ein etwa 10jähriger Junge neben mir dran glauben. 
Mit schmerzendem Rücken und Kopfweh stakse ich aus dem Wasser, warte auf mein Fischlein, beschwere mich ’ne Runde und gönne mir dann erstmal etwas Ruhe in der Sonne. In den Surf Pool bekommen mich heute sicher keine zehn Bademeister mit Waschbrettbauch mehr, und davon gibt es hier einige (aber auch für die Herren der Schöpfung gibt es ein paar ansehnliche weibliche Pendants;) ). 

Natürlich lässt Flounder auch in einem Wasserpark seine übliche Fotosafari nicht aus. Gemeinsam begehen wir also den Rundweg durch den Park und während ich einfach nur gucke, hält mein Fisch alles, was ich sehe (und wahrscheinlich sogar noch mehr), für die Ewigkeit fest. 

 

 

 

 

 

 


Ins Wasser mag ich heute nicht mehr und so brutzle ich noch ein wenig vor mich hin, während das Flossentier nochmal loszieht. 

Zum Abschluss durchqueren wir noch trockenen Fußes das U-Boot, das sich im Shark Reef verkeilt hat, schauen Meeresräubern und Schnorchlern beim Schwimmen zu und verabschieden uns ganz allmählich gen Ausgang. 

 

 

 

 

 

 

 


Es ist Nachmittag und uns bleibt noch genug Zeit, uns ein wenig in der Gegend rund um Kissimmee umzusehen. Ach ja, und Disney Quest, den virtuellen Spaß-Palast in Downtown Disney haben wir bislang ja auch nur von außen gesehen. Also dann… 

Bald geht es weiter .. 

Cheers, 
Flounder und Kolibri Mickey Wave
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Für Woody Wink 

Von der Typhoon Lagoon aus geht es jetzt also weiter nach Downtown Disney, wo uns die fensterlosen blauen Fassaden des Disney Quest Spiele-Tempels begrüßen. Auf insgesamt 5 Etagen kann man hier virtuelle Spielchen aller Art testen und das Ganze dank der Plus-Optionen des MYW-Tickets auch noch fast kostenlos. 

Neben einer virtuellen Floßfahrt, bei der wir auf einem Luftkissen sitzen und richtig Paddeln müssen, fliegen wir auch noch auf einem Teppich, der verdächtig nach Motorrad aussieht und so einer merkwürdigen Apparatur auf dem Kopf (weiß nicht, wie die Dinger heißen), mit Aladdin durch Agrabah. Der erste funktioniert nicht richtig, das zweite krieg ich irgendwie nicht auf die Reihe und außerdem wird mir mit diesem seltsamen Helm auf dem Kopf irgendwie schlecht. 

Ein Pirates-Abenteuer gibt es auch noch. Dabei steht man am Bug eines Schiffes, trägt eine 3-D-Brille und schießt auf einer Leinwand feindliche Piratenschiffe mit den an Bord befindlichen Kanonen ab. Ok, aber die 3-D-Effekte lassen zu wünschen übrig. 

 


Außerdem spiele ich zum ersten Mal in meinem Leben Air-Hockey und dann probieren wir noch das ein oder andere Computerspiel aus, aber auch nur, damit uns der Besuch nicht vollkommen sinnlos vorkommt. 

Wirklich viel Zeit verbringen wir hier nicht, ist einfach nicht unser Ding. 
Eventuell würde so was in einer größeren Gruppe mehr Spaß machen, aber so haken wir es nach dem Motto „einmal gesehen und das reicht dann auch“ ab und machen uns stattdessen von der Westside zu ungewohnt früher Stunde auf ins Hotel. 

 


Zumindest ist das der Plan. Als wir allerdings unterwegs einen Wegweiser passieren, auf dem ganz unscheinbar das Wörtchen „Celebration“ steht, beschließen wir kurzerhand uns die Disneystadt, die sich hinter diesem Namen verbirgt, auch noch anzusehen. Eigentlich hatten wir das sowieso vor, hatten es nur aus zeitlichen Gründen bislang nicht gemacht. 

Diese Von Disney entworfene und gebaute Stadt, soll das Idealbild einer amerikanischen Kleinstadt widerspiegeln. Von schlichten Mehrfamilienhäusern bis hin zum wahren Prachtbau findet man hier wirklich alles und so manches Mal wollen wir unseren Augen nicht trauen, wie einige Leute hier so wohnen.
So manche Straße hier sieht aus, als sei sie direkt aus der bekannten Serie Desperate Housewives (hinter der ja auch Disney steckt) geklaut… oder umgekehrt. Deswegen finden wir es auch besonders amüsant, als wir hier in Celebration tatsächlich eine Wisteria Lane entdecken. 

Im Stadtzentrum parken wir am hauseigenen See und bummeln ein wenig durch die umliegenden Straßen. Natürlich gibt es hier auch so was Ähnliches wie die Main Street USA, ein paar nette kleine Restaurants, Cafés und Bars (die allesamt schweineteuer sind… man bleibt wohl gern unter sich oder zumindest 
Seinesgleichen), ein paar Geschäfte vergleichbarer Preiskategorie, ein Kino und einen Buchladen, der es uns beiden besonders antut. Mal abgesehen davon, dass wir uns auch in jedem anderen Buchladen stundenlang aufhalten können, hat dieser hier aber auch noch eine eigene Ecke mit Büchern über Walt und alles, was dazu gehört anzubieten. Von niegelnagelneuen Büchern bis hin zu antiquarischen Schätzchen kann man hier fast alles finden, was das Disney-Herz begehrt, vorausgesetzt man verfügt über das nötige Kleingeld. Aber auch für uns Budget-Touristen findet sich was. „Remembering Walt – Favorite Memories of Walt Disney“ geht für nur 19$ in den Besitz des Fisches über. Na, da hat sich dieser Abstecher doch schon gelohnt. 

 

 

 

 

 


Und nachdem auch noch ein paar Fotos der abendlichen Idylle dieser pieksauberen und irgendwie seltsam unwirklichen Stadt unter Dach und Fach sind, verabschieden wir uns, denn zumindest bei Flounder regt sich allmählich ein leichtes Hungergefühl. Merkwürdig, wo wir doch heute noch gar nichts gegessen haben Wink 

Unser Ziel heißt Cici’s Pizza, wo man sich für 4,99$ plus Getränke-Refill-Becher nach Herzenslust und/oder bis zum Umfallen den Bauch mit den unterschiedlichsten Pizza- und Pasta-Sorten füllen kann. Ich verzichte dankend, weil ich den Laden irgendwie ganz furchtbar finde, hässlich, laut und dreckig und als ich mal an Flounders Automatencoke nippe, vergehts mir sowieso. Verteufeltes, gechlortes Leitungswasser! Damit werde ich mich nie anfreunden können… 

 


Ich decke mich dann nach dem fürstlichen Mal alternativ bei Publix mit größtenteils wenig nahrhaften Leckereien ein, und dann sind wir auch wirklich müde. Wie schnell die Zeit vergeht… Ohne in einem der 4 Hauptparks gewesen zu sein, hatten wir doch durch und durch einen ziemlich disneylastigen Tag. 

Endlich zurück im Hotel, passiert dann von meiner Seite auch nicht mehr viel. Ich bin geschafft. Allerdings reicht es doch noch so gerade, um nochmal alle am Vormittag erstandenen Bastelsachen auf dem Bett auszubreiten und mich an deren Anblick zu erfreuen. So schläft es sich doch prima ein! 

 


Würde mich nicht wundern, wenn ich heute Nacht im Traum von unvollendeten Fotoalben verfolgt würde Wink Na, mal sehen… 


Viele Grüße von 

Kolibri und Flounder Mickey Wave

 

Tag 14 
Donnerstag, der 13. März 2008 


Zwar haben mich letzten Endes keine Alpträume geplagt, aber dafür gibt es ein umso böseres Erwachen, denn die erste Erkenntnis, die mich am Morgen trifft, ist die Tatsache, dass ich heute in Epcot ein Teilnehmer der Segway-Tour sein werde. ICH WILL ABER NICHT!!! Diese komischen Dinger auf zwei Rädern sind mir irgendwie unheimlich und nachdem ich seinerzeit im Reisebericht von Merlin und dem Bär von Merlins Erfahrungen mit dem Segway gelesen hatte, war ich nur wenig begeistert, als Flounder mir im Vorfeld unserer Reise eröffnete, dass er die Tour für uns gebucht habe. 

Zwar habe ich mir daraufhin diverse Informationsfilmchen zu Gemüte geführt, aber das hats auch nicht besser gemacht. Ich will einfach nicht und das Ausmaß meines Unmuts bekommt mein Fischlein mit aller Härte zu spüren. Vom Aufstehen bis zu unserem Eintreffen am Park meckere ich und lasse ihn wissen, dass er sich auf den Kopf stellen könne, ich aber keinesfalls auf einen dieser Roller steigen würde. Egal, ob das ganze schon bezahlt ist (immerhin 85 Dollar pro Nase), ob er mir den restlichen Tag jeden Wunsch von den Augen abliest oder die übrigen Teilnehmer der Tour zum größten Teil schon jenseits der 60 sind und trotzdem einen Segway händeln können. 

 

  

Der Fisch ist sauer ob meines kindischen Verhaltens, aber das ist nicht das erste Mal und es interessiert mich auch nicht weiter. Wenn ich nicht will, dann will ich nicht. 

An der Guest Relation, wo wir uns gegen 7.30 Uhr einfinden (der Park ist eigentlich noch geschlossen), erklärt er dann auch zähneknirschend den CMs, dass ich kurzfristig doch nicht an der Tour teilnehmen möchte. Das Geld bekämen wir auch zurückerstattet und das Problem ist eigentlich nur, dass Flounder dann ohne mich durch den Park düsen müsste, was ihm aber einfach keinen richtiegn Spaß machen würde. 

Der Tour Guide bietet mir allerdings an, doch erstmal mit in den Raum zu kommen, wo alle Teilnehmer zunächst einen Infofilm sehen und mit der Funktion der Segways und den Sicherheitsvorkehrungen vertraut gemacht werden, und mich danach zu entscheiden. Na gut, denke ich, da muss ich ja nur sitzen und gucken. 

Während des Films ringe ich dann innerlich doch mit mir und schalte endlich auch mein noch müdes Hirn ein… ich kanns ja mal probieren, und wenn es wirklich ein Desaster wird und ich es schaffe, mich mit dem sich selbst ausbalancierenden Segway auf den Schnabel zu legen, kann ich ja immer noch die Flügel davon lassen. Dann kann der Fisch auch nix mehr sagen. 

Doch wie üblich kommt es so ganz anders, als man denkt. Nachdem ich endlich einen passenden Helm für meinen kleinen Schädel gefunden habe, geht es ans Eingemachte. Im Trainingsparcours mit kleiner Slalomstrecke und einer Rampe, die man rauf und runter fahren muss, besteige ich den Roller, der einfach so vor mir steht und partout nicht umfallen will. Ich zittere und befolge nur unwillig und vor allem furchtbar ängstlich die ersten Anweisungen unseres ungefähr 100 Jahre alten Trainers. 

Nach drei Minuten zittere ich nicht mehr und frage mich, wann es denn jetzt endlich mal richtig losgeht. Das ist ja vielleicht ein lahmer Haufen hier. 

Wollen die etwa sagen, dass die mit einem Segway nicht zurande kommen? Also, wirklich!!! Das ist doch so was von einfach. Ich will jetzt endlich raus auf die Piste, statt meine Runden im Innoventions-Gebäude zu drehen. 

Erwähnte ich schon, dass Segwayfahren riesigen Spaß macht und ich am liebsten umgehend so ein Ding haben will??? Very Happy Very Happy Very Happy 

Flounder ist sichtlich erleichtert, die Guides belächeln mich ein wenig und ich könnte mir mal wieder für meine Blödheit in den Allerwertsten beißen, aber das krieg ich dann beim Fahren doch nicht hin und beschließe stattdessen so zu tun, als sei nie was gewesen. 

 


Nach einer Pipipause geht es endlich hinaus in die große, weite Welt. Im World Showcase können wir jetzt rund eine Stunde lang unsere Fahrkünste verfeinern. Allerdings ist das im Großen und Ganzen auch alles, was wir machen. Ich hatte mir in den einzelnen Pavillons ein wenig mehr Informationen zu den einzelnen Ländern erhofft, aber Pustekuchen. Im Nachinein kann ich mich sogar nur noch daran erinnern, dass wir in China angehalten haben und dass man uns in Deutschland irgendwas über Rothenburg und St. Georg erzählt hat. Ach ja, und in Marokko gab es auch nach was über die marokkanisch-amerikanisch Freundschaft zu erfahren. Ansonsten bestand die Tour aus Schlangenlinienfahrten in den genannten Ländern sowie Italien und Japan. Der Rest des WSC wurde zwar abgefahren, aber ohne weitere Stopps. 

  

 

Eigentlich schade, aber so konnten wir wenigstens den Spaß am Fahren auskosten und wirklich viel Neues hätten wir wahrscheinlich ohnehin nicht erfahren, da Flounder nun mal auf Disney-Ebene ziemlich belesen, besehen und behört ist, und ich zwangsweise laufend an seinem Wissen teilhaben darf/muss Wink 

Fazit: Insgesamt eine schöne Tour, die gern etwas länger sein dürfte. Allerdings wäre sie dann kaum noch finanzierbar. 

Zurück im Innoventions-Gebäude gab es dann noch einen Andenken-Pin, den es ja eigentlich bei jeder Guided Tour gibt, und das wars. Ich bin froh, dass ich mich doch noch entschieden habe, mich selbst zu überwinden und der Verbindung Vogel/Segway eine Chance zu geben. 

Da es noch früh am Tag ist, haben wir jetzt reichlich Zeit, die uns immer noch fehlenden Pavillons im World Showcase anzuschauen und auch noch die ein oder andere Attraktion in Future World erneut zu besuchen. 

Weil wir gerade ganz in der Nähe sind, schauen wir noch einmal bei The Land vorbei und ziehen einen Fastpass für Soarin’. Die Wartezeit überbrücken wir mit dem Umweltfilm „Circle of Life“, in dem Timon und Pumba die Zauschauer auf eine Reise rund um den Globus mitnehmen. 
Man erlebt zunächst die Wunder der Natur in all ihren Formen und dann allerdings auch die Kehrseite der Madaille, die da heißt, Umweltverschmutzung und Ausbeutung der Erde. 

Spannend ist anders, aber sicher lehrreich für Kinder und auch so manchen Ewachsenen. Auf jeden Fall ist der Film sehr schön bzw. gut gemacht. 

Jetzt wird es Zeit, noch einmal einen Flug über Kalifornien anzutreten und wir lassen auch gern noch den ein oder anderen Besucher in der Warteschlange vor, um nur ja nicht wieder in der unteren Reihe zu fliegen. Das zusätzliche Warten wird belohnt und wir haben aus der ersten Reihe eine grandiose Aussicht auf die südwest-amerikanischen Landschaften. Diesmal ist es noch schöner, als am unserem ersten Tag in diesem meinem [unseren] Lieblingspark. 

  

  

  


Eigentlich wollen wir jetzt mal eben rüber nach Kanada, das wir bislang tatsächlich nur vom Vorbeilaufen kennen, aber erstmal will der mittägliche Hunger gestillt werden. Das soll heute ausnahmsweise im Electric Umbrella geschehen, wo es in erster Linie Burger und Co. Gibt. Da das Angebot dort letztendlich nicht zu überzeugen weiß (jedenfalls mich nicht), landen wir doch wieder im Sunshine Seasons. Erneut eine gute Wahl… 

  

 

 


Nach dem Essen dürfen wir dann endlich den Circle Vision Film „O‘Canada!“ erleben. Ich mochte ja schon den Film in China, aber diesen hier finde ich noch etwas beeindruckender. Ich mag Kanada und in diesem Film besonders die passende Musik zu den grandiosen Bildern. Immerhin weiß ich jetzt, dass Kanada das größte Land der Erde ist. Schon wieder was gelernt. 

Abgesehen von Film machen wir natürlich auch wieder unzählige Fotos und suchen fleißig nach Hidden Mickeys. 

  

 

 

  

 


Gleiches gilt für das Vereinigte Königreich nebenan. Eine besondere Attraktion gibt es hier ja nicht zu sehen und gegessen haben wir auch schon, also schauen wir einer Straßentheater-Truppe bei ihrer Vorstellung zu und entdecken die unzähligen Details in den Geschäften und an den Gebäuden. 

 

  

  

  

  

  


In Frankreich, Marokko und Japan schauen wir uns nur um und machen Fotos, im American Adventure schauen wir uns noch die Show an. Das ist dann auch noch was Neues. Und den netten Sängern im Foyer hören wir auch gerne bei zwei oder drei Liedchen zu. Die verstehen ihr Handwerk bzw. Mundwerk, das muss man ihnen lassen. 

  

  

  

  

  

 

 

  

 

 

  

  

  

  

  

  


Was mir hier allerdings mal wieder etwas sauer aufstößt, ist dieser in meinen Augen übertriebene Patriotismus. Zum Ende der Vorstellung stimmt man ein Lied auf die Helden des amerikanischen Volkes und das Militär an und einige Kriegsveteranen (zumindest lässt das Alter dies vermuten) nicken anerkenned, machen entsprechende Bemerkungen und als der letzte Ton verklungen ist, wird allgemein frenetisch applaudiert. Irgendwie krank. Aber vielleicht kommt da auch mal wieder durch, dass ich als Deutsche eben vorbelastet bin. 

Italien, Deutschland, Afrika, China und Norwegen werden wieder nur digital verewigt und in Mexico nehmen wir noch einmal, aufgrund nicht vorhandener Wartezeiten, die Gran Fiesta Tour mit. 

 
 

  

  

 

  

 

 

 

 

  

 

  

 

 


Genug World Showcase für heute… back to the Future (World). 

Unterwegs entsteht so manche Aufnahme von den tollen Blumenskulpturen, die inzwischen allerorten für das bevorstehende Flower and Garden Festival entstanden sind. Ist schon enorm, wenn man bedenkt, dass vor ein paar Tagen noch so gut wie nichts davon zu sehen war. 

  

  


Wir entscheiden uns dafür zu schauen, was bei Spaceship Earth los ist - praktisch nichts. Also gleich hinein ... 

 

  

 


Danach habe ich habe die Ehre, die Atmosphäre der Future World noch ein „wenig“ länger auf mich wirken zu lassen, denn Flounder möchte sich im Innoventions West noch die Ausstellung "Epcot - Creating the New World of Tomorrow" ansehen. Das möchte ich auch, aber ich brauche dafür nicht länger als 15 Minuten, wo hingegen das Fischlein sich nicht wirklich aufs Ansehen beschränkt, sondern tatsächlich jede(!) einzelne Skulptur und jedes(!) einzelne Bild fotografiert. 
[Dieser Tag endet dann auch mit der stolzen Bilanz von 1.502 Fotos!] 

 

 

  

  

  

 


Naja… genieß ich eben ein bisschen die Sonne. 

 


Doch auch der platteste Fisch ist irgendwann fertig mit Knipsen und ich darf mich gleich noch einmal auf meine Lieblingfahrt freuen, Spaceship Earth erwartet uns zum - ich weiß nicht wievielten Mal. Und es ist wie immer klasse. Diesmal erfahren wir die Attraktion zur Feier des Tages auch einmal in deutsch ... Smile 

 

  

  

  

 

 

Inzwischen ist überraschend schnell die Dunkelheit über dem Park hereingebrochen. Wieder so ein Tag an dem man gar nicht merkt, wie die Zeit vergeht.

Wir ziehen uns noch einen Fastpass Für Test Track und überbrücken die Wartezeit mit Nemo und seinen Freunden. 

 

 


Kurz vorm Feuerwerk schaffen wir es dann auch noch, unseren Fastpass für Test Track einzusetzen. Allerdings gibt es technische Störungen und wir wollen schon fast wieder umdrehen, als es endlich weitergeht. Um nichts in der Welt will ich mein heiß geliebtes „Illuminations: Reflections of Earth“ verpassen. 

  

 


Es wird auch sehr knapp, aber wir finden noch ein Fleckchen mit überaus brauchbarer Sicht zwischen Deutschland und Italien und lassen unseren Epcot-Tag bei gewohnt milden Temperaturen ausklingen, und wie üblich bin ich hin und weg von meinem Lieblingsfeuerwerk. 

  

  

  


Hm, so spät ist es ja eigentlich noch nicht, was also tun? Um diese Zeit ist im Magic Kingdom noch was los, also nichts wie auf zur Monorail und flott den Park gewechselt. 

 


Und weils uns so gut gefällt, fahren wir gleich dreimal hintereinander durchs Haunted Mansion und schauen uns im Anschluss gleich vor der Tür Spectro Magic an. 

  


Danach ist allerdings endgültig Feierabend, und ehrlich gesagt reicht es jetzt auch für heute. Wir haben mal wieder viel erlebt, sind ebenso viel gelaufen und haben uns eine Mütze Schlaf redlich verdient. 

Per Monorail fahren wir zum TTC und dann auf dem kürzesten Weg ins Hotel. 

Wirklich viele Tage bleiben uns leider nicht mehr, aber die wollen wir so gut wie möglich nutzen. Und wie wir das machen, gibt es schon bald in diesem Forum zu lesen… 

Winkende Grüße von 

Kolibri und Flounder Mickey Wave

 

Aloha, 

es ist an der Zeit für eine Fortsetzung … die letzten 4 Tage in Florida wollen auch noch erzählt werden. Und bevor wir uns wieder auf den Weg dorthin machen geht es hier nun erst einmal weiter mit dem ersten Teil von: 


Tag 15 
Freitag, der 14. März 2008
 

Der heutige Tag beginnt ganz nach Plan: Aufstehen, duschen, anziehen, zusammenpacken und dann auf direktem Wege in Disney’s Hollywood Studios… zum zweiten Mal, denn es gibt noch eine Menge zu entdecken und zu sehen, was beim ersten Mal einfach zeitlich nicht mehr drin war. Und auch der RRC und der ToT schreien nach einem weiteren Besuch durch Herrn Fisch, der ursprünglich angekündigt hatte, einen halben Tag ausschließlich im Hollywood Tower Hotel zu verbringen, was er aber glücklicherweise letztlich nicht macht – dies kompensiert er dann mit Fotografie Wink 

Ohne weitere Zwischenfälle erreichen wir ziemlich flott den Parkplatz und passieren schon kurz darauf den Eingang zum Park. Während meinereiner gleich mal zu Beginn eine kleine Pause auf einem mehr oder weniger stillen Örtchen macht, deckt sich Flounder mit Hilfe unserer beiden Eintrittskarten mit Fastpässen ein und dreht sich mit seiner Kamera im Kreis. 

  

  

 


Doch vor seinen heiß geliebten Thrill Rides stehen zunächst noch ein paar andere Stationen auf unserer ToDo-Liste. Die erste ist das amerikanische Pendant zu der mir bereits aus Paris bekannten Attraktion „The Art of Disney Animation“, hier unter dem doch sehr ähnlichen Namen „The Magic of Disney Animaton“ zu finden. 

Auf unserem Weg bummeln wir noch ein wenig hier und dorthin, nehmen den riesigen Zauberhut ein wenig genauer unter die Lupe (was ihn auch nicht interessanter macht) und ziehen kurz in Erwägung vorab noch einmal einen Abstecher zum Great Movie Ride zu machen. Die Warteschlange im Inneren des Gebäudes überzeugt uns aber schnell vom Gegenteil. Immerhin treffen wir vor dem Chinese Theater noch auf Mickey, Donald, Goofy und Pluto. Flounder macht ein paar Schnappschüsse und dann nichts wie auf zum Animation Theater. 

  

 
 


Die Show, die wir hier zu sehen bekommen, ist im Großen und Ganzen der in Paris sehr ähnlich. Das Drumherum, sprich Pre-Show und der Ausgangsbereich sind jedoch vollkommen anders. Man kann einen Blick in die Zeichenräume der Animatoren werfen und sich einen Eindruck von ihrem Arbeitsumfeld verschaffen. Außerdem gibt es zahlreiche Skizzen und Modelle zu dem neuen Pixar-Film Wall-E zu bestaunen. Der kleine gelbe Blechkerl gefällt mir auf Anhieb so gut, dass ich beschließe, diesen Film unter allen Umständen im Kino zu sehen, wenn er denn eines Tages auch auf deutschen Leinwänden zu sehen sein wird. 

  


Ein paar nette Fotokulissen, unter anderem zum Film Ratatouille, sind auch aufgebaut. Natürlich können wir es uns (beide!!!) nicht verkneifen, auch hier das ein oder andere Bild auf die Speicherkarten zu bannen. 

 

 


Der zum Theater gehörige Laden „The Art of Disney on Demand“ zieht uns zum Abschluss auch noch in seinen Bann. Es ist so ein Shop der ganz gemeinen Sorte… in dem man, wenn man sie denn hätte, in knapp 5 Minuten ungefähr 743.000 Dollar loswerden könnte. Wir können leider nicht, und so beschränken wir uns aufs Gucken, Seufzen, Fotografieren, Seufzen, Stauen und natürlich Seufzen. Das ein oder andere erschwingliche Stück ist zwar schon dabei, aber wir wollen keine voreiligen Kaufentscheidungen treffen. In Downtown Disney gibt es das zur Not ja auch noch… 

 

  

Vom Animation Courtyard geht es jetzt relativ zielstrebig durch die Streets of America zur Lights, Motors, Action Extreme Stunt Show. Ebenfalls bekannt aus Paris, sogar in identischer Kulisse, hält diese Show keine großen Überraschungen bereit. Allerdings fällt uns mal wieder positiv das völlige Fehlen der französischen Sprache auf. Das macht das Ganze auch etwas weniger langatmig, was mir sehr entgegen kommt, denn ich mag die Show nicht wirklich, weder in Europa noch hier. Aber man muss ja alles mal gesehen haben. Und… wie sollte es anders sein… entdeckt das fotoverrückte Flossentier unerwartete und sehr interessante Einblicke in noch ganz andere Ecken des Parks. 

 

 

  

 

  

  


Nach diesem Erlebnis trennen sich unsere Wege kurzzeitig. Während Flounder seine Fastpässe einlöst, vertreibe ich mir die Zeit mit ein wenig Nahrungsaufnahme. Dem aufmerksamen Leser mag aufgefallen sein, dass wir mal wieder das Frühstück versäumt haben… wie so viele Mahlzeiten in den letzten Tagen. Verbunden mit viel Bewegung und frischer Luft hat sich das auch schon durchaus positiv auf unsere Kleidergröße ausgewirkt. Prima… ich hätte eigentlich eher das Gegenteil erwartet. 

 


Des Fischs Erlebnisse im ToT und RRC werden sich derweil wahrscheinlich im Wesentlichen nicht von seinen ersten Besuchen dort unterscheiden Wink 

Nein, das haben sie in der Tat nicht – darum beschränke ich mich an dieser Stelle auf diese mehr oder weniger dumme Bemerkung hier Wink 

Eine Stunde später treffen wir uns dann schließlich auch wieder… erneut auf dem Animation Courtyard. Eigentlich hatten wir vor „Playhouse Disney Live on Stage“ einen Besuch abzustatten, doch die Show wurde kurzfristig abgesagt. Kurze Planänderung und einmal quer über den Platz zu „One Man’s Dream“, der Ausstellung über Leben und Werk Walt Disneys. Bei unserem letzten Besuch hatten wir ja schon einmal kurz vorbei geschaut, aber das war Flounder, der ja gierig jede verfügbare Information zu allem was Walt und Co. angeht, aufsaugt, bei weitem nicht genug. Akribisch wird jedes einzelne Exponat und jedes noch so kleine Bild gefilmt und fotografiert. Mich persönlich kann das Ganze jetzt nicht soooo lange fesseln, aber interessant ist es allemal. 

  


Nachdem letztendlich aber auch der Fisch die heiligen Hallen wieder verlassen hat, hüpfen wir dann doch noch schnell die paar Meter rüber zum Great Movie Ride. Die Warteschlange hat sich erheblich verkürzt und so machen wir gern nochmal eine Fahrt mit. Allerdings erwischen wir die gleiche Version wie beim ersten Mal. Das heißt, dass wieder in der Gangster-Szene ein Schauspieler auf den Plan tritt. In der anderen Version passiert das in der Wild-West-Szene. Naja… vielleicht beim nächsten Mal. 

 


Gleich nach dieser Fahrt schauen wir uns mit anfänglich großem aber sehr schnell und sehr stark nachlassendem Interesse den Block Party Bash an. Eine Art Parade, in erster Linie mit Pixar Charakteren und irgendwelchen Tänzern und Sportlern, die zu poppiger Musik ein wenig rumhüpfen. Die einzelnen Wagen und Gruppen bleiben allerdings unglaublich lange an einer Stelle stehen und es passiert irgendwie immer das Gleiche. Statt weiter zu gucken setzte ich mich irgendwo in die Sonne und entspanne einfach mal meine müden Füße während Flounder tapfer schaut und schaut… aber auch er gibt irgendwann auf. 

 

 


In der Hoffnung, dass die Show nicht nochmal abgesagt wird, stellen wir uns nun lieber mit in die Warteschlange für Playhouse Disney Live on Stage und wir haben Glück. Mit unzähligen Kindern und natürlich auch Erwachsenen nehmen wir schon kurze Zeit später in einer geräumigen Halle Platz… auf dem Fußboden, denn eine andere Sitzgelegenheit gibt es hier nicht. 

Auf der Bühne sind dann diverse Helden aus diversen Kinderserien zu sehen, die wir aber zum größten Teil nicht kennen. Aber der amerikanische Nachwuchs hat sichtlich Spaß und so ist es auch für uns nett, dem Spektakel beizuwohnen, aber ein Favourite wird es sicher nicht werden. 

  


Es ist nicht zu fassen, aber wir haben tatsächlich alle Shows und Attraktionen besucht, die die Hollywood Studios zu bieten haben, was aber nicht heißt, dass wir jetzt einfach gehen. Für die relativ kurze Strecke zum Ausgang lassen wir uns immerhin noch rund zwanzig Minuten Zeit und entdecken auf unserem Weg noch eine Menge kleine Details. Ich versuche auch noch ein nettes Stitch-Souvenir für Silvias Sohnemann Benny zu finden, aber ohne Erfolg. Der grau-blaue Frechdachs ist hierzulande erstaunlich schwer zu bekommen, ganz anders als in Paris. 

Tja… irgendwo wird sich sicher in letzter Minute noch was finden. Wie immer Wink 

 

 


Doch jetzt heißt es einmal mehr Parkwechsel. Mit dem Boot schippern wir an diversen Hotels vorbei gen Epcot um dort den Tag zu beschließen. 
Illuminations lockt doch täglich aufs Neue… 

 

 

  

 


Wie immer folgt die Fortsetzung in Bälde. Die hier aktuell noch fehlenden Bilder werden heute Abend ergänzt – darum bitte nicht wundern, sondern einfach noch mal vorbeischauen Wink 

Es grüßen Euch 

Kolibri Mickey Wave und Flounder 

 

Es geht weiter ... Teil 2 von Tag 15: 

In Epcot gibt es nicht mehr viel, was wir noch nicht gesehen haben, aber immer noch genug, um keine Langeweile aufkommen zu lassen. Den World Showcase, in dem unser Boot anlegt, lassen wir zunächst links liegen und machen uns an England und Kanada vorbei ... 

 

 


... mal wieder auf zum Wahrzeichen des Parks: Spaceship Earth. Unterwegs beobachten wir, wie sich das Flower & Garden Festival mit immer größeren Schritten ankündigt. 

  


Zugegeben, wir haben die Fahrt im Spaceship Earth inzwischen schon recht häufig erlebt, aber noch nicht auf Deutsch, und das wollen wir uns dann doch nicht entgehen lassen. Natürlich wird unsere muttersprachliche Zeitreise wie so oft vom Fisch auf digitale Speichermedien gebannt, was für mich bedeutet, dass während der Fahrt das Schweigen im Walde angesagt ist, damit nicht etwa im Nachhinein ein unqualifizierter Kommentar meinerseits das Werk zerstört. 

Die Fahrt gefällt mir auch auf Deutsch. Der Text ist gut übersetzt und die gewählte Stimme angenehm. Trotzdem ist’s im Original besser, was auch an Judi Dench liegen mag, die den englischen Text spricht und die ich ohnehin klasse finde. 

Die Tonaufnahme genau dieser Fahrt kann hier gehört werden. Ganz ohne Vogelgezwitscher oder Fischblubbern Wink 

Gut, was bleibt noch zu tun? Innoventions! Das haben wir noch so gut wie gar nicht gesehen, außer bei dem Vorbereitungskurs für die Segway-Tour. Allerdings hat es uns auch nicht sonderlich interessiert. Größtenteils findet man hier diverse Lernspiele, die, wie man sich denken kann, eher für die jüngeren Besucher des Parks konzipiert sind. Wir schauen ein bisschen hier, spielen ein wenig dort, probieren herum… aber wirkliche Begeisterung will letztendlich doch nicht aufkommen. Das Kind in uns ist scheinbar schon über 10 Wink 

Aber wenigstens können wir uns nachher nicht beschweren, es nicht gesehen zu haben. 

Zum Schluss noch schnell eine E-Card nach Hause geschickt und dann reichts auch. 

  

  


Eine letzte Attraktion auf unserem Plan, die uns wieder zurück zum World Showcase führt, gilt es noch abzuhaken: „Impressions de France“. 

Es hat zu regnen begonnen, als wir erneut Kanada und England passieren und so gesellen wir uns zu einigen anderen Regengeschädigten unter ein paar aufgespannte Sonnenschirme, die leidlich dicht halten und sehen eine Weile der Band „Off Kilter“ zu, die gerade auf der Bühne Kanadas eine Demonstration ihres Könnens abliefert. 

 


Da der Regen scheinbar nicht nachlassen will, beschließen wir, noch auf einen Happen im Tangerine Café in Marokko vorbeizuschauen, bevor wir uns von den Aufnahmen aus der Grande Nation in den Bann ziehen lassen. 

Der Laden ist, wie bei dem Wetter nicht anders zu erwarten, brechend voll, aber mit ein bisschen Stühle- und Tischerücken können wir uns auf der Terrasse noch ein trocknes Plätzchen zaubern. Der Vorteil des floridianischen Wetters ist eindeutig, dass es selbst dann noch erträglich warm bleibt, wenn es wie aus Kübeln schüttet, wogegen wir in heimischen Gefilden mit einem Temperatursturz von 28 auf 12 Grad rechnen müssten. 

Das Essen ist gewohnt gut, obwohl das gleiche Gericht, das ich auch beim letzten Mal bestellt hatte, diesmal anders zusammengestellt ist. Egal… Hauptsache lecker! 

  


Das Flossentier kann auch nicht klagen und so ziehen wir nun gestärkt und kräftig nach Knoblauch duftend ins benachbarte Frankreich. 

Der 180°-Film, der uns dort gezeigt wird, bietet keine wirklich neuen Bilder. Kaum etwas, was man nicht auch schon mal im Original gesehen hätte, aber dafür kann Disney ja nix Wink 

Schlimmer ist die generelle Aufmachung des Streifens. Unglaublich schwermütige Musik, ein träge vorgetragener Text und ständige Wiederholungen bei den gezeigten Landschaften. Allein irgend so ein Loire-Schloss wird gefühlte 243 Mal gezeigt. Großes Kino ist was anderes, aber… jetzt haben wir wirklich alles gesehen, was es in Epcot zu sehen gibt. 

 

  


Da es inzwischen schon recht spät ist und es immer noch regnet, regen sich allmählich gewisse Zweifel, ob Illuminations heute überhaupt stattfinden wird. Um die Zeit totzuschlagen, bummeln wir noch durch Frankreichs Boutiquen, lassen uns von Parfum-Düften betören und halten auch gleich mal wieder erfolgreich nach Hidden Mickeys Ausschau. 

  


Das Wetter drückt auf die Stimmung und die wenig später ertönende Durchsage, dass das Feuerwerk tatsächlich ausfällt, macht es nicht wirklich besser. Aber was soll’s? 

Wir beschließen unseren Tag in den Parks an diesem Punkt, besteigen an der benachbarten Anlegestelle das nächste Fährboot zu den Studios und genießen unterwegs die Aussicht auf die beleuchteten Hotels, soweit die regennassen Fenster des Boots dies zulassen. 

 

 

Doch auch an einem solchen Abend kommt ein Fisch nicht ohne Fotos aus. Der beleuchtete Eingang der Studios und natürlich der ToT bieten einen tollen Anblick, der natürlich festgehalten werden will… diesmal auf Video. 

Aber dann geht’s endlich ins Hotel. Trocknen lassen! Wink 

Hoffentlich wird’s morgen wieder besser, denn der Wasserpark Blizzard Beach will von uns besucht werden… 


Und wieder einmal Danke fürs Mitlesen Very Happy 

Es grüßen herzlich, 

Kolibri und Flounder Mickey Wave

 

Tag 16 
Samstag, der 15. März 2008
 

Der Tag begrüßt uns mit wolkenlosem Himmel. Genau das richtige Wetter zum Baden. Gefühlsmäßig bin ich zwar nicht in Bikini-Laune, aber was hilft’s? Ab in die Fluten… 

 


Wir erreichen Blizzard Beach sehr zeitig noch vor der Öffnung um 10 Uhr. Da sind wir inzwischen wirklich andere Zeiten gewohnt Wink 

  

So bleibt die Möglichkeit, noch einen Blick ins WinterSummerland zu werfen, einen dem Wasserpark vorgelagerten Minigolfplatz ganz im Weihnachtslook inklusive Schnee und passender Musik. Hübsch, aber durchaus gewöhnungsbedürftig. Zum Spielen bleibt aber keine Zeit, denn aus einiger Entfernung ruft bzw. jodelt der Berg. 

  

 


Was uns als dann hinter der Eingangshütte dieses ungewöhnlichen Schwimmbads erwartet, muss ich erstmal verdauen. Eine disneylastige Mischung aus den Skigebieten dieser Welt, schroffe Gipfel und Berghütten mit Schnee bedeckt, winterlich-weihnachtliche Deko an allen Ecken (zur Erinnerung: in einer Woche ist Ostern!!!) und pausenlose Berieselung mit Musik, wie sie hierzulande jahrelang von Menschen wie Marianne und Michael präsentiert wurde… für die Jüngeren unter uns: heute macht Florian Silbereisen diesen Job. 

Da heißt es: Augen und Ohren zu und durch. 

 

  

 

 


Der Vorteil der vergleichsweise frühen Stunde ist die freie Auswahl bei der Liegeplatzsuche. Wir werfen einen kurzen Blick auf den Parkplan und wandern los. Sonnig soll’s sein, denn allzu hoch ist das Thermometer noch nicht geklettert. Im Schatten ist es noch ein wenig frisch. Nach Wasser ist mir (noch) nicht so, nach Rutsch-Abenteuern generell heute nicht. Also erstmal ein wenig in der Sonne aalen. Doch Herrn Flounder zieht es gleich in sein Element. Er ist begierig darauf, diese abenteuerliche Summit Plummet Monsterrutsche anzutesten, also lasse ich ihn seiner Wege gehen und widme mich der Welt meiner Urlaubsgedanken. 

  


Es dauert eine ganze Weile bis das Fischlein von seinem Ausflug zurückkommt, aber das hat auch seine Gründe. Doch die Geschichte soll er Euch selbst erzählen… 

Das Fischlein erzählt gerne … Smile 

Also, da ich bei meinen bisherigen Besuchen mangels Mut und aufgrund zu großer Wartezeit diese Attraktion immer gemieden habe, hatte ich mich diesmal geistig ein wenig besser darauf vorbereitet – und nicht nur geistig – auch die Wartezeit haben wir erfolgreich umgangen, da wir den Park ja heute sehr zeitig angefahren sind. So bin ich also voller Mut und stolz geschwellter Brust zum Summit Plummit gewandert. Der Blick nach oben ist der erste Test. Traue ich mich wirklich herunter? Wow – mit knapp 100 km/h eine Wasserrutsche hinab, die aus Plastik ist. Was passiert, wenn ich irgendwo anecke? Aber diese Gedanken sind schnell verschwunden, denn der Adrenalinanstieg ob der bevorstehenden „Reise“ lässt solche Gedanken schnell verblassen. So mache ich mich also auf den Weg nach oben und erklimme die Treppe zur schnellsten und steilsten Wasserrutsche der Welt. 

Ein mutiger Rutschgenosse nach dem anderen findet den Weg nach unten, steht gleich aus der Rinne wieder auf und gibt den Weg frei für den nächsten. Meine Minuten sind also gezählt. Jetzt sind keine 10 Leute mehr vor mir … und dann passiert es. Ich schaue nach unten und sehe, dass die Person dort nicht munter aus der Rinne hüpft. Mühselig greifen ihre Hände nach oben und mit scheinbar letzter Kraft zieht sich ein junges Mädchen über den Rand, bevor es auf der anderen Seite zu Boden sackt. Was sehe ich da? Unter dem Kopf des Mädchens bildet sich in Sekundenschnelle eine dunkelrote Pfütze. Eine Mischung aus Blut und Wasser tropft auf den Boden und breitet sich aus. Was ist da passiert? Ungläubig schauen meine Mitwarter und ich nach unten. Ein junger Mann, scheinbar der Freund des Mädchens, das einen ganz offensichtlichen Unfall hatte, stürzt uns entgegen und nimmt den etwas langsameren Weg hinab. 

Und prompt ist man im Gespräch. Der nette Herr neben mir will sich eigentlich nur über den Vorfall dort unterhalten und wie sollte es anders sein? Kaum oute ich mich als Deutscher (eine der ersten Fragen beim Small Talk mit einem Amerikaner ist in jedem Falle immer „Where are you from?“), habe ich alle Sympathien auf meiner Seite. Der junge Mann hat selbst lange in Deutschland gelebt (die Army lässt grüßen), kennt Heidelberg und Frankfurt und spricht – wie sollte es anders sein – ein paar Brocken dieser Sprache. Ein paar Worte später kenne ich auch seine beiden Kinder und weiß, dass die Mutter unten wartet. Währenddessen hat sich unten eine Art Retter eingefunden, der das Mädel behandelt und innerhalb von Sekunden ist der unschöne Blutfleck unsichtbar geworden. Auch das ist Disney-Magie! 

Nach gut 30 Minuten Wartezeit und vielen Gesprächen mit meinem neuen besten Freund weiter, geht es dann auch wieder rund. Wir können endlich rutschen. Dass ich gerade mit dem Gedanken gespielt habe auch wieder runterzugehen, muss ich nicht weiter erwähnen, oder? Es war doch ein wenig gruselig, aber die Gespräche und die damit verbundene Ablenkung haben mich wieder auf andere Gedanken gebracht. Es geht auch alles problemlos weiter, und dann bin ich endlich an der Reihe. Ich lege mich auf den Rücken, die Schranke geht hoch und ich fasse all meinen Mut zusammen und gebe mir den entscheidenden Schubs. Was jetzt folgt ist das eindeutig irrste Gefühl, dass ich in diesem Urlaub auf einer Attraktion habe – fast schwerelos stürze ich nach unten und genieße mit einem gemischten Gefühl aus Begeisterung und Entsetzen den Sturz nach unten. Nach gefühlten 5 Minuten ist der Sturz vorbei, ich bin heile unten angekommen und ich grinse, grinse und grinse. Es ist ein fantastisches Erlebnis, das ich gerade hatte, und die während der Wartezeit und durch den Vorfall gewonnene Angst hat es noch schöner gemacht – so kontrovers dies auch klingen mag. Ich freue mich schon auf den nächsten Absturz! 

Im Laufe des Tages begegnet mir dann auch die junge Dame, die den Unfall hatte. Sie ist gut gelaunt (vermutlich verklagt sie in Gedanken Disney gerade auf Schadenersatz in Millionenhöhe) und geht mit 2 Freundinnen durch den Park. An ihrer Nase kann man eine kleine Platzwunde erkennen – scheinbar ist ihr etwas dagegen geflogen. Ein Steinchen? Oder vielleicht Schmuck? Ich frage nicht nach sondern freue mich, dass es ihr so gut geht und genieße weiter den herrlichen Tag hier. 

Und damit zurück zum Vögelchen … 

Nach diesem Abenteuer gönnt er sich erstmal eine sonnige Pause an meiner Seite, aber lange hält es ihn nicht auf der Liege. Der Park will bis in den hintersten Winkel mit der Kamera inspiziert werden und so verabschiedet er sich für „ein Stündchen“, aus dem dann knapp zwei werden. 

  

 

 

 

  

  

 

 

 

 

  


Irgendwann beginne sogar ich mich zu langweilen, und ich bin inzwischen auch durchgewärmt genug, um meinem Körper und dem aufkommenden Sonnenbrand eine kleine Abkühlung zu gönnen. Einerseits will ich natürlich auch was vom Park sehen, andererseits habe ich so gar keine Lust, mich mehr als unbedingt notwendig zu bewegen. Also wähle ich den bequemsten Weg, beide Ansprüche miteinander zu verbinden. Ich schwinge mich in einen der Reifen des Cross Country Creek und dümple ganz gemächlich eine Runde um den Park. Und weil’s so schön war, gleich noch eine. Danach ist mir wieder kalt genug, um mich erneut in die Sonne zu knallen und überhaupt war das für heute genug Abenteuer für einen kleinen Vogel. 

Nach geraumer Zeit kehrt auch Flounder von seiner Foto-Safari zurück und wir beschließen, auch nicht mehr allzu lange zu bleiben. Allerdings werde ich den Park nicht verlassen, ohne mir vorher einen Funnel Cake genehmigt zu haben. Den wollte ich schon den ganzen Urlaub essen und hier und jetzt ist die Gelegenheit, mir so ein fettiges Ungetüm mit Schokosoße einzuverleiben. 

 

 


Mahlzeit! Und so gierig, wie ich das Ding verschlinge, ist es nur fair, dass mir danach ein wenig übel ist. 

Glück im Unglück hat dagegen der Fisch. Er hatte sich schon die ganze Zeit auf so einen riesigen Eisbecher gefreut, den es im Blizzard Beach gibt… naja, zumindest gibt es ihn manchmal. Heute nicht. Heute hat die Eis-Hütte zu. Aber so bleibt ihm zumindest die Übelkeit erspart. 

Viel gibt es jetzt wirklich nicht mehr zu tun, und die sich ständig wiederholenden Jodel-Klänge, die sich mit Weihnachtsliedern abwechseln, gehen mir allmählich ohnehin auf den Zeiger. Außerdem ziehen immer mehr Wolken auf. So richtig warm ist es nicht mehr. Da können wir doch genauso gut fahren. 

Es ist erst Mittag und man kann durchaus noch was aus dem Tag machen. Packen wir’s an! 

Aber WAS machen wir??? Irgendwas war da noch… ach ja SHOPPEN!!! Nachdem uns die Outlets schwer enttäuscht hatten, machen wir uns auf den weg zu The Florida Mall in Orlando. Auf dem Weg dorthin passieren wir auch „SeeWelt“ und sind bei dem, was wir so sehen können ganz froh, dafür zumindest in diesem Urlaub keine Zeit geopfert zu haben. Ganz gruselig finden wir auch den gegenüberliegenden neuen Wasserpark Aquatica. Eine kunterbunte Ansammlung von Rutschen und anderen Wasserattraktionen auf verhältnismäßig kleiner Fläche und gänzlich ohne Flair, direkt an der Straße. Spätestens jetzt wissen wir, was wir an Disney haben. 

 

 

  


Die Florida Mall hingegen ist ganz nach unserem Geschmack. Die Läden sind größtenteils identisch mit dem, was man in den ganzen Outlet Dingern so findet, aber das Angebot ist größer, aktueller und die Preise überraschenderweise nicht höher, nicht selten sogar niedriger. Das bestärkt uns in unserer Überzeugung, dass die Outlets überwiegend nur Touri-Nepp sind. Außerdem finden wir hier auch Läden wie Abercrombie & Fitch und Hollister, die es in den Reste-Rampen nicht gibt. 

  

 

  

  

 


Der Urlaub ist fast zu Ende und wir haben nicht wirklich über unsere Verhältnisse gelebt. Aber das holen wir jetzt nach. Wir lassen die Kreditkarten glühen und nach nur drei Stunden sind wir zwar ein paar hundert Dollar ärmer, dafür aber um viele wunderschöne Tüten reicher. Besonders gefällt mir, dass auch kleine Vögelchen wie ich hier relativ zügig fündig werden. Jeans in Kurz-Größen und reichlich Oberteile in XS bis S versüßen den Einkaufsspaß. 

Ich muss feststellen, dass ich letztlich doch nur ein ganz normales weibliches Wesen bin. Shoppen macht mich glücklich, zumindest vorübergehend. 

 

 

  

 

 


Aber damit ist es nicht getan. Die neuen Klamotten wollen gleich ausgeführt werden. Also rein in Victoria’s Secret, American Eagle, Kenneth Cole und A & F, ein “Hauch” Make Up aufgelegt und ab nach Pleasure Island. Ich stehe weder auf Discos noch auf sonstige Clubs, aber auch hier will ich mal gewesen sein. Gehört doch irgendwie dazu. 

Leider habe ich mir kein Handtäschchen gekauft, die Dinger sind mir immer lästig (bin eben doch keine typische Frau Wink ). Hätte ich es mal lieber getan, dann wäre ich vielleicht auch auf die Idee gekommen, einen Ausweis mitzunehmen. Aber nein… Vögelchen glaubt, mit dreißig sieht man alt genug aus, damit man wirklich überall reinkommt, aber da kennt Vögelchen die Amerikaner schlecht. Vorm Adventurer’s Club können wir dann auch gleich wieder umdrehen und nochmal zum Hotel fahren, um das grüne Plastikkärtchen mit meinen Foto drauf zu holen. Flounder kann nur noch den Kopf schütteln ob soviel Blödheit, aber ich hab nicht mal über so was nachgedacht. Nun ja, jetzt bin ich schlauer. Ab jetzt nie mehr ohne Ausweis! 

Endlich im Adventurer’s Club ... 

  


... hält es uns dort dann aber nicht wirklich lange. Einmal durch den angrenzenden BET Sound Stage Club getapert, gegenüber ins 8TRAX und dann haben wir auch schon genug. Das ist irgendwie nicht unsere Welt oder wir sind einfach schon aus dem Alter raus. Nun ja, ganz bestimmt sind wir das, wenn man sich so umschaut. Die meisten Besucher hier sind so Anfang/Mitte Zwanzig. 

Auf den Straßen kommen uns noch etliche Leute entgegen, die schwer alkoholschwanger wirken und mit lustigen grünen Hüten auf den Schädeln den St. Patricks Day feiern. 

Noch ein wenig über den Market Place gebummelt, ein paar Fotos gemacht, dann sind die neuen Klamotten auch schon ausreichend eingetragen und wir irgendwie unglaublich müde. 

 

 

 

 

  

  

 

  

 

 

  

 

 


Schlafen ist reizvoller als Feiern und so machen wir uns auf den Weg ins weiche Bettchen. 

Morgen steht unser letzter echter Urlaubstag bevor und damit auch der letzte Tag bei Disney und den wollen wir ausgeruht genießen… bis zur letzten Minute. 


Und damit ist ein weiterer Tag vorbei ... aber noch ist der Bericht nicht am Ende Very Happy 


Es grüßen, 

Kolibri & Flounder Mickey Wave
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Die letzten Tage brechen an ... 


Tag 17 
Sonntag, der 16. März 2008
 

Unser letzter Urlaubstag beginnt viel versprechend. Es ist noch recht wolkig, aber wir sind zuversichtlich, dass sich die Sonne im Laufe des Tages ihren Weg durch das Grau bahnen wird. Es ist ein wenig frisch und eine Entenpelle ziert meine vom Vortag noch einmal kräftig nachgebräunten Arme, aber das kann mir heute die Petersilie nicht verhageln. 

Besonders bemerkenswert ist auch, dass unser Tag ungemein lustig beginnt. Mein Fisch hat sich entschlossen, diesen letzten Tag möglichst vollständig auf Video festzuhalten und im Gegensatz zu sonst, wo Ruhe bei den Aufnahmen gefragt ist, alles mit spaßigen Kommentaren zu würzen. Und darin ist er Meister, wie ich heute feststelle. Es vergeht kaum eine Minute, in der wir uns nicht herzlich über irgendwas kaputtlachen. Das beginnt schon auf dem Weg vom Parkplatz zum TTC mit der kleinen Bahn. Nichts und niemand kommt heute ungeschoren davon. 

 


Wir setzen mit dem Ferry Boat Admiral Joe Fowler über die Seven Seas Lagoon zum Magic Kingdom und alles ist irgendwie wunderbar. Am Eingang zum Boot steht ein CM, der nichts Besseres zu tun hat als alle Gäste unglaublich freundlich zu begrüßen und Seifenblasen zu pusten (oder wie Flounder es ausdrückt: „Da ist der Blasenmann, der ist am Blasen dran! Oh, der Blasenmann kann sprechen!“) 

Jedenfalls fällt mir beim Anblick des Blasenmanns erstmal so richtig auf, was ich in Amerika und besonders bei Disney zu schätzen gelernt habe. Was ich am Anfang noch komisch fand, ist jetzt schon so selbstverständlich, dass ich es nicht mehr missen möchte. Die vielen kleinen Nettigkeiten im Alltag. 

 

 

 

 

 


Im Park lassen wir uns jede Menge Zeit. In aller Seelenruhe bummeln wir durch die Shops rechter Hand der Main Street, genießen einmal mehr den klassischen Blick aufs Schloss und schlagen uns dann durch bis ins Fantasyland. Dort drehen wir eine Runde in Mad Hatter’s Tea Cups, was wir bislang ausgelassen hatten, besuchen noch einmal Winnie Pooh in den 100 Acre Woods, gruseln uns ein wenig mit Schneewittchen und besuchen endlich auch Peter Pan, der bis zum Vortag generalüberholt wurde. Nachdem wir aber in der Warteschlange feststellen, dass diese doch länger ist, als sie von außen aussieht, drehen wir wieder um, ziehen alternativ einen Fast Pass und schauen uns noch mal Philharmagic an. 

  

  

  


Danach fliegen wir dann auch gleich eine Runde im Schiff über Nimmerland. 

An dieser Stelle kann ich endlich meinen letzten Vergleich anbringen: insgesamt finde ich die Fahrt in Paris etwas schöner. Sie ist zwar ruckeliger, aber die Szenarien sind teilweise schöner (in wenigen Fällen aber auch schlechter), doch was die europäische Version eine Nasenlänge nach vorn bringt, ist die Musik. Die finde ich in Orlando irgendwie komisch. Irgendwie hört man immer das Indianergetrommel und die eigentlichen, wirklich eingängigen, charakteristischen und stimmungsvollen Melodien aus dem Film kommen etwas zu kurz bzw. nicht richtig zur Geltung. Nichts desto trotz hier wie dort eine schöne Fahrt, die immer wieder dazu gehört. 

Beim Verlassen von Peter Pan fällt meinem Fisch auf, dass er bei Mickey’s Philharmagic scheinbar die Abdeckung seines Kamereaobjektivs verloren hat, was soviel bedeutet, dass wir uns den Film noch einmal ansehen und dabei - leider erfolglos - Ausschau nach dem kleinen schwarzen Deckel halten. Nach Rücksprache mit einem CM gehen wir anschließend dann durch den Ausgang noch ein drittes Mal hinein und sehen den Film zur Abwechslung ohne 3-D-Brillen. Doch der Objektivdeckel bleibt zu Flounders Ärger verschwunden, was sich aber nun mal nicht ändern lässt. 

Wir wandern weiter Richtung Schloss, wo wir noch auf Cinderellas Stiefmutter und -schwestern treffen. 

 

 

 

 


Hinter dem Schloss biegen wir links ab zum Fairytale Garden wo wir uns die Storytime with Belle anschauen. Eine interaktive Geschichte, in der Kinder und auch Väter aus dem Publikum mitmachen und die wirklich süß gemacht ist. 

  


Danach filmt Flounder noch mal das Schloss aus allen Perspektiven und auch Dream Along with Mickey zum ungefähr 17ten Mal (Einwand: ich habe es an dem Tag zum ersten und einzigen Mal gefilmt!). 

 

 

 


Ich besorge derweil endlich im Laden neben Stitch’s Great Escape im Tomorrowland die Mitbringsel für Silvias Sohn und ruhe danach auf einer Bank vor der Tür meine Füße aus, was auch nicht schaden kann. 

  


Nach der Show treffe ich dort dann auch das Flossentier wieder und wir drehen noch zwei Runden mit unserer geliebten TTA. 

Dann noch mal den Central Plaza gekreuzt, hinüber zum Liberty Square, wo wir eigentlich in der Liberty Tree Tavern einen kleinen Snack zu uns nehmen wollen. Allerdings verwerfen wir diese Idee wieder ebenso schnell, wie sie gekommen war und wandern zur Paradenmusik zu Pecos Bill ins Frontierland hinüber. Das Restaurant ist ob der mittäglichen Stunde restlos überfüllt und so beschließen wir, das MK vorübergehend zu verlassen und uns noch ein paar Ecken des Resorts anzusehen, die wir bislang außen vor gelassen hatten. 

 

  


Als Wegzehrung nehmen wir uns im Adventureland noch zwei Pineapple Floats mit, schlendern an der frisch renovierten und von ihren Gerüsten befreiten City Hall vorbei zum Ausgang. 

 

 

  

 


Anstatt uns zu einem der zahlreichen disneyeigenen Nahverkehrsmittel zu begeben, beschließen wir, vom MK aus zu Fuß bis zum Grand Floridian auf der gegenüber liegenden Seite der Seven Seas Lagoon zu laufen. Wir wählen einen kleinen Weg hinter der Monorail Station, der rechts um den See herumführt. Es ist herrlich ruhig dort, wir genießen die Sonne und die tolle Aussicht und das Wunderschöne Hotel ist schon in fast greifbare Nähe gerückt, als wir plötzlich feststellen, dass wir in einer Sackgasse gelandet sind. Zwischen uns und dem Grand Floridian liegt ein nicht allzu breiter, aber doch unüberwindbarer Wasserarm. Na ja, wenigstens steht auf einem kleinen Platz am Ende unseres Weges eine nette Bank, die uns einlädt, einen Moment auszuruhen, bevor wir das ganze Stück wieder zurück laufen müssen. Soviel Zeit hatten wir für unseren kleinen Ausflug dann doch nicht eingeplant, weshalb wir der Einfachheit halber dann doch die Monorail nehmen und die Strecke auf die andere Seite des Gewässers in wenigen Minuten zurücklegen. 

 


Wir steigen am Polynesian Resort aus, erkunden den Hotelstrand und gehen am Wasser entlang hinüber zum Wedding Pavillon. Dort wird gerade eine Hochzeit am Strand vorbereitet aber wir haben Glück und dürfen über die Brücke auf das kleine Inselchen mit der bezaubernden weißen Hochzeits-Kapelle und uns dort umsehen. Hach wie schön!!! In diesem Augenblick steht für mich fest, dass ich, wenn ich je heiraten sollte, das genau hier tun will. Dass es mal so gaaanz anders kommen wird, weiß ich natürlich jetzt noch nicht Wink 
Mein Fischlein macht einige schöne Bilder und ich bin ganz hin und weg und schmiede wild-romantische Pläne. 


  

 

 

 

  

 

 


Von der Hochzeits-Insel gehen wir die letzten Meter zum Grand Floridian und machen auch dort einige tolle Fotos im Inneren des Hotels. Hier treffen wir auch auf die Braut, die sich in Kürze am Strand trauen lassen wird. Sie passt leider nicht ganz zu meinen romantisch-wirren Bildern von einer perfekten Disney-Hochzeit, die gerade meinen Kopf erfüllen, dafür holt sie mich auf den Boden der Tatsachen zurück und ich besinne mich wieder auf die Stunden des Tages, die noch vor uns liegen. 

 

 

 


Vom Hotel aus fahren wir mit der Monorail nach Epcot. 

  

  

  


In Marokko gibt es endlich mal wieder was zu essen (ich liebe dieses orientalische Zeugs!) und der Fisch verspeist ein paar seiner Artgenossen in Form von Sushi aus dem benachbarten Japan. 

  

 

  


Nach diesem Genuss bummeln wir einmal um die World Showcase Lagoon, wundern uns nicht zum ersten Mal über die Angebote in den Geschäften in Deutschland, genehmigen uns in Norwegen noch einen süßen Nachtisch, genießen in Mexiko mit unserem Freund dem Yeti die Sonne und machen uns dann auf den Weg, um uns in The Seas Turtle Talk with Crush anzusehen. 

  

 

 

 

 

 

  

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 

 

  


Da glaubten wir tatsächlich, alle Attraktionen gesehen zu haben und dann das. Da wäre uns doch beinahe die durchgedrehte Schildkröte durch die Lappen gegangen. Noch schnell einen Fast Pass für Test Track gezogen, ein mehr oder weniger flotte Runde mit Nemo und seinen Freunden gedreht und dann ab in die Show. Sie ist vergleichbar mit dem, was es seit Kurzem in Paris unter dem Namen Stitch Live! zu sehen gibt. Ganz nett, aber teilweise ist Crush aufgrund seiner merkwürdigen Sprache etwas schlecht zu verstehen. 

  


Bis zum Beginn von Illuminations bleibt noch ein wenig Zeit und auch unser Fast Pass ist noch nicht gültig, also begeben wir uns auf die wahrscheinlich letzte von unzähligen Reisen durch Spaceship Earth in diesem Urlaub und statten auch Figment in Journey into Imagination noch einen zweiten Besuch ab. Diesmal schaue ich genauer hin, höre besser zu und schon gefällt mir der Ride auch um Einiges besser. 

 

  

  


Aber dann wird’s Zeit für Test Track, wenn wir noch pünktlich zum Feuerwerk kommen wollen. Der CM ist unerbittlich und lässt uns wirklich sekundengenau um 20 Uhr in die Attraktion. Und wie es das Schicksal will, steht das ganze Ding wegen technischer Probleme noch zehn Minuten still. Jetzt wird es knapp. Ich will eigentlich schon wieder gehen, denn ich will unter allen Umständen meinen letzten Urlaubstag nicht ohne mein Lieblingsfeuerwerk verbringen. Doch gerade als wir gehen wollen, geht’s weiter und die Autos rollen wieder. Noch einmal werden wir zu lebendigen Dummies und haben unseren Spaß. 

 

  

 


Zügigen Schrittes machen wir uns anschließend auf die Suche nach einem geeigneten Platz für die Sicht auf die abendliche Show. Zwischen Italien und dem American Adventure werden wir fündig, richten uns häuslich ein und schon kurze Zeit später schwelge ich ein letztes Mal in der Musik und dem Lichterzauber auf dem Wasser und bin wie immer hin und weg. 

 


Da der Park nach der Show seine Pforten schließt, bleibt uns nichts anderes übrig, als zu gehen und jetzt plötzlich ist bei mir ganz großes Gefühlskino angesagt. Auf der Brücke von Frankreich nach England werde ich plötzlich ganz schwermütig, sehe auf die brennenden Fackeln rund um die Lagune, höre der stimmungsvollen Musik zu, inhaliere geradezu das abendliche Szenario und habe das Gefühl, ich müsste platzen. Doch bevor das passiert, fange ich einfach an zu heulen. Ich klammere mich an mein Fischlein und will gar nicht weg. Das ist alles sooooo unglaublich schön hier. Das kann doch nicht sein, dass die 17 Tage schon rum sind!!! Als wir dann in Futureworld auf die Fountains of Nation zusteuern mit dem imposanten, beleuchteten Spaceship Earth dahinter, ist dann wirklich alles vorbei. Auf der Mauer um den Brunnen stehen die CM mit Mickey-Handschuhen, im Gegenlicht nur schwarze Silhouetten, und winken den Gästen zum Abschied. Ich heule still aber dennoch wie ein Schlosshund in mich hinein und kann gar nicht mehr verstehen, dass es mal eine Zeit gegeben hat, zu der ich gar nicht hierher fliegen wollte. 
Flounder heult zwar nicht sichtbar, aber ich glaube, ihm geht es gerade nicht viel anders als mir. 

Jetzt will jede noch verfügbare Minute genutzt werden. Noch alles mitnehmen, was irgendwie geht. Also ab in die Monorail und noch mal hinüber ins Magic Kingdom. 

Als wir am Park ankommen, sehen wir gerade die ersten Raketen von Wishes hinter dem Schloss aufsteigen. Die Dame an der Taschenkontrolle ist natürlich gerade heute besonders pingelig und das kann bei des Fischs Gepäck dann schon mal etwas dauern. Aber endlich sind wir drin. Allerdings ist es derart voll im Eingangsbereich, dass wir keine Chance haben, noch einen Platz mit halbwegs guter Sicht zu ergattern. Oh, das ist nicht gut! Wenn das Vögelchen emotional ist muss alles reibungslos klappen, sonst wird das Vögelchen aggressiv und jähzornig. Ich bin sauer und alles ist doof. Wehe, mir kommt jetzt irgendeiner blöd. Aber zum Glück traut sich das keiner Wink 
Nun ja… ändern kann ich es ja doch nicht und so lasse ich mich von Flounder noch ins Adventureland führen, wo wir noch die Jungle Cruise im Dunkeln mitnehmen. Ein Erlebnis, das ich jedem Besucher nur empfehlen kann. Hat irgendwie was Gruseliges und ist auf jeden Fall sehr stimmungsvoll. 

Meine Tränen sind vorübergehend versiegt und so kann ich auch noch zwei Fahrten durch das Haunted Mansion genießen. In wirklich allerletzter Minute, bevor wir als nicht EMH-berechtigte Gäste aus dem Park gekehrt werden, winken wir den 999 fröhlichen Geistern noch einen Abschiedsgruß zu und müssen uns dann, ob wir wollen oder nicht, gen Ausgang aufmachen. 

Ein letzter Blick auf Cinderella’s Castle und die Main Street hinunter und schon brechen bei mir wieder die Dämme. Ich heule auf dem Weg aus dem Park, ich heule in der Monorail, ich heule im Auto und zum Einschlafen. 

So schnell werde ich die inzwischen so heiß geliebten Parks wohl nicht wieder sehen. Morgen Nachmittag bringt uns Air Berlin zurück ins kalte Deutschland. Ich darf gar nicht daran denken. Also verdränge ich diese Vorstellungen und gebe mich den Träumen von einem wirklich grandiosen Urlaub hin und finde kurz vorm Einschlafen doch noch einen wunderbaren Gedanken: morgen sehe ich endlich meine kleine Maus wieder, die ich noch viel heißer liebe, als ich jeden Disney-Park oder überhaupt irgendwas auf der Welt je lieben könnte. 

Und wieder einmal Danke fürs Mitlesen! 

Viele Grüße, 

Kolibri & Flounder Mickey Wave
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Tag 18 
Montag, der 17. März 2008
 

Ich erwache mit dick geschwollenen Augen von der Heulerei am Vortag. Aber immerhin habe ich mich beruhigt und bereite mich jetzt seelisch auf unsere Heimreise vor. So blöd sich das anhört, aber ich muss mich wirklich seelisch darauf vorbereiten. Würde zu hause nicht mein Kind auf mich warten, würde ich wohl am liebsten hier bleiben. 

Der Tag ist ausnahmsweise recht schnell erzählt. Wir packen unsere letzten Sachen zusammen, laden alles in unser nettes Auto, das wir heute leider auch zum letzten Mal fahren und machen dann vor der Fahrt nach Miami noch einen Abstecher nach Downtown Disney. 

 

 

 

  

 


Schnell werden noch ein paar Pins, ein Armband und ein paar Mitbringsel für die daheim Gebliebenen unser Eigen und dann müssen wir uns auch schon wieder verabschieden. 

Im Wal Mart packen wir noch ein paar Getränke, Süßkram und sogar noch ein paar Scrapbooksachen ein und dann müssen wir endgültig los. 

  

 

 


An einer Raststätte auf halber Strecke gönnen wir uns noch einen Snack und am Nachmittag erreichen wir schließlich Miami. 

 

  

  

  

 

 

 


Bei Alamo geben wir schweren Herzens unser Auto ab, wuchten unser Gepäck, das sich auf magische Weise seit dem Beginn der Reise verdreifacht hat, in den Shuttle Bus und checken dann in aller Ruhe am Flughafen ein. Zeit haben wir noch genug, viel zu sehen gibt es hier allerdings nicht. Große Teile des Gebäudes sind eine Baustelle und so begnügen wir uns einfach mit Rumsitzen und warten. 

 


In allerletzter Minute fällt uns auf, dass wir noch ein paar Postkarten, die geschrieben und frankiert in unserem Handgepäck warten, an irgendeinen Briefkasten verfüttern müssten. Also bleibe ich beim Gepäck während Flounder sich in aller Eile auf die Suche nach einem Briefkasten macht. Das bedeutet für ihn wieder raus aus dem Terminal, quer durch den Flughafen rennen, noch mal durch die Sicherheitskontrollen und dann ab zum Flieger. Geschafft! Müssen wir die Karten doch nicht aus Deutschland abschicken. Wäre ja auch peinlich Wink 

 


Vom Gate aus haben wir noch einen guten Blick auf die Skyline von Miami, doch es wird langsam Dunkel und es wird Zeit, an Bord zu gehen. 

 

  

  

  


Als wir abheben und sich unter uns die nächtliche Stadt mit ihren Millionen Lichtern und Palmen erstreckt, fließen schon wieder die Tränen und diesmal nicht nur bei mir. Wir kuscheln uns aneinander und denken an die wundervollen Wochen, die hinter uns liegen. 

Doch irgendwann übermannt uns die Müdigkeit ... #Sleep

 

Tag 19 - Der letzte Tag 
Dienstag, der 18. März 2009
 

Als wir wieder aufwachen liegt unter uns zwar immer noch Wasser, aber es ist hell und wir sind nicht mehr allzu weit von der europäischen Küste entfernt. 

  


Es gibt noch ein Frühstück und dann sind wir auch schon fast da. Grau und unwirtlich taucht Düsseldorf unter uns auf. Der Pilot teilt uns mit, dass uns am Boden eine Temperatur von 5°C erwartet. 23°C weniger als das, was beim Abflug um uns herum herrschte. 

  

 


Aber jetzt ist alles gar nicht mehr so schlimm. Als ich erstmal aus dem Flieger raus bin, kann ich es gar nicht mehr erwarten, endlich meine kleine Süße wieder in die Arme nehmen zu können. Das Gepäck lässt unglaublich lange auf sich warten und ich gehe schon mal in Richtung der Tür, hinter der ich meine Maus gerade mit meiner Cousine und meiner Tante habe stehen sehen. Ich erkläre dem Zöllner, dass ich sie drei Wochen nicht gesehen habe und er lässt mich kurz durch um ihr wenigstens einmal zuwinken zu können. Gott, was ich mich freue, sie zu sehen. Ich erkläre ihr, dass wir noch auf das Gepäck warten müssen und dann sofort kommen. Als unsere 9 Gepäckstücke dann endlich auf Karren verladen sind, schauen die Zöllner etwas skeptisch und der eine macht schon im Ansatz eine Geste, die mich befürchten lässt, dass man uns rauszieht. Aber als ich meinem Schneewittchen wieder zuwinke, höre ich wie der andere Zöllner zu ihm sagt: „Komm, lass die gehen.“ Puuh, Schwein gehabt. Nicht, dass wir wirklich was zu verzollen gehabt hätten, aber genervt hätte es trotzdem Wink 

Als ich meine Kleine wenige Augenblicke später im Arm habe, ist die Welt wieder in Ordnung. Jetzt werden wir erstmal eine ganze Weile von unseren Erinnerungen zehren müssen. Aber eins steht in diesem Moment für mich fest: Nie wieder ohne meine Tochter! 

Und darum geht es vom 9. bis zum 25. Oktober 2009 mit Kind und Kegel zur großohrigen Maus … wir freuen uns, wenn wir Euch auch wieder ein bisschen darüber berichten dürfen. Denn es ist ja wieder ein erstes Mal. Und erste Male sind immer etwas besonderes 

Wir bedanken uns ganz, ganz herzlich für Eure Aufmerksamkeit, fürs Mitlesen, Mitreisen und für alle Kommentare! Und ganz besonders für die Geduld, die Ihr mit uns hattet. Auch wenn der Urlaub nur 19 Tage dauerte, so hat es sich über fast 15 Monate gezogen, bis der Bericht endlich fertig war – wir hoffen, es hat sich gelohnt und Ihr hattet so viel Spaß beim Lesen, wie wir ihn beim Schreiben, Bearbeiten von Videos und Fotos und der damit verbundenen „Wiedererlebung“ eines fantastischen Urlaubs hatten Wink 

Bis zur nächsten Reise wünschen wir Euch alles Gute! 

Liebe Grüße von 

Kolibri & Flounder Mickey Wave